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Evernote-Chef Libin "Krieg um Daten"

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Ausgewogen: Zeit für Design und Funktionen

Tomatensuppe Quelle: AP

Aber HTML5 spart Kosten.

Das stimmt, weil Sie ja nur ein Programm für alle Betriebssysteme entwickeln müssen. Allerdings kann man mit herkömmlichen Apps, die speziell für iPhones oder Android-Geräte geschrieben wurden, mehr Menschen begeistern, weil sie schlicht besser sind. Ich habe folgende Beobachtung gemacht: Eine Universal-App im HTML5-Format stellen Sie möglicherweise schon mit fünf Leuten auf die Beine. Für eine Palette herkömmlicher Apps brauchen Sie eher an die 50 Kollegen, weil Sie alle Betriebssysteme bedienen wollen. 45 Mitarbeiter mehr – für möglicherweise 50 Millionen zusätzliche Nutzer, das ist ein großer Anreiz.

Vielen Nutzern dürfte dagegen das Design am wichtigsten sein.

Genau. Vor sechs Monaten hatten wir nur einen Designer, der Logo und Benutzeroberfläche gestaltet hat. Heute haben wir sechs.

Wie viel Ihres Budgets fließt in die Gestaltung?

15 bis 20 Prozent. Relevanter ist aber die Zeit: Früher haben wir fünf Prozent unserer Zeit ins Design und 95 Prozent in die Funktionen gesteckt. Heute stecken wir 50 Prozent unserer Zeit ins Design und 50 Prozent in die Funktionen.

Evernote ist ja auf den meisten mobilen Betriebssystemen vertreten. Wie schätzen Sie die Chancen von Windows Phone ein, sich neben Googles Android und Apples iOS zu behaupten?

Als Microsoft das Betriebssystem vorgestellt hat, habe ich mich zuerst geweigert, eine Windows-Phone-Version von Evernote herzustellen. Als ich aber die ersten Telefone sah, fand ich sie ziemlich gut. Sie waren keine Kopie von Android und iPhone, und ich mag sie. Ich glaube, Microsoft ist sich im Klaren, dass dies die letzte Chance des Konzerns im Mobil-Markt ist.

Vielleicht in zwei Jahren?

Möglich. Aber dann werden native Apps schon viel weiter sein.

In Arbeit
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Tatsächlich hat es im letzten Jahr viel mehr Spaß gemacht, mit Microsoft zu arbeiten, als je zuvor. Es scheint, als wäre das Unternehmen wieder ein Startup, die Leute sind schnell und engagiert. Auf Blackberry dagegen würde ich zurzeit überhaupt nicht setzen. Die machen einige komische Sachen, die ich nicht verstehe. Die haben viel zu viele verschiedene Geräte. Deshalb ist es für uns extrem schwierig, für Blackberry zu entwickeln.

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