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Fehler von Jungunternehmern Sieben Gründe, an denen Startups scheitern

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Defizite bei der Vermarktung

Die besten Hochschulen für Gründer
Platz 3Beratung und Budget, Netzwerke und Nestwärme: Diese Kriterien legte der Gründungsradar des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft an. In der Kategorie "Kleine Hochschulen" (bis 5.000 Studierende) kam die Universität Witten/Herdecke auf den dritten Rang. Quelle: Presse
Platz 2Kategorie: Kleine Hochschulen (bis 5.000 Studierende) PFH Private Hochschule Göttingen Quelle: Presse
Platz 1Kategorie: Kleine Hochschulen (bis 5.000 Studierende) HHL Leipzig Graduate School of Management Quelle: Presse
Platz 3Kategorie: Mittelgroße Hochschulen (5.000 bis 15.000 Studierende) Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) Quelle: dpa-dpaweb
Platz 2Kategorie: Mittelgroße Hochschulen (5.000 bis 15.000 Studierende) Brandenburgische Technische Universität Cottbus Quelle: dpa-dpaweb
Platz 1Kategorie: Mittelgroße Hochschulen (5.000 bis 15.000 Studierende) Leuphana Universität Lüneburg Quelle: dpa
Platz 3Kategorie: Große Hochschulen (über 15.000 Studierende) Universität Potsdam Quelle: dpa

3. Mangelndes Detailwissen

Nach Angaben der DIHK-Studie waren die Erfinder oft selbst gar nicht dazu in der Lage, ihr eigenes Produkt gut zu umschreiben. Fatal! Denn der Verkauf der eigenen Idee ist entscheidend bei der Investorensuche. Außerdem muss das Unternehmen auch Kunden, Partner oder Journalisten überzeugen. „Viele Existenzgründer haben ein Marketingdefizit“, sagt Marc Evers, Leiter des Referats Existenzgründung der DIHK. Eine gute Idee zu haben, sei nicht alles. Man müsse sie auch kommunizieren können. „Wer sein Produkt nicht mit einem Satz definieren kann, sollte es eigentlich schon hinterfragen“, sagt Friederike Welter.

4. Miese Kalkulationen

Ein häufiger Anfängerfehler: Der Umsatz wird zu hoch eingeschätzt. In 34 Prozent der IHK-Berichte wurde dieses Problem deutlich. Beseelt von der eigenen Idee, glauben viele Gründer, dass auch andere dafür zum Portemonnaie greifen. „In einem ersten Schritt hilft es oft schon, Freunde und Familie zu fragen, ob sie das Produkt kaufen würden“, rät IfM-Präsidentin Welter. Damit erreiche man Menschen außerhalb des eigenen beruflichen Umfeldes – und könne sich so an die mögliche Käuferschaft annähern.

5. Unklare Zielgruppe

Aus 37 Prozent der Unternehmensberichte ging hervor, dass die Zielgruppe nicht genau benannt werden konnte. „Eine zu breit angelegte Zielgruppe kann vor allem beim Marketing zum Problem werden“, sagt Expertin Welter. Insbesondere kleine Unternehmen täten sich schwer damit, eine gezielte Ansprache für ein breites Publikum umzusetzen. Außerdem seien nur wenige Produkte für viele Kunden ausgelegt. Deshalb müssten Gründer viel Energie in die Zielgruppen-Analyse stecken.

Die besten Standorte für Startups
Platz 17: Berlin Quelle: dpa
Platz 10: Moskau Quelle: dpa
Platz 9: Bangalore Quelle: Reuters
Platz 8: Sao Paulo Quelle: Reuters
Platz 7: Singapur
Platz 6: Los Angeles Quelle: AP
Platz 5: Tel Aviv Quelle: Reuters

6. Kaufmännische Mängel

Wer eine gute Idee hat, ist noch kein guter Geschäftsmann. Laut DIHK wurden in 42 Prozent der Fälle kaufmännische Mängel als Grund für ein mögliches Scheitern deutlich. Sowohl Marc Evers als auch Friederike Welter sehen darin aber eher ein geringeres Problem. Das fehlende Know-How sei durch Teambildung oder entsprechende Kurse relativ leicht aufzuholen. Doch offenbar nehmen viele Gründer das Thema noch nicht ernst genug.  

7. Fehlender Nutzen

Besonders tragisch: In 44 Prozent der Fälle haben sich die Gründer keine Gedanken darüber gemacht, ob der Kunde das Produkt überhaupt gebrauchen kann. Schuld ist häufig die Euphorie über die eigene Idee - und die vernebelt den Blick. Was unterscheidet das Produkt von der Konkurrenz? Wer auf diese Frage keine Antwort weiß, sollte die Finger von der Existenzgründung lassen.

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