Gründer 30 Start-ups schreiben Protestbrief an Bundeskanzlerin

Exklusiv

In einem gemeinsamen Brief appellieren mehr als 30 deutsche Start-ups und Investoren an Bundeskanzlerin Angela Merkel, die geplante Besteuerung von Wagniskapital zu stoppen.

Werbung für Rocket Internet Quelle: REUTERS

Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem die Gründer und Geschäftsführer von Rocket Internet, Soundcloud, Delivery Hero, 6Wunderkinder oder Mister Spex. Ihre Unternehmen beschäftigen nach eigenen Angaben zusammen mehr als 50.000 Mitarbeiter, diese Arbeitsplätze würden nach der geplanten Steuereinführung so kein zweites Mal entstehen, heißt es in dem Schreiben, das der WirtschaftsWoche vorliegt.

Der Gesetzentwurf zur Reform der Investmentbesteuerung sieht vor, Minderheitsbeteiligungen von Business Angels an Unternehmen beim Verkauf deutlich stärker zu besteuern – selbst wenn das Geld wieder in Start-ups reinvestiert wird.

„Business Angel waren für viele von uns der einzige Finanzierungspartner in der Gründungsphase, gerade in der Finanz- und Euro-Krise, während derer kaum ein anderer Geldgeber mehr bereit war, Finanzmittel zur Verfügung zu stellen“, schreiben die Gründer. „Ohne Business Angel gibt es keine Start-ups. Ohne Start-ups wird es keinen Mittelstand und keine Weltmarktführer von morgen geben“.

Das Gesetzesvorhaben hatte selbst innerhalb der Union für viel Ärger gesorgt, da im Koalitionsvertrag eine Förderung der Start-up-Finanzierung beschlossen worden war. Der künftige Umgang mit Wagniskapital soll ein Schwerpunkt bei der Kabinettsklausur in Schloss Meseberg Mitte kommender Woche sein.

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