Gründer BDI-Chef Kempf will Venture-Capital-Gesetz

Exklusiv

Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), fordert mehr staatliche Rückendeckung für innovative Gründer in Deutschland.

BDI-Chef Dieter Kempf. Quelle: dpa

„In den Pflichtteil des nächsten Koalitionsvertrags gehört für mich ein Venture-Capital-Gesetz, das attraktivste Rahmenbedingungen für Wagniskapital schafft“, schreibt Kempf in einem Gastbeitrag für die aktuelle Ausgabe der WirtschaftsWoche. „Es geht darum, in vielversprechende Technologien und Geschäftsmodelle zu investieren und sie zum Erfolg zu führen. Daran sollten sich auch mehr institutionelle Anleger wie Versicherungen oder Pensionskassen beteiligen können.“

Kempf schreibt weiter: „Zugleich sollte auch die nächste Bundesregierung mit finanz- und steuerpolitischen Instrumenten helfen. Wer risikoreich in junge Unternehmen investiert, sollte steuerlich nicht noch abgestraft werden. Es wäre klug, Verlustvorträge uneingeschränkt mitnehmen zu dürfen.“

Der BDI-Präsident weist in dem Gastbeitrag darauf hin, dass über 44 Prozent der Produkte und 35 Prozent der Technologien deutscher Start-ups Weltneuheiten seien. Kempf: „70 Prozent der Start-ups kooperieren mit etablierten Unternehmen, haben im Schnitt fünf Kooperationspartner. Derart stark öffnet sich gerade einmal ein gutes Drittel des Mittelstandes. Informations- und Kommunikationstechnik sowie digitale Lösungen sind bei fast der Hälfte der Start-ups Kern des Geschäftsmodells oder Branchenschwerpunkt. Dagegen hatten 2015 lediglich 22 Prozent des deutschen Mittelstands eine Digitalisierungsstrategie.“

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