WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Gründer Reise durch Silicon Germany

Seite 5/5

Hamburg ist Spielestadt in der Gründerszene

Hochschule für Angewandte Wissenschaften Quelle: dpa

Mitunter kommen Unternehmen gemeinsam sogar auf ganz neue Geschäftsideen – so wie Michael Schade, der Gründer des Unternehmens Fishlabs aus Hamburg. Auch in der Hansestadt ist ein funktionierendes Ökosystem entstanden: Etwa 150 Unternehmen stellen hier Spiele für Smartphones und Internet-Browser her und beschäftigen etwa 3500 Mitarbeiter – vor acht Jahren waren es nur rund 800. Die Spieleschmieden arbeiten unter dem Dach der Initiative Gamecity zusammen, unternehmen gemeinsame Rekrutierungs-Touren durch die Republik und tauschen sich auf dem Gamecity Treff untereinander aus.

Hilfe von Freunden

Auf einem dieser Treffen begegnete Schade vor einigen Jahren Harald Behnke. Schade besaß damals ein Unternehmen, das 3-D-Simulationen für Architekten produzierte, Behnke war Geschäftsführer von Exit Games, einem Hersteller von Handyspielen. Die beiden kamen ins Gespräch – kurz darauf entwickelten sie eines der ersten 3-D-Spiele für Mobiltelefone. Das Spiel kam so gut an, dass Schade sich vollständig auf 3-D-Spiele für Handys spezialisierte. Er gründete Fishlabs, das Unternehmen wuchs schnell von 8 auf 50 Mitarbeiter.

Und auch in der Wachstumsphase hat Fishlabs vom Standort Hamburg profitiert: Hier fand Schade Unternehmen, die Musik und Sprachaufnahmen für seine Spiele entwickeln, hier hat ihm ein befreundetes Unternehmen einen Autor für seine Spiele vermittelt.

Keine Entwicklung in Freiburg

Solche Synergien und das Image Hamburgs, das in der Gründerszene als Spielestadt gilt, haben vor einigen Monaten auch Felix Faber, Tobias Kringe und Christopher Lörken in die Hansestadt gelockt. 2009 hatte das Trio die Spieleschmiede Bytro Labs gegründet – in Freiburg. Die drei entwickelten ein Strategiespiel, erhielten Auszeichnungen, das Land Baden-Württemberg und die Freiburger Albert-Ludwigs-Universität förderten den Aufbau ihres Unternehmens.

Doch dann fingen die Probleme an: „Freiburg ist zwar nett und schön“, erzählt Gründer Faber, „aber wir konnten dort einfach keinen guten Entwickler finden.“

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Also packten die Gründer 2011 ihre Koffer und verließen den Breisgau in Richtung Hamburg. Dort besuchten sie den Human Resources Stammtisch, bei dem Spiele- firmen jene Bewerber, die sie nicht einstellen, an andere Unternehmen weiterreichen. Eine Chance, die sich die drei nicht entgehen ließen – innerhalb weniger Wochen fanden sie so den ersehnten Entwickler und konnten die Zahl ihrer Mitarbeiter verdoppeln. »

Es hat Vorteile, wenn der schärfste Widersacher gleich nebenan sitzt

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%