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Gründerwettbewerb Außen retro, innen öko

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Norbert Röttgen auf einem E-bility-Roller

Produziert werden sie nicht nur von Konzernen, sondern auch von zahlreichen Startups. EcoCraft Automotive aus Wunstorf etwa stellt einen Transporter namens EcoCarrier her; Mia Electric aus Essen produziert Elektroautos, deren Aussehen an kleine VW-Busse erinnert. In München tüfteln die Gründer von Trive an einem Zweisitzer, und das 2009 gegründete Unternehmen Third Element stellt leistungsstarke Elektroräder namens ESpire her. Ihre Antriebe stammen von Clean Mobile aus Unterhaching, in das Investoren wie der High-Tech-Gründerfonds bereits mehr als 14 Millionen Euro gepumpt haben.

Wer als Gründer auf Elektromobilität setzt, hat bei Geldgebern offenbar gute Karten. Das legen auch Umfragen wie das Business Angel Panel und das Venture-Capital-Panel nahe. Danach sind sowohl institutionelle Risikokapitalgeber als auch Privatinvestoren zurzeit besonders an Startups mit innovativen Umwelttechnologien und neuen Energiekonzepten interessiert. Wo Strom durch die Motoren fließt, da sprudelt offenbar auch das Geld.

Zumal Umfragen die Erwartungen von Gründern und Geldgebern befeuern: Einer aktuellen Studie des Bitkom zufolge können sich inzwischen sieben von zehn Deutschen vorstellen, ein Elektroauto zu kaufen – fast doppelt so viele wie noch im Februar 2010. Allerdings wäre nur jeder Zehnte bereit, dafür mehr zu zahlen als für ein Auto mit Verbrennungsmotor.

Das ist ein Problem – und eine Chance für die Elektroroller. Davon ist jedenfalls Sven Strube überzeugt. Strube lehrt Verkehrsökologie an der Ostfalia Hochschule und ist Mitgründer von Lautlos durch Deutschland, einem Unternehmen, das nicht nur Elektrofahrzeuge verkauft, sondern auch Mobilitätspakete anbieten will. Damit sollen sich Elektrofahrzeuge, öffentlicher Nahverkehr oder Carsharing-Wagen kombinieren lassen – je nach Bedarf.

„In Zukunft werden sich immer mehr Menschen Autos teilen“, sagt Strube, „und dank Elektrorädern und -rollern wird es eine Renaissance des Zweirads geben.“

Hinter der Prognose steckt eine simple Rechnung: Elektroautos seien mindestens doppelt, oft aber sogar dreimal so teuer wie gewöhnliche Autos, kalkuliert Strube. Elektroroller würden dagegen nur um die 1000 Euro mehr kosten, im Gebrauch aber nur ein Fünftel so viel Geld verschlingen wie herkömmliche Spritschlucker.

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