WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Gründungsradar Hier werden Gründer am besten gefördert

Am Mittwoch veröffentlichte der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft zum ersten Mal den Gründungsradar. Die Gewinner kommen aus München, Lüneburg und Leipzig.

Die besten Standorte für Startups
Platz 17: Berlin Quelle: dpa
Platz 10: Moskau Quelle: dpa
Platz 9: Bangalore Quelle: Reuters
Platz 8: Sao Paulo Quelle: Reuters
Platz 7: Singapur
Platz 6: Los Angeles Quelle: AP
Platz 5: Tel Aviv Quelle: Reuters

Die Hochschule für angewandte Wissenschaften aus München, die Leuphana Universität Lüneburg und die HHL Leipzig Graduate School Of Management sind am erfolgreichsten beim Schaffen einer lebendigen Gründungskultur. Sie belegten in den Kategorien der großen (mehr als 15.000 Studierende), mittleren (5.001 bis 15.000) und kleinen (maximal 5.000) Universitäten jeweils den ersten Platz.

Der dieses Jahr zum ersten mal veröffentliche Gründungsradar zielt darauf ab, zu ermitteln, welche Hochschulen beste Voraussetzungen für potentielle Gründer unter ihren Studierenden schaffen. Dies geschieht anhand von vier Kategorien: Gründungsverankerung, Gründungssensibilisierung, Gründungsunterstützung und Gründungsaktivitäten. Um zu ermitteln, wie stark die einzelnen Hochschulen in den verschiedenen Kategorien engagiert sind, melden diese zum Beispiel betreute Gründungsvorhaben, Gelder, die in die Gründungsförderung geflossen sind oder die Zahl der tatsächlichen Gründungen.

Das sind die teuersten Uni-Städte
Das Wintersemester steht vor der Tür und viele Studenten suchen derzeit noch ein WG-Zimmer. Doch das kann teuer werden, wenn man in beliebten Uni-Städten studieren möchte. Das Portal wg-suche.de hat die Mieten für ein WG-Zimmer dort verglichen. Als Grundlage für die Berechnung diente die durchschnittliche Warmmiete der jeweiligen Stadt für eine 3er-WG mit 80 Quadratmetern. Die Analyse zeigt, dass Studierende in vielen ostdeutschen Städten für rund 200 Euro ein Zimmer finden. Im süddeutschen Raum oder in besonders beliebten Uni-Städten müssen sie jedoch zum Teil mehr als das Doppelte bezahlen. Quelle: dpa
Platz 10: HamburgIn der Hansestadt kostet das Zimmer im Schnitt 383 Euro pro Monat. Studenten mit weniger Budget sollten sich für einen Studienort in mittleren Städten oder in ostdeutschen Hochschulstädten entscheiden. Besonders preiswert wohnen Studierende in Dortmund (259 Euro), Leipzig (239 Euro) oder Magdeburg (232 Euro). Die mit Abstand günstigste Studentenstadt ist Rothenburg in der Oberlausitz mit 171 Euro. Quelle: dpa
Studienanfänger sitzen am 14.10.2013 während ihrer ersten Juravorlesung in einem Hörsaal der Juristischen Fakultät der Universität Potsdam Quelle: dpa
Platz 8: HeidelbergHeidelberg liegt mit einer durchschnittlichen Monatsmiete von 392 Euro für ein WG-Zimmer auf Platz acht. Die beliebten Studentenstädte Köln (362 Euro) und Münster (325 Euro) gehören ebenfalls zu den teureren Städten. Quelle: AP
Platz 7: LörrachAuch Lörrach direkt an der Schweizer Grenze ist bei Studenten beliebt - mit entsprechenden Auswirkungen auf die Mieten. 394 Euro warm kostet dort ein Zimmer in einer 80 Quadratmeter großen Dreier-WG im Schnitt. Quelle: dpa
Mehrere Wohnungsgesuche von Studenten hängen am Schwarzen Brett Quelle: dpa
Platz 5: KonstanzWer in Konstanz am Bodensee studiert, zahlt für ein Zimmer in einer Dreier-WG mit 80 Quadratmetern im Schnitt 413 Euro pro Monat. Quelle: dpa

Vom Gründungsradar erfasst werden 54 Prozent aller deutschen Hochschulen, unabhängig von ihrer Art, Größe oder dem Träger. Dementsprechend sind sowohl Universitäten als auch Fachhochschulen, große und kleine, private und öffentliche Hochschulen an der Untersuchung beteiligt. Diese Hochschulen investierten im letzten Jahr 49 Millionen Euro in die Gründungsförderung, registrierten 1.145 Gründungen und 4.284 betreute Gründungsverfahren und meldeten 101 Gründungslehrstühle. Des Weiteren gab es 1.123 curriculare und 2.089 außercurriculare gründungsrelevante Veranstaltungen.

Die Forscher konnten unterschiedliche Verbindungen feststellen. So beeinflussen sich beispielsweise die Gründungen aus einer Hochschule und das wirtschaftliche Umfeld derselben gegenseitig. Auch Erfolge der EXIST-Förderung des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die die Entwicklung einer aktiven Gründungskultur ermöglichen und beschleunigen soll, konnten ermittelt werden. Die Hochschulen, die bereits Fördergelder erhalten haben, schneiden im Vergleich besser ab, als jene, die noch nicht gefördert wurden. Dies liegt vor allem an der fortgeschrittenen Verankerung der Gründungsthematik in der Lehre.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Obwohl bereits Fortschritte gemacht wurden, sieht der Grünungsradar noch Potential bei der Gründungsförderung der Hochschulen. Dieses könne nur durch das Engagement von Politik, wirtschaftlichem Umfeld und der Hochschulen selbst ausgeschöpft werden. So sollen auf der Ebene der Hochschulen beispielsweise mehr Studiengänge und Weiterbildungsangebote zu Entrepreneurship aufgebaut oder die Gründungsförderung als ganzheitliches Konzept unter Einschluss von Lehre, Forschung und Beratung verfolgt werden. Die Politik forderten die Forscher auf den nötigen bürokratischen Aufwand zu reduzieren und professionelle Sturkturen zu schaffen, während die Wirtschaft unter anderem mehr Einblicke in die Unternehmenspraxis ermöglichen solle.

Werden diese Vorschläge und Forderungen umgesetzt, sind in den kommenden Jahren weitere Fortschritte auf dem Feld der Gründungsförderung zu erwarten, was für die deutsche Wirtschaft nur von Vorteil sein kann. Das weiß auch Andreas Barner, Präsident des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, der feststellt: "Studierende und Wissenschaftler entwickeln aus Forschungsergebnissen Ideen, die innovative Produkte hervorbringen können, die sie dann auf den Markt bringen. Gründungen aus Hochschulen sind deshalb ein wichtiger Mechanismus für den Wissens- und Technologietransfer."

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%