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Grüne Pioniere Die 30 innovativsten grünen Startups

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Sonnenstrom, Parktürme und Ökokleidung

E-Bikes werden immer beliebter - Das Startup E-Bike-Mobility hat einen Parkturm entwickelt, in dem sich Elektrofahrräder unterwegs wieder aufladen lassen. Quelle: dapd

Tetraeder Solar: Berechnet, wo Sonnenstrom lohnt

Wie viel Ertrag brächte eine Solaranlage auf meinem Dach? Eine Software des 2009 gegründeten Startups Tetraeder Solar aus Dortmund liefert rasch die Antwort.

Geschäftsführer Stephan Wilforth, 40, und seine acht Mitarbeiter kombinieren am Rechner Katasterdaten und 3-D-Scans von Städten, die mit Lasern aus Flugzeugen erzeugt werden. Damit berechnet Tetraeder für jedes Dach zu jeder Tages- und Jahreszeit die Sonnenstromausbeute und berücksichtigt auch Schatten benachbarter Häuser. Geld verdienen die Dortmunder mit der Lizenzierung der Daten, etwa an Sparkassen, die damit die Kreditvergabe für Solaranlagen prüfen. Geplanter Umsatz für 2013: mehr als eine Million Euro.

Lenkdrachen soll Energie gewinnen
Sie sehen aus wie übliche Lenkdrachen, doch sollen sie zukünftig der Gewinnung von Windenergie dienen. Die Technische Universität Delft in den Niederlanden, deren Drache hier zu sehen ist, forscht seit Jahren im Kite Power Projekt an dieser Technologie und hat schon mehrere Prototypen getestet. 2015 könnten laut der Brandenburger Firma Enerkite die fliegenden Kraftwerke auch in Deutschland für Energie sorgen. Die Drachen fliegen dafür in 300 bis 600 Metern Höhe und zapfen dort die konstanten Windströme für die Stromgewinnung ab. Über ein Seil ist der Drache mit einer mobilen Bodenstation gekoppelt. Die Flugsteuerung sowie der Generator laufen per Autopilot. Im Gegensatz zu großen Windanlagen sind die „Energiedrachen“ flexibel einsetzbar, leise und auch noch günstiger. Quelle: Twitter
Die USA setzt ebenfalls auf Fluggeräte zur Energiegewinnung, doch diese ähneln eher einem Flugzeug. Windturbinen aus Glasfasern und Karbon machen dabei die Stromgewinnung in der Luft möglich. Die Forschung des kalifornischen Unternehmens Makani Power an der Airborne Wind Turbine wird unter anderem von Google bezuschusst. Die Turbine, die bis zu 600 Meter hoch fliegt, wird von einem Hauptseil gehalten, während die Luftenergie über ein anderes Seil zum Boden gelangt. Dabei fliegt die Windturbine kreisförmig und quer zum Wind, wodurch sie sehr hohe Geschwindigkeiten erreicht. Der Prototyp kann sogar teilweise selbstständig den Flugmodus wechseln. Das Unternehmen plant die Windturbinen auch auf der See einzusetzen. Quelle: Twitter
Zumindest auf den Plänen der Konstrukteure bringen diese Windgeneratoren mehr Leistung als konventionelle Windmühlen. Der vertikale "Aerogenerator" wird auf hoher See installiert. Die Stromausbeute liegt bei 10 Megawatt, rund drei Megawatt mehr als die bisher größte Windanlage produziert. Die Spannweite kann nach Angaben des britischen Herstellers Windpower bis zu 230 Meter betragen. Dagegen sehen die bisher üblichen Windmühlen eher schlapp aus - die neuesten Anlagen der konventionellen Bauart sollen nämlich einen Rotorendurchmesser von "nur" 180 Meter haben. Texte: Miguel Zamorano Recherche: Andreas Menn Quelle: PR
Schaut wie eine Steinschleuder aus, ist aber ein Lenkdrache. Die Idee: der Kite-Segel der italienischen Firma Kite Gen ist an einem bewegbaren Arm an zwei Seilen befestig und wird dann auf eine Höhe von 800 bis 1000 Metern gebracht. Dort dreht der Winddrachen konstante Achten und treibt so die Turbine an. Der Vorteil: in mehr als 1000 Meter Höhe bläst der Wind konstanter als in Bodennähe. Bei einer Windgeschwindigkeit von 25 km/h läge die Energieausbeute laut Hersteller bei drei Megawatt. 300 Drachen brächten so die Leistung eines Atomkraftwerks - und da der Wind in der Höhe nahezu durchgehend bläst, gäbe es keine großen Ausfallzeiten. Der Haken: Flugzeuge müssten das Gebiet umfliegen. Das scheint bei der hohen Verkehrsdichte am europäischen Himmel und der Größe der Lenkdrachen-Parks nicht praktikabel. Das Modell ist derzeit noch in der Erprobungsphase. Quelle: PR
Bläst der Wind, dreht sich der Ballon um die eigene Sache und treibt den Rotor an Quelle: PR
Die Windhelix eignet sich für große Eigenheime Quelle: PR
Diese Modell soll sich unauffällig in die Landschaft fügen- Quelle: PR

E-Bike-Mobility: Baut Parkturm für Zweiradstromer

Elektrofahrräder sind ein starker Mobilitätstrend – doch sie lassen sich bisher unterwegs nicht aufladen. Eine Lösung haben der Unternehmensberater Bernd Reutemann, 42, und der Ingenieur Patrick Bartsch, 44, mit dem 2009 gegründeten Startup E-Bike-Mobility in Markdorf am Bodensee entwickelt: einen geschlossenen Turm, in dem auf knapp 30 Quadratmeter Fläche 112 Fahrräder automatisch gestapelt werden.

Geladen werden die Räder kabellos per Induktion mit Strom von Solarzellen auf dem Dach. Drei der 80.000 bis 300.000 Euro teuren Türme hat das Startup schon an deutsche Kleinstädte verkauft. 2012 sollen es europaweit 24 Stück sein.

Pyua: Produziert Ökokleidung

Wenn Hemden, Hosen und Socken heute überhaupt recycelt werden, dann entstehen meist nur Filzmatten oder Aschenbecher daraus. Anders beim Kieler Outdoor-Label Pyua, das seit 2008 am Markt ist: Dessen Jacken, Hosen und Shirts bestehen aus wiederverwertetem Polyester des japanischen Textilrecyclers Teijin und aus Ökobaumwolle.

Pyua-Kunden können ihre abgetragenen Klamotten in spezielle Rückgabeboxen legen, die Gründer Timo Perschke in Modeläden aufgestellt hat. Pro Kleidungsstück werden dadurch 77 Prozent weniger CO2 ausgestoßen und 84 Prozent weniger Energie verbraucht.

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