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Karriere Auf Talentsuche im Netz

Die Jobsuche findet zunehmend im Netzt statt, Personalabteilungen kommen um aufwendige Karriere-Seiten nicht mehr herum. Eine Studie bescheinigt deutschen Firmen dabei grundsätzlich gute Arbeit, oftmals kommunizieren sie jedoch an den Bewerbern vorbei.

Wer heute Stellen sucht, der sucht im Netz. Die Karriere-Seiten von Unternehmen sind zwar attraktiv, doch versäumen Firmen es oftmals ihre eigenen Vorzüge herauszustellen. Quelle: obs

Sie könnte glatt das Ratgeber-Portal einer Arbeitsvermittlung sein. Die Bewerberakademie der Homepage des Energiekonzerns RWE bietet Bewerbern Tipps zu Präsentationstechniken, Strategien für den Einstellungstest und kostenlose E-Books über Themen, wie Konfliktmanagement, Rhetorik und Schlagfertigkeit. Von dem Angebot kann jeder profitieren – nicht nur Bewerber bei RWE, sondern auch bei anderen Unternehmen. „Das ist sehr professionell gemacht und geht weit über das hinaus, was von der Karriere-Homepage eines Unternehmens zu erwarten ist“, sagt Christian Berens, Geschäftsführer der Kölner Kommunikationsberatung NetFederation. Er muss es wissen. Denn seine Firma hat in einer Studie die Karriere-Seiten von 100 deutschen Unternehmen unter die Lupe genommen.

RWE landet dabei auf Platz 13. Die Studie attestiert deutschen Unternehmen generell ein gutes Vorgehen. Das sei gerade in Zeiten des Fachkräfte-Mangels wichtig, sagt Berens: „Ich kann allein schon für meine Branche, der IT und Kommunikation, sagen, dass es unheimlich schwer ist, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen“, sagt er. „Da sich mittlerweile alle Welt im Internet aufhält, und sich dort die Informationen holt, müssen sich die Arbeitgeber dort entsprechend in Szene setzen.“

Das sind Deutschlands beste Arbeitgeber 2012
Große UnternehmenIn der Kategorie „Große Unternehmen“ belegt der Personaldienstleister DIS AG den 3. Platz. Die Düsseldorfer gehören damit zu den vier deutschen Unternehmen mit über 500 Beschäftigten, die den Sprung unter die Top 25 der beliebtesten Arbeitgeber in Europa schafften. Die Firma wurde bereits 1967 gegründet. Mittlerweile gehören bundesweit über 160 Niederlassungen zum Unternehmen. Quelle: Pressebild
Neben Photovoltaikanlagen schafft der Solartechniker SMA Solar Technology sehr gute Arbeitsverhältnisse für seine Mitarbeiter. Das Unternehmen mit Sitz im hessischen in Niestetal belegt den 8. Platz. Aber auch ökonomisch läuft es für den Konzern besser als erwartet. Im vergangenen Quartal konnte SMA bei Umsatz und Gewinn kräftig zulegen und übertraf damit teilweise die Markterwartungen. Quelle: dpa
Mindestens 234.000 Kunden hat die Sparda-Bank München laut eigenem Bekunden. Und auch die rund 670 Mitarbeiter der Genossenschaftsbank scheinen sich wohlzufühlen. Immerhin schaffen es die Bayern auf Platz 15 der besten Arbeitgeber in der Kategorie „Große Unternehmen“ von Great Place to Work. Quelle: dpa
Und noch ein Preisträger kommt aus München. Die SBK-Siemens Betriebskrankenkasse belegt Platz 22 auf der Liste der besten Arbeitgeber. Quelle: Pressebild
Kleinere und mittlere Unternehmen Auch In der Kategorie KMU gehören vier deutsche Unternehmen zu den Top 50 der beliebtesten Arbeitgeber in Europa. Auf Rang 3 schaffte es das IT-Beratungshaus Noventum Consulting aus Münster. Quelle: Pressebild
Ebenfalls noch in der Top 10 der Unternehmen mit besonders hoher Arbeitsplatz- und Arbeitgeberattraktivität ist der Personaldienstleister Atrias Personalmanagement (im Bild Geschäftsführer Ziegler, l., und CEO Blersch). Die Hamburger belegen Platz 6 im Ranking des GPW-Instituts. Quelle: Pressebild
Platz 17 geht an die Lego GmbH aus Grasbrunn. Dort werden nicht nur Spielsachen produziert, die Kindern Freude bereiten. Auch die Beschäftigten scheinen Spaß an der Arbeit zu haben und sich bei ihrem Arbeitgeber wohl zu fühlen. Quelle: dpa

Die beste Karriere-Seite stammt laut Studie von der Otto Group. „Unsere Karriereseite ist das Herzstück unserer Bewerberkommunikation und somit das Tool, über das der Großteil der potenziellen Bewerber uns kennenlernt. Entsprechend wichtig ist dieses Portal für uns und für die Außenwahrnehmung unseres Unternehmens“, sagt Otto-Pressereferentin Jennifer Buchholz. Die Internetseite des Studienbesten ist übersichtlich gestaltet und unterteilt sich in Unterseiten für verschiedene Zielgruppen: Berufserfahrene, Berufseinsteiger, Studenten und Schüler. Es gibt eine prominent platzierte Suchmaske für die Stellensuche, Bewerbungstipps und Interviews, in denen sich Mitarbeiter vorstellen.

69 Prozent aller untersuchten Unternehmen setzen in ihrer Arbeitgeber-Kommunikation auf ihre Angestellten. So schreiben etwa Mitarbeiter des Chemieriesen Bayer (Platz 6) auf der Facebook-Karriereseite des Unternehmens einen Blog über ihren Arbeitsalltag und ihre Projekte. „Ich denke, es gibt keine besseren Fürsprecher für ein Unternehmen als die eigenen Mitarbeiter“, sagt NetFederation-Chef Christian Berens.

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