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Netzwirtschaft Deutsche Gründer erobern Asiens Märkte

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Deutsche Web-Start-ups in Asiens Metropolen

Die besten Standorte für Startups
Platz 17: Berlin Quelle: dpa
Platz 10: Moskau Quelle: dpa
Platz 9: Bangalore Quelle: Reuters
Platz 8: Sao Paulo Quelle: Reuters
Platz 7: Singapur
Platz 6: Los Angeles Quelle: AP
Platz 5: Tel Aviv Quelle: Reuters

Die Werbefilme sind seit wenigen Wochen auf Fernsehsendern in Thailand, auf den Philippinen und in Indonesien zu sehen. In einem der Spots läuft eine junge Asiatin durch ihre spartanisch eingerichtete Wohnung. Klick für Klick füllt sie die Räume mit Flachbildfernsehern, Vorhängen, Stehlampen und Küchenutensilien. "Produkte, die zu deinem Lifestyle passen", sagt eine Stimme aus dem Off. Die Werbefigur aus der Fernsehreklame steht für die Hauptzielgruppe der Online-Händler: eine immer größer werdende Mittelschicht in Asien, die jung und konsumfreudig ist und neuen Internetdiensten extrem aufgeschlossen gegenüber steht.

Deutsche Internetunternehmen sehen in dem Markt große Aussichten: Eine Vielzahl von Web-Startups, die vorwiegend aus Berlin stammen, haben sich jüngst in Asiens Metropolen angesiedelt. Der Online-Werbedienst Meetrics verkündete Ende Januar die Gründung seiner Asien-Niederlassung in Bangkok. Hitfox, ein Spezialist für die Distribution von Browser- und Handy-Spielen, eröffnete Ende vergangenen Jahres seine Asien-Niederlassung in der koreanischen Hauptstadt Seoul. Firmengründer und Geschäftsführer Jan Beckers sieht im Asien-Pazifik-Raum einen der wichtigsten Wachstumstreiber für sein Unternehmen.

Diese Unternehmen wachsen am schnellsten
Die Unternehmensberatung Deloitte zeichnet regelmäßig die 50 am schnellsten wachsenden Technologie-Unternehmen aus. Die Prämierten feierten diese Woche in Berlin – eine Auswahl der Firmen stellen wir auf den folgenden Seiten kurz vor. Berücksichtigt werden in der ersten Kategorie Unternehmen, die mindestens fünf Jahre auf dem Markt existieren. Dennoch: Da kleine Firmen tendenziell schneller wachsen können als große, gibt es auch in dieser Liste viele unbekannte Namen. Quelle: Presse
Kategorie Technology Fast 50David Zimmer, Gründer der inexio Informationstechnologie und Telekommunikation KGaA, hat schon im September für Schlagzeilen gesorgt als er zum Entrepreneur des Jahres in der Kategorie Start-up von Ernst&Young gekürt wurde. Die Firma, versorgt entlegene Dörfer mit schnellen Internetanschlüssen und hatte es In den Jahren 2009 und 2010 hatte in die Kategorie „Rising Star“ geschafft. Dieses Jahr stieg inexio in die Kategorie der „erwachsenen“ Technologieunternehmen ein und erreichte den ersten Platz. Der Umsatz kletterte in den vergangenen fünf Geschäftsjahren um sagenhafte 6.215,77 Prozent. Inexio hat seinen Sitz in Saarlouis und beschäftigt rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Quelle: dpa
Kategorie Technology Fast 50Die BIG Medienversorgung hat sich darauf spezialisiert, ältere Wohnungen mit schnellen Datenverbindungen auszurüsten. So hat das Unternehmen etwa 2360 Wohnungen in Rhein-Erft-Kreis mit Glasfaser-Satelitten-Technik ausgestattet. Als eine Alternative zum klassischen Kabelnetzbetreiber erzielte BIG in den letzten fünf Jahren eine Umsatzwachstumsrate von 2.623 Prozent und kam damit auf zweiter Platz der Fast 50. Quelle: dpa
Kategorie Technology Fast 50Die Dresdner ventury GmbH plant und baut Biogasanlagen. Das Fünf-Jahres-Wachstum: 1720 Prozent. Derzeit treibt die Firma neue Entwicklungen in der Biogas-Technik im Bündnis „Chemnitz FutureGas“ mit Partnerfirmen und Forschungseinrichtungen aus der Region voran. Das Vorhaben wird aus dem Haushalt des Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Quelle: Presse
Kategorie Technology Fast 50Das Unternehmen Flagbit hat es auf den vierten Platz der kontinuierlich wachsenden Firmen geschafft. Das Bild zeigt eine Internetpräsenz, die der Webentwickler programmiert hat. Die 5-Jahres-Wachstumsrate von Flagbit beträgt stolze 1590 Prozent. Die Internetagentur sitzt in Karlsruhe. Quelle: Screenshot
Kategorie Rising StarsDer Gewinner des Rising Stars Awards bietet branchenübergreifende Engineering-Services an. Die Technagon GmbH konzipiert, entwickelt und produziert mechatronische und elektromechanische Baugruppen, Geräte und Systemlösungen nach sogenannten „private label design and manufacturing“. Das Unternehmen mit Sitz im bayerischen Wald unterstützt mit einem Stipendienprogramm Studierende der Studiengänge Elektrotechnik, Maschinenbau und Mechatronik. Quelle: dapd
Saskia Biskup hat im Jahr 2009 zusammen mit Dirk Biskup die CeGaT GmbH gegründet, einen Anbieter mittelständischer Dienstleister im Bereich Biotechnologie. Mit der Entwicklung sogenannter Diagnostik-Panels in ihrem Tübinger Labor ist es möglich, sämtliche für eine Krankheit in Betracht kommende Gene gleichzeitig zu entschlüsseln und auf bestimmte Krankheitsbilder hin zu untersuchen. Das Unternehmen hat im Jahr 2011 schon den Deutschen Gründerpreis gewonnen. CeGaT versorgt Ärzte, Kliniken und Forschungseinrichtungen. Bereits im ersten Geschäftsjahr wurde ein Umsatz von knapp einer Millionen Euro erreicht. Quelle: Presse

Auch Delivery Hero, ein in Berlin ansässiger Online-Service für Nahrungsmittel, startete in den vergangenen Monaten Ableger in Korea und China. Sowohl Hitfox als auch Delivery Hero gehören zum Reich des Berliner Startup-Inkubators Team Europe, der bei der Gründung neuer Internetfirmen als einer der wichtigsten Konkurrenten von Rocket Internet gilt.

Bei dem Kampf um neue Märkte in Asien gehen sich die beiden Gründer-Schmieden aber noch aus dem Weg: So konzentriert sich Rocket Internet bislang hauptsächlich auf Südostasien. Neben dem Amazon-Klon Lazada hat das Unternehmen dort auch den Online-Mode-Shop Zalora gestartet, der an das deutsche Pendant Zalando angelehnt ist und unter anderem in Singapur, Malaysia, Thailand und Vietnam aktiv ist.

Mit Foodpanda hat Rocket Internet so wie Konkurrent Team Europe auch ein Portal für Essensbestellungen im Portfolio. Das Unternehmen ist vergangenes Jahr in Südostasien gestartet und derzeit in acht Ländern der Region tätig. "In der Hälfte der Länder haben wir die lokale Konkurrenz bereits überholt und sind dort mittlerweile Marktführer", sagt Ralf Wenzel, Geschäftsführer von Foodpanda. Sein Unternehmen vermittelt Essensbestellungen, die über das Portal eingehen, an lokale Restaurants und Fast-Food-Ketten, die über keinen eigenen Online-Bestellservice verfügen. "Wir ermöglichen es den Restaurants so, neue Kunden anzusprechen", sagt Wenzel. "Im Schnitt können sie ihren Umsatz mit unserer Hilfe um zehn bis 50 Prozent steigern. Für einige Restaurants sind die Bestellungen über Foodpanda sogar lebensnotwendig geworden."

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