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Neue Business Angels Alle Menschen werden... Investoren!

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Investieren mit dem gewissen Extra

Dabei kann der Austausch zwischen Business Angels und Gründern gerade zu Beginn sehr eng sein, was für viele Investoren auch den Reiz ausmacht. In manchen Fällen wird das Investment zu einer Mischform aus Anlage und Hobby: Start-up-Beratung statt Segeljacht, Gründergespräche statt Golfclub.

Die Netzwerke versuchen dabei alle für sich, ihren Ansatz als einen ganz besonderen zu vermarkten. In Wiesbaden ist es die regionale Nähe – aktuell setzt sich der Verein stadtpolitisch für den Aufbau eines großen Gründerzentrums ein. Bei Companisto ist digital eine Art internes Linkedin entstanden, über die Start-ups nach Expertise fahnden können. Wiwin wirbt mit dem geprüften Zugang zu wirklich nachhaltigen Investments. „Es ist nicht einfach für Privatinvestoren, sich an Start-ups zu beteiligen, die wirklich grün sind – und nicht nur grün angestrichen“, sagt Gunter Greiner, Head of Portfolio Management bei Wiwin.

Gelegenheiten für die oberen zehn Prozent

Ihr Geld verdienen die Investmentvermittler über Mitgliedsgebühren oder Provisionszahlungen bei erfolgreichen Beteiligungen. Companisto etwa verlangt von den Investoren 10 Prozent von den Gewinnen, die sie mit einem Start-up machen. Die Portale und Netzwerke betonen: Sie wählen sorgfältig aus, wer die Gelegenheit zu Investitionen erhält. Denn die Beteiligung ist hochriskant. Schafft es ein Start-up nicht –und statistisch ist das die klare Mehrheit – ist auch das eingesetzte Kapital in aller Regel verloren. „Man sollte immer nur einen Teil seines Vermögens einsetzen und niemals die Altersvorsorge“, empfiehlt BAND-Vorstand Kirchhof. Companisto rät auf seiner Webseite dazu, „nicht mehr als zehn Prozent des freiverfügbaren Vermögens in Wagniskapital anzulegen“.


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Dennoch: Die Zahl derer, die sowohl Kapital als auch Interesse mitbringen, dürfte groß sein. „Wir wollen in einer Gegend, in der viel Kapital da ist, die Schwelle zum Investieren etwas senken“, sagt der Wiesbadener Helfrich. Er berichtet etwa vom Forschungsleiter eines Mittelständlers aus der Region. Etwa 25.000 Euro, so der Interessent, könne er jedes Jahr in Start-ups investieren – und zugleich noch mit Einblicken aus der Industrie helfen. „Genau solche Leute suchen wir“, sagt Helfrich. „Start-up-Finanzierung wird nicht zum Mainstream werden, aber bei den Menschen, die es sich leisten könnten, könnte es üblicher werden.“

Mehr zum Thema: So ziehen Gründer die richtigen Lehren nach dem Scheitern

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