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Selbstständigkeit Die Deutschen gründen weniger

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Die Zahl der Unternehmensgründungen in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2018 zurückgegangen. Zugleich sank aber auch die Zahl der Unternehmensaufgaben.

Der rückläufige Trend bei gewerblichen Existenzgründungen hält an: Im ersten Halbjahr 2018 wurden 142.300 Gewerbe als Existenzgründungen angemeldet. Das entspricht einem Rückgang um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (147.400). Zugleich ist zwar auch die Zahl der Unternehmensaufgaben gesunken; von 151.100 im ersten Halbjahr 2017 auf nun 147.100. Dennoch bleibt durch die geringe Zahl der Neugründungen der sogenannte Gründungssaldo der Bundesrepublik negativ. Dies geht aus einer aktuellen Erhebung des Instituts für Mittelstandforschung (IfM) Bonn hervor, die der WirtschaftsWoche vorab vorliegt.

Grund für die Entwicklung ist vor allem die gute Lage am deutschen Arbeitsmarkt: „Da qualifizierte Erwerbstätige ausreichend freie attraktive Stellen finden, ziehen sie diese einer Eigenständigkeit mit all ihren Risiken vor“, erklärt Friederike Welter vom IfM Bonn. „Inwieweit sich diese Entwicklung angesichts der zunehmenden globalen Handelsdivergenzen ändern wird, bleibt abzuwarten“.

Damit setzt sich ein Trend fort. Denn im langjährigen Vergleich zeigt sich, dass die Zahl der Selbstständigen zwischen 2011 und 2017 um 3,8 Prozent gesunken ist. Betrachtet werden in der IfM-Statistik hierbei alle Wirtschaftszweige, außer Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im gleichen Zeitraum um 7,4 Prozent.

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