Startup der Woche

Durchblick im Dokumentendschungel

Jens Tönnesmann Freier Mitarbeiter

Zahlungserinnerungen, Mahnungen, Vorladungen – Frank Thelen hat viele dieser unangenehmen Briefe bekommen. Nicht, weil er seine Rechnungen nicht bezahlen konnte.

Gründer stellen sich vor: Smarchive

Der Seriengründer hat spätestens seit dem Verkauf seines Online-Fotoservices IPLabs an Fujifilm vor vier Jahren keine Geldsorgen mehr. Schuld sei seine „komplette Unordnung“, sagt der 37-Jährige. Ein Problem, das viele Menschen kennen – und das Thelen nach eigenen Worten auf die Idee zu Doo brachte: Eine Internet-App, die Dokumente scannt, von der Festplatte lädt und aus Emails importiert, verschlagwortet, sortiert und übersichtlich darstellt. Wer Doo nutzt, soll seine Rechnungen und Verträge sicher speichern, sie jederzeit vom Smartphone, Tablet oder PC abrufen können und so keine Frist mehr verpassen. 

Ein Gigabyte Speicher kostenlos

Konkurrenten wie Smarchive bieten zwar schon ähnliche Angebote, doch das schreckt  Thelen und seine Mitgründer Marc Sieberger und Alex Koch nicht. „Wir wollen weltweit führend werden“, sagt der 37-jährige Thelen. Dazu hat das Trio zehn Millionen Dollar Startkapital von bekannten Geldgebern wie Xing-Gründer Lars Hinrichs eingesammelt, ohne dass am Anfang große Umsätze zu erwarten sind. Denn um möglichst schnell zu wachsen, soll Doo mit einem Gigabyte Speicher kostenlos sein – genug, um etwa 2000 Dokumente abzulegen. Nur wer mehr speichern will, muss zahlen. „Wer es einmal schätzen gelernt hat, verzichtet nicht mehr darauf“, hofft Thelen.

In Arbeit
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Aktuell befindet sich das Produkt allerdings noch in der Testphase. Mehr als 40 Mitarbeiter tüfteln daran, es noch benutzerfreundlicher zu machen. „Weil unsere erstes Version nicht gut genug war haben wir vor vier Monaten den Kopf eingezogen und noch mal fast von vorne angefangen“, sagt Thelen, „das war extrem schmerzhaft.“ Im Juni präsentierte Thelen Doo auf der founders Konferenz an der Technologiebörse Nasdaq, Anfang Oktober stellte das Startup aus Bonn seinen Testnutzern die neueste Version seiner Plattform vor. Noch in diesem Monat sollen die finale Version für Apples Betriebsystem OS X und Windows 8 und bis zum Jahresende Apps für iPhone und Android-Handys folgen.

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