Startup der Woche

MyParfuem zahlt Anteile an alle Mitarbeiter aus

Jens Tönnesmann Freier Mitarbeiter

Das Startup MyParfuem schreibt bereits schwarze Zahlen - und dafür sollen nun auch die Mitarbeiter belohnt werden. Es ist ein ungewöhnlicher Schritt.

Auf der Internetseite des Startups MyParfuem kann man seine ganz persönliche Duftnote kreieren Quelle: Presse

Es ist ein ungewöhnlicher Schritt: Der Berliner Gründer Matti Niebelschütz hat im Gespräch mit der WirtschaftsWoche angekündigt, den aktuellen und ehemaligen Beschäftigten seines Internet-Startups MyParfuem zehn Prozent seiner Anteile an dem Unternehmen zu schenken. „Die Mitarbeiter sind mit dem Unternehmen in der Anfangsphase durch dick und dünn gegangen“, sagt Niebelschütz, „jetzt will ich sie am Erfolg beteiligen.“

Vor vier Jahren hat Niebelschütz MyParfuem zusammen mit seinem Bruder Yannis gegründet. Die Geschäftsidee: Auf der Internetseite des Startups lassen sich individuelle Parfüms mischen – etwas später landet ein Flakon mit dem Wunsch-Duft im Briefkasten. Kostenpunkt: ab 40 Euro aufwärts.

Diesen Luxus gönnen sich die Deutschen
Platz 10: SchreibutensilienIm vergangenen Jahr kauften die Deutschen für 100 Millionen Euro Kugelschreiber, Füllfederhalter und andere Schreibutensilien. Wer nicht aufs Geld achten muss, kauft diese Produkte schon Mal gerne bei Montblanc. Der Füller 149 Fountain Pen Black and Gold etwa kostet rund 200 Euro. Quelle: dpa
Platz 9: MusikinstrumenteAuch für ihre musikalischen Hobbies greifen die Deutschen tief in Tasche. Für 100 Millionen Euro wurden 2011 Klaviere, Gitarren, Flöten und andere Instrumente gekauft. Quelle: dpa
Platz 8: Interior800 Millionen Euro war den Deutschen 2011 die Inneneinrichtung ihrer vier Wände wert. Die Branche beschäftigt rund 8300 Mitarbeiter und exportierte Waren im Gesamtwert von weiteren 800 Millionen Euro ins Ausland. Quelle: obs
Platz 7: Audio/VideoNoch mehr Geld wurde in Audio- und Videosysteme investiert. 1,1 Millionen Euro war den Deutschen im vergangenen Jahr ein gutes Hör- und Seherlebnis in den eigenen vier Wänden wert. Quelle: gms
Platz 6: WeinEin vergleichsweise schnell vergängliches Luxusgut ist Wein. Man kauft ihn und trinkt ihn - irgendwann. Mancher Tropfen liegt aber auch schon Mal Jahre oder Jahrzehnte im Keller - und ist irgendwann sogar zu schade, um noch geöffnet zu werden. Die deutschen lagerten 2011 Wein im Wert von 1,1 Milliarden Euro in ihre Regale ein. Quelle: dpa
Platz 5: KunstWer nicht mehr weiß, wohin mit dem ganzen Geld, wendet sich früher oder später der Kunst zu. Für 1,4 Milliarden Euro kauften die Deutschen im vergangenen Jahr Gemälde oder Skulpturen. Käufer mit dem richtigen Riecher, steigerten damit ihr Vermögen zusätzlich. Quelle: dpa
Platz 4: ModeKleider machen Leute. Das sehen auch viele Deutsche so. 1,9 Milliarden Euro verdienten die Modehäuser des Landes an trendbewussten Kunden. Quelle: dpa

Optimistisch in die Zukunft

Knapp 50.000 Kunden hat das Startup nach eigenen Angaben schon beliefert, eine Million will es in den nächsten Jahren vor allem über TV-Werbung erreichen. Schon jetzt produziert MyParfuem laut Niebelschütz auf mehr als 1.000 Quadratmetern, vervielfacht seine Umsätze jährlich, hat kürzlich den 50. Mitarbeiter eingestellt und schreibt schwarze Zahlen.

Sollten die Gewinne ausgeschüttet werden, teilt Niebelschütz sie zukünftig mit rund 137 aktuellen und ehemaligen Mitstreitern. Sie sollen zwischen 0,01 und etwa einem halben Prozent Firmenanteile erhalten – je nachdem, wie viele Tage sie für das Unternehmen gearbeitet haben. Laut Niebelschütz haben die Anteilspakete einen Wert zwischen Tausend und einigen zehntausend Euro, was einer Bewertung des Unternehmens mit mehreren Millionen Euro entsprechen würde.

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Einen kleinen Haken hat die Sache allerdings: Ein Mitspracherecht in der Gesellschafterversammlung bekommen die neuen Anteilseigner nicht und auch versilbern lassen sich die Beteiligungen erst, wenn Niebelschütz selbst verkaufen sollte – und das hat der Gründer nicht vor.

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