Startup der Woche: Payleven

Millionen für den mobilen Kreditkartenleser

Oliver Voss
Oliver Voß Ehem. Redakteur Menschen der Wirtschaft Zur Kolumnen-Übersicht: @ovoss auf Twitter

Payleven ermöglicht Kleinunternehmen die Annahme von Kreditkarten – nötig ist dafür nur ein Smartphone. Das überzeugt auch Investoren: Das Startup erhält eine Millionensumme an frischem Kapital.

Quelle: Presse

Ob Handwerker, Pizza-Lieferdienst oder Ladenbesitzer: Konstantin Wolff will es ihnen allen möglich machen, einfach und günstig Kreditkartenzahlungen anzunehmen. Nötig dazu sind nur ein Smartphone und ein kleiner Aufsatz von Payleven. Das Startup kassiert dafür eine Gebühr von 2,75 Prozent, wegen dem Wegfall von Pauschalen ist das für Unternehmen trotzdem oft günstiger als die Kreditkartennutzung bisher. "Künftig könnte das auch große Unternehmen reizen", sagt Chef Alexander Zumdieck – doch primär zielt Payleven auf Firmen, die noch keine Kreditkartenzahlung anbieten. Mehr als tausend Kunden haben sie bereits, "unser Ziel sind mehrere zehntausend Händler", sagt Mitgründer Wolff.

Die besten Standorte für Startups
Platz 17: Berlin Quelle: dpa
Platz 10: Moskau Quelle: dpa
Platz 9: Bangalore Quelle: Reuters
Platz 8: Sao Paulo Quelle: Reuters
Platz 7: Singapur
Platz 6: Los Angeles Quelle: AP
Platz 5: Tel Aviv Quelle: Reuters

Großes Vorbild ist das US-Unternehmen Square von Twitter-Gründer Jack Dorsey, dass schon im Vorjahr zwei Millionen Nutzer meldete und inzwischen monatlich ein Zahlungsvolumen von fast einer Milliarde Dollar abwickelt. Auch hierzulande gibt es inzwischen verschiedene Wettbewerber, unter anderem iZettle, die Schweden kooperieren mit der Telekom.

Doch mit Rocket Internet, der Startup-Fabrik der Samwer-Brüder, hat Payleven einen mächtigen Investor im Rücken, nun hat sich das Unternehmen eine hohe einstellige Millionen Dollarsumme von einem weiteren Investor bekommen, der jedoch nicht genannt werden möchte.

Fakten zum Unternehmen

Im Vorjahr hatten sich ru.net, Holtzbrinck Ventures und New Enterprise Associates bereits mit einer zweistelligen Millionensumme an Payleven beteiligt. Wie andere Samwer-Projekte orientiert sich Payleven auch von Beginn an international. Schon jetzt ist das Startup in Großbritannien, den Niederlanden, Polen, Italien und Brasilien aktiv.

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Und noch einen Vorteil haben die Berliner gegenüber der Konkurrenz: Sie sind der einzige Anbieter in Deutschland, der demnächst auch Visa-Karten akzeptiert. Denn Visa besteht auf einer Abfrage der PIN-Nummer, das dafür nötige Zusatzgerät bringt Payleven demnächst in den Handel. Getestet wird das Gerät bereits seit Anfang November vom Taxiverband Berlin. Ursprünglich sollten die Geräte schon zum Jahreswechsel an weitere Kunden ausgeliefert werden, doch es gab einige Probleme die den Start verzögerten.

Update Auch die Konkurrenten iZettle und Sumup haben inzwischen einen Weg gefunden, Visa-Karten anzunehmen: Allerdings nicht per Kartenleser sondern über das Handy des Kunden, der dafür ein Smartphone benötigt. Der erhält vom Händler per SMS einen Link zu einer Website, auf der die Kartendaten eingegeben werden.

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