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Überraschende Studie Kann ein Katzenparasit uns zu besseren Unternehmern machen?

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Fördert Toxoplasma das Unternehmertum?

All das soll der Erreger beeinflussen, indem er die Produktion von Hormonen und Botenstoffen wie Testosteron oder Dopamin verändert. Das damit einhergehende riskantere Verhalten könnte nach Ansicht der Forscher dazu führen, dass auch die risikoreiche Tätigkeit der Unternehmensgründung häufiger angegangen wird. „Die Infektion könnte die Angst vor dem Scheitern lindern, die unternehmerische Tendenzen in Individuen oft hemmt“, schreiben die Autoren. Toxoplasma könnte Menschen also ins Unternehmertum treiben – wie die Maus zum Katzenurin.

Um diese Idee zu testen, untersuchten die Autoren zunächst, ob mit Toxoplasma infizierte Studenten eher zu einem unternehmerischen Studiengang neigen. Dazu nahmen sie Speichelproben von rund 1500 Studenten, um zu prüfen, ob sie mit dem Parasiten infiziert waren. Dann verglichen sie die jeweils gewählten Hauptfächer zwischen Trägern und Nicht-Trägern des Erregers.

Das Ergebnis: Mit dem Erreger infizierte Teilnehmer waren mit größerer Wahrscheinlichkeit Wirtschaftsstudenten. Und innerhalb der Wirtschaftsstudenten lag die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihren Schwerpunkt auf „Management und Unternehmertum“ gelegt hatten, um 1,7 mal höher als für andere Spezialisierungen. In einem zweiten Schritt untersuchten die Forscher Teilnehmer bei einem Unternehmerkongress. Auch hier konnten sie Belege für ihre These finden: Die Wahrscheinlichkeit, dass einer der Teilnehmer erfolgreich ein Unternehmen gegründet hatte, war für Infizierte 1,8 mal größer als für Nicht-Infizierte.

Außerdem betrachteten Stefanie Johnson und ihre Kollegen weltweite Bevölkerungs- und Infektionsdaten. Auch hier zeigte sich dasselbe Muster: In Ländern mit höheren Infektionsraten hatte die Bevölkerung eine größere Neigung, ein Unternehmen zu gründen. Und es gab weniger Menschen, die Angst vor dem Scheitern als Hinderungsgrund nannten. Zumindest ein Zusammenhang zwischen einer Toxoplasma-Infektion und einem Hang zum Unternehmertum lässt sich aus der Untersuchung also erkennen. Bei monokausalen Erklärungen für eine Eigenschaft mit so vielfältigen Ursachen ist aber Vorsicht geboten. Korrelation ist nicht Kausalität.

Vielleicht sind risikobereitere Menschen gleichzeitig unternehmerischer und neigen stärker zum Verzehr von rohem Fleisch, was die Infektionswahrscheinlichkeit erhöht. Auch ein dritter, hier nicht untersuchter Faktor könnte eine Verbindung zwischen den Beobachtungen herstellen. Oder die Erkenntnisse sind ein statistischer Ausreißer.

Schon heute schlucken manche Jungunternehmer in winzigen Mengen LSD, um kreativer zu sein. Andere Gründer schwören auf den Fertigdrink Soylent, der die Nahrungsaufnahme effizienter gestalten soll. Da wirkt der beherzte Griff ins Katzenstreu ja gar nicht mehr so weit entfernt.

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