Viele kleine Portale Online-Jobbörsen richtig nutzen

Klein, unbekannt, spezialisiert – abseits der Marktführer Monster und Stepstone haben sich viele Online-Jobbörsen auf einzelne Branchen oder Berufe spezialisiert. Aber wie finden Arbeitnehmer das passende Portal?

Zehn Tipps zum Umgang mit Karriereportalen
Mann betrachtet Lebenslauf Quelle: gms
Mann denkt nach Quelle: Fotolia
Frau schaut in die Ferne Quelle: Fotolia
Viele Menschen im Kreis Quelle: Fotolia
Was sind meine kurzfristigen Ziele?Welche Ziele wollen Sie innerhalb der nächsten Monate erreichen? Hauptsache erst einmal nur Geld verdienen? Steht vielleicht ein Umzug an? Quelle: dpa/dpaweb
Und wie sieht meine langfristige Zukunft aus?Fragen Sie sich, was Sie wirklich im Leben erreichen wollen. Welchen Stellenwert darf Ihr Job in Ihrem Leben einnehmen? Wie sieht es zum Beispiel mit der Familienplanung aus? Quelle: dpa
Ziellinie Quelle: Fotolia

Doreen Feldkamp ist jung, gut ausgebildet und sucht einen Job. Die 27-Jährige studierte BWL in Lüneburg und Cambridge, nun schaut sie nach einer Stelle im Marketing oder Vertrieb – und zwar vor allem auf Absolventa.de.

Die Stellenbörse richtet sich ausschließlich an Berufseinsteiger, Praktikanten und Trainees. Genau richtig für Feldkamp, die am liebsten bei einem Konsumgüterriesen wie Henkel oder L’Oréal anheuern würde.

Bewerbungen laufen heute digital. Etwa 60 Prozent der Deutschen nutzen die Jobportale bei der Stellensuche, und das Angebot ist riesig. Mehr als 1800 Onlinebörsen gibt es hierzulande. Die größten und bekanntesten sind Monster, Stepstone und der Stellenmarkt der Arbeitsagentur mit mehr als 57.000 Angeboten. Doch fernab der Marktführer haben sich inzwischen zahlreiche Portale auf einzelne Bereiche spezialisiert. Aus gutem Grund: Dort seien "die Angebote besser auf die Bewerber zugeschnitten", sagt Gerhard Kenk von Crosspro.

Spezialbörsen gewinnen

Das Unternehmen befragt seit fünf Jahren Arbeitnehmer nach den besten Jobbörsen. Und inzwischen zeigt sich: Die Sieger sind längst nicht immer die größten Anbieter. Der Trend gehe stattdessen in Richtung Spezialbörse. "Die Portale werden immer kleinteiliger und fragmentierter", sagt Kenk.

Sechs Tipps für Jobsucher

Bei der letzten Umfrage siegten Hotelcareer, Yourfirm und Jobvector. Das Gastronomieportal Hotelcareer bietet 10.000 Stellen im Bereich Hotel, Gastronomie und Tourismus. Yourfirm vermittelt ausschließlich Fach- und Führungskräfte an den Mittelstand. Und Jobvector bietet die passenden Jobs für Naturwissenschaftler und Ingenieure.

Spezialisierungen gibt es aber auch im Hinblick auf gewünschte Arbeitgeber, Wohnort, oder Position. Jobstairs konzentriert sich nur auf Stellenangebote der 50 größten Unternehmen Deutschlands, Juwista richtet sich an Juristen, Greenjobs vermittelt an die alternativen Energien oder die Entwicklungshilfe.

Es ist schwer den Überblick zu behalten

Torsten Heissler, Chef der Jobbörsensuchmaschine Icjobs, rechnet damit, dass schon in wenigen Jahren nahezu jeder Arbeitsplatz über das Internet vermittelt wird. Kein anderes Medium stelle Jobsuchenden eine vergleichbar große und aktuelle Menge zur Verfügung. Doch dieser Boom kann zum Problem werden. Wie sollen Bewerber bei der Vielfalt den Überblick behalten?

Wichtig ist vor allem, dass sie sich schon vorher Gedanken über den Traumjob machen. Faustregel: Je präziser die Vorstellungen, desto einfacher die Suche. Dazu gehören Angaben zur Tätigkeit selbst, aber auch zu den Rahmenbedingungen wie dem Gehalt, einer Teil- oder Vollzeit-Stelle und dem gewünschten Arbeitsort.

In Arbeit
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Anschließend sollte der Bewerber Prioritäten setzen. Will er in seiner Heimatstadt arbeiten? Dann ist die Suche in regionalen Portalen wie Meinestadt.de sinnvoll. Zählt vor allem das Gehalt, bieten sich die Jobbörsen Experteer oder Jobware an, die auf Fach- und Führungskräfte spezialisiert sind. Ein eigener Suchfilter richtet sich nach der Höhe des gewünschten Einkommens.

Doch eines sollte Bewerbern klar sein: Die richtige Spezialbörse kann die Jobsuche zwar erheblich erleichtern, Schnelligkeit und Präzision sichern einen Wettbewerbsvorteil. Doch eine Jobgarantie bieten sie nicht.

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