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Vielversprechende Startups Diese 25 Gründer sollten Sie kennen

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Partys, Mathematik und Autoreifen

Jan Beckers mit Hitfox

Mit Feiern hat alles angefangen bei Jan Beckers. Während er BWL studierte, startete er eine Partyreihe. Danach gründete er mit Unterstützung von Team Europe Ventures wie am Fließband weiter, sein Motto: „Das nächste Start-up soll noch größer werden.“ Beckers’ jüngstes Projekt, gestartet 2011 mit Tim Koschella und Hanno Fichtner: Hitfox. Aktuell beschäftigt der Inkubator 230 Mitarbeiter und erzielte im vergangenen Jahr über 15 Millionen Euro Gewinn. Auch wenn Beckers nur noch selten Partys veranstaltet: Grund zum Feiern hätte er.

Maxim Nitsche mit Math 42

Maxim Nitsche ist zwar erst 19 Jahre alt, studiert noch Mathematik, Philosophie und Wirtschaft, aber ist schon Unternehmer – und will es bleiben. Mit seinem 17-jährigen Bruder Raphael hat er Math 42 entwickelt: Die App erklärt Mathelernern Rechenschritte, hilft mit Tipps und bietet ein integriertes Mathebuch. Inzwischen nutzen mehr als eine halbe Million Menschen das Miniprogramm, das bisher gratis ist. Aber Maxim Nitsche sucht den Kontakt zu Verlagen, um die App zu vermarkten, und zu Risikokapitalgebern, um sie auszubauen. „Raphael und ich haben so viele Ideen“, sagt der 19-Jährige, „Math 42 ist mit Sicherheit nicht unser letztes Projekt.“

Sebastian Kübler mit Taishan Invest

Sein erster Chinabesuch 2003 war Zufall – doch das Land beeindruckte den Mann vom Niederrhein so sehr, dass er 2007 in Peking sesshaft geworden ist. Dort hat Kübler den Risikokapitalgeber Taishan Invest mitgegründet, um Brücken zwischen der deutschen und der chinesischen Gründerszene zu bauen. Taishan sammelt Kapital bei etablierten Geldgebern in Europa und China ein und investiert in junge chinesische sowie deutsche Start-ups mit China-Bezug. So hat Taishan beispielsweise den Online-Händler Urbanara und den Premium-Discounter Lesara finanziert, die beide Produkte aus China beziehen.

Jess Erickson (links) Quelle: PR

Jess Erickson mit Geekettes

Als Jess Erickson (links im Bild) aus New York nach Berlin zog, fühlte sie sich wie eine Außenseiterin: „Es gab zwar eine lebendige Tech- und Gründerszene, aber fast ohne Frauen“, erinnert sich die 30-jährige US-Amerikanerin. Also gründete sie 2012 zusammen mit Denise Philipp die Geekettes – eine Plattform, die Gründerinnen von und Mitarbeiterinnen aus Tech-Firmen vernetzt und weiterbildet. Inzwischen zählt das Netzwerk 2000 Mitglieder und ist in sieben Städten aktiv. Zwar streben die Geekettes keinen Profit an, doch Erickson und Philipp können davon leben – dank Sponsoren wie der Deutschen Telekom. „Wenn mehr Frauen gründen und in die Entwicklung neuer Technologien involviert sind“, ist Erickson überzeugt, „werden Produkte und Unternehmen in Zukunft viel besser.“

Erik Heinelt mit Tirendo

Die Helden seiner Kindheit? Menschen, die Firmen gründen – in seiner Heimat Sachsen, in der Arbeitsplätze knapp sind. Also heuerte Erik Heinelt nach dem Studium beim Berliner Inkubator Rocket Internet an, der ihn nach Japan und Brasilien schickte, um Internet-Firmen mit aufzubauen. Anfang 2012 startete er mit Felix Vögtle sein eigenes Unternehmen: den Online-Reifenhändler Tirendo. Beim Start half Project A Ventures mit einem siebenstelligen Investment; ein gutes Jahr später beschäftigte es mehr als 100 Mitarbeiter. Das überzeugte den Wettbewerber Delticom, der Tirendo für 50 Millionen Euro übernahm – seit Ende 2013 ist Heinelt zwar nur noch Angestellter in seinem Start-up, gibt sein Wissen aber in Unikursen an potenzielle Gründer weiter.

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