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WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerb 2013 Großes Interesse an Boxcryptor wegen NSA-Schnüffeleien

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"Wir wollen den Durchbruch selbst schaffen!“

Die besten Standorte für Startups
Platz 17: Berlin Quelle: dpa
Platz 10: Moskau Quelle: dpa
Platz 9: Bangalore Quelle: Reuters
Platz 8: Sao Paulo Quelle: Reuters
Platz 7: Singapur
Platz 6: Los Angeles Quelle: AP
Platz 5: Tel Aviv Quelle: Reuters

Gabriel Yoran kann das nur bestätigen. Der 35-Jährige ist Gründer und Chef des Berliner Unternehmens Steganos, das seit 1997 Sicherheitssoftware vertreibt. Er wirbt inzwischen offensiv mit dem Label made in Germany. Das könnte auch Innovo Cloud tun: Das Startup aus Eschborn entwickelt sichere virtuelle Rechenzentren für Mittelständler. Abusix aus Karlsruhe will für mehr Sicherheit und weniger Spam in Netzwerken sorgen, Secucloud aus Hamburg entwickelt Systeme, die vor Cyber-Angriffen schützen sollen. Und Tutao aus Hannover bietet einen Dienst an, mit dem sich E-Mails verschlüsseln lassen.

Am Geld sollten diese Geschäftsideen derzeit eher nicht scheitern: „Auch Investoren haben das Thema IT-Sicherheit entdeckt“, sagt Ammar Alkassar. Der Kryptografie-Experte engagiert sich im Vorstand des deutschen IT-Sicherheitsverbands Teletrust und in der Exportinitiative IT-Security Made in Germany. Im Jahr 2000 gründete er das Unternehmen Sirrix. Es hat unter anderem eine Technologie entwickelt, mit der sich Festplatten von Notebooks verschlüsseln lassen. „Als wir gestartet sind, haben wir uns noch die Füße nach Geldgebern wundgelaufen“, sagt Alkassar. „Heute kriegen wir Investorenanfragen aus der ganzen Welt, und auch anderen jungen Unternehmen geht es so.“

Das war nicht immer so: Für Mario Grobholz etwa kam die NSA-Affäre etwas zu spät. Er hatte schon 2009 den Dienst Secureme gegründet, der Nutzern des sozialen Netzwerks Facebook beim Schutz ihrer Daten hilft. Eine nützliche Sache, die aber damals nicht ganz leicht zu verkaufen war – denn ein gutes Sicherheitsprodukt laufe eben unauffällig im Hintergrund und sei nicht besonders unterhaltsam, sagt Grobholz. Er und sein Mitgründer schlitterten knapp an der Insolvenz vorbei und verkauften Secureme dann an Avast, ein Prager IT-Unternehmen.

Gründer



Auch die Secomba-Gründer hätten ihr Startup versilbern können. Kaum gestartet erhielten sie eine Kaufofferte (siehe Gründertagebuch). Doch die beiden lehnten ab. „Keine leichte Entscheidung“, sagt Andrea Pfundmeier. „Aber wir wollen den Durchbruch selbst schaffen!“

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