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Gründerwettbewerb Studenten siegen mit Schokolade nach Maß

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Solche Erfolgsgeschichten inspirieren zahlreiche Gründer, beobachtet Torsten Oelke, der in seinem Buch „Stars des Internets“ erfolgreiche Web-Unternehmer wie Spreadshirt-Gründer Gadowski porträtiert hat. Was mit Textilien angefangen habe, probierten Startups heute auch mit Möbeln und anderen Konsumgütern aus.

Der Berliner Heiko Vogelgesang hat deswegen „Egoo“ ins Leben gerufen, ein Online-Magazin für personalisierbare Produkte, in dem er neue Anbieter vorstellt. „Jeden Monat kommen Unternehmen mit neuen, individualisierbaren Artikeln auf den Markt“, berichtet Vogelgesang. Von Tapeten bis Tee, Parfüm bis Pralinen, Lebkuchenherzen bis Likör ist alles dabei – sogar Fußmatten und USB-Sticks lassen sich über das Internet gestalten und werden kurz darauf vom Postboten geliefert.

Der Nutzen muss stimmen

Doch längst nicht alle Anbieter setzen sich durch. Einige Unternehmen geben wieder auf – etwa Mycornflakes, das Cornflake-Mischungen aus über 40 Zutaten im Angebot hatte. Auch der Online-Shop Cocktailbude, ein Spezialist für Wunschdrinks, wurde vor einigen Monaten geschlossen.

Ausgerechnet Spreadshirt-Gründer und Mymuesli-Investor Lukasz Gadowski traut vielen anderen Anbietern wenig Erfolg zu: „Wichtig ist in erster Linie, ob der Kunde von einem personalisierten Produkt wirklich profitiert – entweder, weil er es selber braucht, oder zumindest, weil er es gut verschenken kann“, sagt Gadowski. Schließlich sind die Artikel in der Regel um mindestens 20 bis 30 Prozent teurer als Einheitsartikel, dazu kommen Versandkosten und Lieferzeiten.

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    Keine Erfolgsgarantie

    „Aber bei vielen Produkten ist der Kundennutzen an den Haaren herbeigezogen“, sagt Gadowski. „Was bringt zum Beispiel Sprudelwasser mit individualisierten Etiketten meiner Firma – außer, dass es meine Marke verwässert?“

    Und selbst wenn die Produkte nützlich sind, garantiert das aus Gadowskis Sicht nicht den Erfolg: „Viele Kunden probieren gerne mal etwas aus“, sagt Gadowski, „aber entscheidend ist, ob sie ein zweites Mal bestellen.“ Bei Skiern oder Parfüms sei das unwahrscheinlich, denn die halten eine Weile – T-Shirts könne man dagegen nie genug haben. Und eine Schachtel Müsli sei auch schnell leer.

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