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Anstieg TH Aachen warb 2011 die meisten Drittmittel ein

Die Technische Hochschule Aachen hat 2011 die meisten Drittmittel eingeworben. Die Universität organisierte - ohne ihre medizinischen Einrichtungen - knapp 231 Millionen Euro.

US-Militär zahlt Millionen an deutsche Unis
Die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) ist eine der 22 deutschen Hochschulen und Forschungsinstitute, die Förderungen aus dem Haushalt des US-Verteidigungsministeriums erhalten haben soll. Die Höhe der Förderungen sollen sich bei zwei Projekten auf 206.000 Euro und bei einem weiteren auf knapp 100.000 Euro belaufen haben. Die 1472 gegründete Hochschule zählt zu den renommiertesten Universitäten Deutschlands. Quelle: dapd
Die Technische Universität in Garching bei München (TUM) hat Anfang dieses Jahres rund 88.299 Euro für ihre Forschung vom amerikanischen Militär erhalten. Gelder flossen bei den Aufträgen für deutsche Unis offensichtlich auch an Einrichtungen, die sich durch eine Zivilklausel zur friedlichen Forschung verpflichtet haben. Die TUM hat keine solche Klausel. Die Hochschule ist in den vergangenen Jahren mehrfach für ihre Lehre ausgezeichnet worden. Besonders in Fächern wie Informatik, Elektrotechnik, Maschinenbau und Betriebswirtschaftslehre gehört sie zu den besten Deutschlands. Quelle: dpa
Mit rund 70.000 Euro soll die Philipps-Universität-Marburg 2010 vom amerikanischen Verteidigungsministerium gefördert worden sein. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf den Fachbereichen Medizin, Chemie und Psychologie. Die Hochschule wurde 1527 gegründet, gehört zu den ältesten Universitäten der Welt und gilt als sehr drittmittelstark. Quelle: dpa
Beim Thema Fördermittel aus dem US-Haushalt gibt sich die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen zugeknöpft. Auch sie findet sich auf der Liste, will aber keine Angaben machen über Anzahl der Projekte oder Höhe der Gelder. Im Bild der Kaiserdom in Aachen. Quelle: dpa
Berühmt ist die Stadt Bayreuth nicht nur für das Markgräfliche Opernhaus, sondern auch für ihre 1975 gegründete Universität. Diese gehört ebenfalls zu den 22 Hochschulen, die fürs US-Militär geforscht haben sollen. Die Universität Bayreuth soll Förderungen des Verteidigungsministeriums in Höhe von 107.000 Euro erhalten haben. Das geförderte Projekt läuft nach Medienberichten seit 2009. Quelle: dpa
Auch die Technische Universität Ilmenau soll laut Recherchen des Norddeutschen Rundfunks (NDR) und der „Süddeutschen Zeitung“ für das amerikanische Militär geforscht haben. Die Förderungen sollen sich auf rund 300.000 Euro belaufen. Das erste Projekt, dessen Inhalt nicht bekannt ist, wurde bereits vor zehn Jahren gefördert. Das zweite Projekt in 2009. Die Thüringer Universität legt ihren Schwerpunkte auf Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften. Quelle: dpa/dpaweb
Die Ruhr-Universität in Bochum soll für ein Forschungsprojekt 2010 rund 108.000 Euro erhalten haben. Mit rund 40.000 Studenten gehört die Hochschule Bochum zu den größten in Deutschland. Sie hat einen Jahresetat von rund 470 Millionen Euro und gilt als besonders forschungsstark. Quelle: dpa

Im Jahr 2011 warb eine Professorin beziehungsweise ein Professor an deutschen Universitäten (ohne medizinische Einrichtungen/Gesundheitswissenschaften) im Durchschnitt Drittmittel in Höhe von 232.300 Euro ein. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das 5,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt wurden 231 Millionen Euro eingeworben - die Hochschule Aachen war am erfolgreichsten. Danach folgten die TU München (213 Millionen Euro) und die TU Dresden (167 Millionen Euro).

Insgesamt legten die Drittmitteleinnahmen im Jahr 2011 zu, wie das Amt am Dienstag mitteilte. Unter Drittmitteln verstehen die Statistiker alle Einnahmen, die zusätzlich zum regulären Hochschulhaushalt in die Kassen fließen - etwa Geld für Forschungsaufträge. „In anderen Hochschularten waren die durchschnittlichen Drittmitteleinnahmen niedriger“, hieß es aus Wiesbaden. An den Fachhochschulen betrugen sie 25 500 Euro pro Professor (plus 10,3 Prozent), an den Kunsthochschulen 14 200 Euro (plus 5,6 Prozent).

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Von den insgesamt 5,9 Milliarden Euro, die von den Universitäten (einschließlich medizinische Einrichtungen) eingeworben wurden, entfielen 26,2 Prozent auf die medizinischen Einrichtungen. Nach Fächergruppen betrachtet bezogen Universitätsprofessorinnen und -professoren der Ingenieurwissenschaften die höchsten Drittmitteleinnahmen. An zweiter Stelle folgten die Universitätsprofessorinnen und -professoren der Humanmedizin (ohne Gesundheitswissenschaften) mit Einnahmen in Höhe von 534.000 Euro. Mit 111 000 Euro waren die Drittmitteleinnahmen je Universitätsprofessorin/-professor in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften deutlich niedriger. In den Sprach- und Kulturwissenschaften warben die Professorinnen und Professoren durchschnittlich 105 500 Euro ein.

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