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Die besten Studenten von heute sind Deutschlands Standortvorteil von morgen. Ihren Karrierestart will die WirtschaftsWoche jetzt besonders fördern. Quelle: imago images

Nur die Entscheidungsträger von morgen können uns retten

Die besten Studenten von heute sind Deutschlands Standortvorteil von morgen. Ihren Karrierestart will die WirtschaftsWoche jetzt besonders fördern.

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Das Land braucht dringend frische Problemlöser. Einen anderen Schluss lassen die vergangenen Tage nicht zu. Da stand Berlins Polit-Establishment plötzlich nackt im Cyberspace. Reihenweise waren dessen Konten in den sozialen Medien gehackt worden. Egal, ob Familienfotos, Handynummern oder Chattexte, nicht nur die Einzelteile der Privatsphäre von Grünen-Chef Robert Habeck lagen in aller Öffentlichkeit herum. Nur die der AfD-Mitglieder nicht. Das konnte kein Zufall sein. Da musste eine ganz große und böse Macht dahinterstecken, die in einem großen Haus mit großen Zwiebeltürmen wohnt, mutmaßten die Russlandkenner einer Boulevard-Redaktion.

Doch es war nicht Wladimir Putin, sondern ein 20-jähriger Bubi, der hinter dem Rücken seiner Eltern eine ganze Nation verunsicherte – und als bedingt abwehrbereit entlarvte. Willkommen am Standort Deutschland! Willkommen im digitalen Entwicklungsland!

Man will sich gar nicht vorstellen, was professionelle Hacker noch alles anstellen, wenn die Republik nicht bald im neuen Zeitalter ankommt. Bis zum Erbrechen wurde das in den letzten Jahren angemahnt. Passiert ist wenig. Zwar predigen inzwischen alle brav die Vorzüge der Digitalisierung, doch wie verletzbar sie uns gleichzeitig macht, verdrängen noch zu viele.

Retten kann uns wohl nur die nächste Generation Entscheidungsträger. Frische Problemlöser eben, die heute noch studieren und morgen den Wirtschaftsstandort Deutschland weiterbringen. Digital affin, mit innovativen Ideen und dem richtigen Verständnis für Chancen und Gefahren. Fähig, das Undenkbare zu denken, denn das Denkbare übernehmen künftig die Maschinen. Ökonomen nennen das gerne den Faktor Humankapital, definiert als „personengebundene Wissensbestandteile in den Köpfen der Mitarbeiter“.

Den Karrierestart der besten Köpfe in VWL und BWL will das Team der WirtschaftsWoche nun kräftig unterstützen. Eine prominent besetzte Jury zeichnet dieses Jahr erstmals die besten Master-Arbeiten in der DACH-Region aus. Die WirtschaftsWoche sucht den Supermaster 2019.

Vielleicht wird ja irgendwann auch der Hackerbubi aus Mittelhessen zu den Preisträgern gehören. Sein Wissen über die Schwachstellen des Systems bringt die Gesellschaft jedenfalls weiter als das Unvermögen von Robert Habeck. Panisch seine Facebook- und Twitter-Konten zu löschen zeugt nicht unbedingt von Zukunftsfähigkeit.

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