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Bildungsmonitor Wirtschaftslobby kürt Sachsen als Bildungshochburg

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Starker Anstieg der Akademikerquote

Welche Jobs sich ohne Studium lohnen
Vorfeldmitarbeiter Quelle: dpa
Flugzeugführer Quelle: AP
Flugbegleiter Quelle: gms
Vorstandssekretäre Quelle: Fotolia
Fahrlehrer Quelle: dpa
Laborleiter Quelle: dpa
Verwaltungsfachangestellte Quelle: dpa

Insgesamt hätten die Bundesländer "beträchtliche" Fortschritte gemacht. Das machen die Ökonomen etwa an der Zahl der Hochschul-Absolventen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) fest. Sie habe sich seit 2000 fast verdoppelt und stieg von 57.500 auf 98.400. Auch der Anteil der Hochschulabsolventen stieg im selben Zeitraum von 16,9 auf 29,9 Prozent – somit macht beinahe jeder dritte Jugendliche in Deutschland einen akademischen Abschluss. Außerdem sei der Anteil der Schulabgänger ohne Abschluss zurückgegangen.

So zeige sich insgesamt eine "besonders starke Verbesserung in der Fachkräftesicherung", schreiben die Ökonomen in dem 260 Seiten starken Bericht.

Harsche Kritik übten die Forscher am Betreuungsgeld und bildungspolitischen Experimenten bei Schulformen, die Schüler zu  „Versuchsratten“ machen würden. Die Bundesländer sollten ein flächendeckendes Ganztagsschulangebot bieten, dass junge Kinder bereits ab dem ersten Lebensjahr besuchen sollten.

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Das Angebot habe sich zwar "erfreulich" weiterentwickelt - in den vergangenen fünf Jahren hat sich das Angebot an Kitas beinahe verdoppelt – dies sei allerdings immer noch zu wenig. „Wir benötigen ein flächendeckendes Angebot an Ganztagsschulen“, sagte Axel Plünnecke. Das käme besonders Alleinerziehenden aus armen Schichten zu Gute, so die Ökonomen: Deren Kinder hätten sonst geringe Chancen auf einen hohen Abschluss. Auch Kinder mit Migrationshintergrund würden von einem besseren Angebot an Spracherziehung profitieren. Zweifelhaft ist allerdings, ob ausgerechnet bildungsferne Haushalte ihre Kinder auf eine Ganztagsschule schicken. Denn immerhin: Ein Drittel der Mütter ohne Abschluss schicken ihr Kind nicht oder nur ein Jahr in den Kindergarten, bei Müttern mit Hochschulabschluss sind das elf Prozent. Und ein verpflichtendes Ganztagsschulangebot lehnen die Ökonomen ab.

Plünnecken plädierte außerdem dafür, Lehrer nicht mehr zu verbeamten und stattdessen nach Leistung zu bezahlen. So würde der Beruf wieder attraktiver für gut ausgebildete Spitzenkräfte.

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