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BWL-Ranking Die Promi-Absolventen der forschungsstärksten Unis

Die forschungsstärksten Unis sind die TU München, die Hochschule St. Gallen und die Wirtschaftsuniversität Wien. Quelle: imago images

Die Hochschule St. Gallen, die TU München und die Wirtschaftsuniversität Wien sind die forschungsstärksten Hochschulen im deutschsprachigen Raum. Welche Wirtschaftspromis dort studiert haben. Ein Überblick.

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Sie thronen weit oben in der Hierarchie des deutschen Finanzplatzes: Paul Achleitner, Georg Schaeffler und Ola Källenius. Die drei Wirtschafts-Promis verbindet nicht nur ihre Top-Position in DAX-Konzernen, sondern auch eine gemeinsame Station im Lebenslauf: Alle drei haben an der Hochschule St. Gallen (HSG) studiert.

Die Schweizer Universität hat die größte BWL-Fakultät im deutschsprachigen Raum – und laut aktuellem WiWo-Hochschulranking die forschungsstärksten Betriebswirte dazu. Doch die HSG beherbergt nicht nur exzellente Forscher.

Ein Blick auf die Absolventenliste zeigt: Zahlreiche Konzernlenker, Top-Manager und Gründer haben hier studiert. Und auch beim Zweitplatzierten im WiWo-Hochschulranking, der Technischen Universität München (TUM) sowie der Wirtschaftsuniversität Wien (WU), der drittstärksten BWL-Hochschule im deutschsprachigen Raum, mangelt es nicht an illustren Alumni.

HSG diplomiert die meisten Milliardäre Europas

Georg Schaeffler ist einer der reichsten Deutschen und hat an der Universität St. Gallen studiert. Das Vermögen des Wirtschaftsjuristen, Aufsichtsratsvorsitzenden und Gesellschafters des gleichnamigen Automobilzulieferers Schaeffler wird auf 21,7 Milliarden Dollar geschätzt.

Und er ist nicht der einzige Milliardär mit akademischen Weihen aus St. Gallen. Mit insgesamt zehn lebenden Milliardären, deren Vermögen sich auf fast 53 Milliarden Dollar beläuft, hat die HSG laut Forbes-Reichenliste so viele Milliardäre diplomiert wie keine andere europäische Universität. Darunter auch Peter Spuhler, CEO und Verwaltungsratspräsident des Schienenfahrzeugherstellers Stadler Rail Group. Das Vermögen des 61-Jährigen wird auf rund 2,3 Millionen Euro geschätzt.

Begonnen hat Spuhler sein Studium in St. Gallen 1980 – genau jenes Jahr, in dem Paul Achleitner, Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank, an der HSG seinen Abschluss erwarb. Der gebürtige Österreicher kontrolliert seit 2012 den Vorstand der Deutschen Bank und mischt als Aufsichtsratsmitglied auch in den DAX-Konzernen Bayer und Daimler mit. Bis heute ist Achleitner seiner Alma Mater verbunden: Er ist der Präsident der HSG-Stiftung, die unter anderem den Bau des neuen Learning Centers finanziert. 50 Millionen Euro soll der Neubau kosten, Geld fließt einzig über private Schenkungen – der gut vernetzte Bankmanager kann da vermutlich helfen.

Paul Achleitner ist Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank. Quelle: REUTERS

Auch der langjährige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank Josef Ackermann ist HSG-Absolvent und hat dort promoviert. „Mein Lieblingsprofessor war Hans Christoph Binswanger, der vor allem dafür bekannt ist, dass er Ökonomie und Ökologie zusammen gedacht hat“, sagt Ackermann. „Aber er hat ‎sich auch besonders mit der Rolle des Geldes in der Wirtschaft beschäftigt.“ 

Ackermann, der selbst aus der Ostschweiz stammt, hält bis heute engen Kontakt zu seiner Alma Mater, an der er auch seine Frau Pirkko kennenlernte. Er lehrte dort zeitweise als Dozent und wirkte über ein Jahrzehnt als Chairman für das renommierte „St.Gallen Symposium“, bei dem jährlich Top-Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft zusammenkommen. Heute ist er dort Ehrenvorsitzender. Zuletzt sponsorte er mit 3 Millionen Schweizer Franken (fast 2,8 Millionen Euro) die Einrichtung des Lehrstuhls „Business Economics and Public Policy“.

Josef Ackermann war bis 2012 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank. Quelle: dpa

UBS-Spitze mit HSG-Tradition

Neben der deutschen Bank holt sich auch das größte Geldhaus der Schweiz regelmäßig Talente bei den Ostschweizer Alumni. So hat die UBS Group Martin Blessing, acht Jahre lang Vorstandsvorsitzender der Commerzbank, 2016 in die Konzernleitung berufen.

Martin Blessing gehört zur Konzernspitze der UBS und war vorher Vorstandsvorsitzender der Commerzbank. Quelle: dpa

Abgelöst wurde Blessing drei Jahre später von einem weiteren Bankmanager mit akademischen Weihen aus St. Gallen: Axel Lehmann. Bis Februar 2021 leitet er das Inlandsgeschäft der größten Schweizer Bank noch. Dann nimmt Sabine Keller-Busse seinen Platz an der Spitze der UBS ein. Die 55-Jährige ist derzeit als COO fürs operative Geschäft des Vermögensverwalters tätig und – wenig überraschend – ebenfalls eine Absolventin aus St. Gallen.

Auch Daimler-Vorstandsvorsitzender Ola Källenius, Nestlè-CEO Mark Schneider, Hilti-Geschäftsführer Christoph Loos und Christoph Heusgen, ständiger Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen in New York, haben ihre Studentenzeit in der Ostschweiz verbracht.

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