WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen
Dammanns Jobtalk

Weckruf für die Chefetage

Seite 2/4

Konzernlenker und Personaler aufgepasst: Es muss sich einiges ändern

Die globale Manager-Generation
Achimgaz Quelle: REUTERS
Kurt Bock - CEO BASF Quelle: Pressebild
Werner Wenning - CEO Bayer (2002-2010) Quelle: dpa
Marijn Dekkers - CEO Bayer Quelle: dpa
Jürgen Grossmann - CEO RWE (2007-2012) Quelle: dapd
Peter Terium - designierter CEO RWE Quelle: dapd
Thomas Quaas - CEO Beiersdorf (2005-2012) Quelle: AP

Fisch‘s Weckruf für einen Wandel im amerikanischen Bildungssystem erreichte über Youtube Millionen. Der Youtube-Clip ist aber auch ein Weckruf für alle Führungskräfte und Personaler in deutschen Unternehmen. Anders als bisher müssen sie auf strategischer und operativer Ebene zusammenarbeiten, um die richtige Basis für zukünftige Unternehmenserfolge zu schaffen. Denn mit dem Übergang vom Industrie- zum Wissenszeitalter ist der Mensch zum zentralen Erfolgsfaktor geworden. Viele Unternehmensstrategien spiegeln diese geänderte Bedeutung aber längst noch nicht wider, weder in der (globalen) Personalplanung, -entwicklung, noch in der Implementierung von Technologien, die es Führungskräften erlauben, auf die zur effektiven Mitarbeiterführung notwendigen Personaldaten schnell und unbürokratisch selbst zuzugreifen.

Gern geben wir uns vielmehr der Illusion hin, dass trotz radikal geänderter Rahmenbedingungen auch zukünftige Erfolge mit den bisherigen Mitteln garantiert werden können. Und so wird grundsätzlich viel zu wenig in den Personalbereich investiert, weil die strategische Bedeutung und der Mehrwert nicht klar erkannt werden, obwohl sich die Rolle der Personaler längst von der Serviceabteilung hin zum strategischen Mitgestalter des Unternehmenserfolges entwickelt hat.

Fakt ist: Bereits heute erwirtschaften die Unternehmen des Dax, MDax, TecDax und SDax zwei Drittel ihres Umsatzes mittlerweile im Ausland, mit steigender Tendenz. Vor 25 Jahren lag diese Quote gerade mal bei einem Drittel. Doch nur die wenigsten Unternehmen haben es in dieser Zeitspanne geschafft, ihre Belegschaften in ausreichender Breite im Denken, Handeln und in ihrer Talentbasis zu globalisieren. Viel zu häufig sind unsere Unternehmenskulturen und –strategien im Wesentlichen immer noch Deutsch geblieben.

Internationalität muss in den Unternehmen in die Breite getragen werden

Sicher: Wer heute in die Belegschaften vieler Dax-Konzerne schaut, findet meist eine bunte Mischung höchst unterschiedlicher Nationalitäten. Doch Personaler melden sich zu Recht immer häufiger zu Wort und stellen klar, dass der Nationalität in einer globalisierten Welt lediglich noch ein statistischer Wert zukommt. Vielmehr ist Internationalität zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil geworden, den Führungskräfte aller Unternehmenssparten und -ebenen jetzt in kürzester Zeit ausspielen müssen, wollen wir verhindern, dass die Unternehmen insgesamt den Anschluss verlieren.

Egal, ob in Forschung und Entwicklung, in Finanzfragen, in der Produktion oder in Marketing und Vertrieb – neues Wissen und Innovationen überspringen heute so schnell die Grenzen von Unternehmen, Ländern sowie von Branchen-, Fach- und Wissenschaftsdisziplinen, dass Wanderer zwischen den Welten überall in der Organisation gefragt sind. Der Startschuss für eine globalisiertere, vernetzter denkende Unternehmensorganisation muss aber bei der Personalbesetzung in den Chefetagen erfolgen. Denn Chefs, die Erfahrungen in den unterschiedlichsten Kulturkreisen gesammelt haben, verfügen über ein breiteres, offeneres Weltbild – und damit über genau die Mentalität, die notwendig ist, um neue Wege zu beschreiten. Die international erfahrenen Führungskräfte müssen dann im zweiten Schritt gezielt als Multiplikatoren für Internationalität eingesetzt werden.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen

Jetzt auf wiwo.de

Sie wollen wissen, was die Wirtschaft bewegt? Hier geht es direkt zu den aktuellsten Beiträgen der WirtschaftsWoche.
Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%