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Deutschlands beste BWLer Die Methodik hinter den BWL-Rankings

Offene Hefte oder Broschüren Quelle: Fotolia

Für das BWL-Ranking haben Forscher der ETH Zürich und der Universität Düsseldorf für die WirtschaftsWoche über 850 wissenschaftliche Fachzeitschriften durchforstet. Wie die Ranglisten zustande kommen.

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Wochenlang haben Wissenschaftler in Zürich und Düsseldorf Zahlenkolonnen gesichtet, Daten gesammelt und abgeglichen, Ranglisten erstellt und Kontakt zu Forschern aus der Betriebswirtschaftslehre aufgenommen. Herausgekommen ist eine detaillierte Leistungsschau der Wissenschaft im Fach BWL. Hier die wichtigsten Informationen zur Methodik:

- Grundsätzlich erfasst das Ranking alle Forscher im Bereich Betriebswirtschaftslehre, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz an Lehrstühlen, Fraunhofer-Instituten oder Max-Planck-Instituten arbeiten (inklusive Post-Docs und Juniorprofessoren). Datenquelle ist das bibliometrische Webportal Forschungsmonitoring.org. Dieses wird vom Wirtschaftsforschungsinstitut KOF an der ETH Zürich mit Unterstützung des Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE) betrieben.

- Jeder Wissenschaftler wurde vorab angeschrieben und konnte seine erfassten Publikationsdaten ergänzen. Er erhielt auch die Möglichkeit, die Teilnahme am Ranking komplett abzulehnen. Dies taten beim Fünfjahresranking knapp zwölf Prozent der 2824 erfassten Wissenschaftler – in die Top 100 hätten es davon aber gerade mal sieben Professoren geschafft. Von den Betriebswirten unter 40 Jahren machten nur 5,7 Prozent von 471 erfassten Personen nicht mit. Bei der Wertung für das Lebenswerk, in das Publikationsdaten von 3390 Wissenschaftlern einflossen, lag die Ausfallquote bei 12,6 Prozent. Auch hier war die Auswirkung auf den Aussagegehalt der Rangliste gering: Nur 26 Personen aus dieser Gruppe wären im Ranking unter den besten 250 Wissenschaftlern gelandet.

- Nicht jede Fachzeitschrift hat das gleiche Renommee. Daher liegt dem Ranking eine ausgeklügelte Gewichtung zugrunde. Diese spiegelt die jeweilige Reputation von knapp 860 erfassten BWL-Zeitschriften wider, in der die Wissenschaftler ihre Beiträge veröffentlichen. Die Gewichtung folgt dem Zeitschriftenranking des Verbands der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB). Für eine Veröffentlichung in 22 internationalen Spitzenpublikationen wie dem „Academy of Management Journal“, dem „Journal of Finance“ oder „Econometrica“ gibt es je einen vollen Punkt. Für die Gruppe danach, wozu etwa die „European Accounting Review“ oder das „Journal of Consumer Psychology“ zählen, sind es 0,5 Zähler. Das Wertungsschema geht sukzessive herunter bis 0,025 Punkte für nachrangige wissenschaftliche Zeitschriften, die in der VHB-Liste nicht benotet sind.

- Bücher gehen in die Wertung nicht ein, wohl aber Beiträge in Fachzeitschriften, die angenommen, aber noch nicht veröffentlicht sind. Hat ein Fachbeitrag mehrere Autoren, wird die Punktezahl geteilt.

- Das Ranking erfasst allein die wissenschaftliche Exzellenz, hingegen nicht die – ebenfalls wichtigen – Fähigkeiten in der Lehre oder der Ausbildung von Doktoranden.

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