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Harsche Kritik am Bachelor-Studium für Ökonomen "Der Eliteanspruch geht verloren"

Der Präsident des Bundesverbands Deutscher Volks-und Betriebswirte, Peter Herrmann, rügt das Bachelor-Studium für Ökonomen – und beschreibt, was er als Unternehmer von seinen Bewerbern erwartet.

Wo Deutschlands beste Volkswirte forschen
1. Uni MannheimDie neuen Sieger sind die alten. Im Mannheimer Schloss setzt man konsequent auf weltweit wettbewerbsfähige Spitzenforschung. Zudem ist die Fakultät sehr breit aufgestellt: Gleich fünf Forscher haben im Handelsblatt-Ranking zuletzt mehr als fünf Punkte sammeln können. Zu den prominentesten Neuzugängen gehört Antonio Ciccone, der etwa erforscht, ob Bürgerkriege eher ausbrechen, wenn die Wirtschaftslage schlecht ist. Auch Clemens Fuest, der seit März das Forschungsinsitut ZEW leitet, hat eine Professur an der Uni übernommen. Und die Familienökonomin Michèle Tertilt wurde jüngst vom Verein für Socialpolitik mit dem renommierten Gossen-Preis ausgezeichnet. Quelle: dpa
2. Uni BonnNur knapp müssen sich die Bonner Ökonomen den Mannheimern geschlagen geben. War der Standort am Rhein – dem auch Deutschlands einziger Ökonomienobelpreisträger Reinhard Selten angehört – früher als Hort der theoretischen Modellforschung bekannt, so setzt man inzwischen auf Empirie. Forschungsstärkster Volkswirt ist der Experimentalökonom Armin Falk, der in seinen Projekten die Grenzen zwischen Ökonomie und Psychologie oder Medizin überschreitet. So beobachtet Falk etwa, wie Herzfrequenz oder Hirnströme auf ökonomische Belohnung reagieren. Quelle: dpa
3. LMU MünchenDie Münchener Ökonomen leisten sich einen großen Luxus: eine eigene volkswirtschaftliche Fakultät, die sie sich nicht mit Juristen oder Betriebswirten teilen. Wie 2011 belegen die Münchener um Dekan Martin Kocher auch dieses Mal den dritten Platz. Trotz der Größe der Fakultät – zu der auch die acht Professoren des Ifo-Instituts beitragen – versuchen die LMUler sich auf bestimmte Bereiche zu spezialisieren: so etwa auf die internationale Ökonomie, die Experimentalforschung und die Gesundheitsökonomie. Quelle: dpa
4. Uni ZürichIm Jahr 2010 standen die Forscher der Züricher Uni noch ganz vorn im Handelsblatt-Ranking. Seither sind sie auf Platz vier zurückgefallen – allerdings haben sie inzwischen auch weniger Professoren. Stark ist Zürich vor allem in der Mikroökonomie: Der Experimentalökonom Ernst Fehr etwa, der immer wieder für den Wirtschaftsnobelpreis gehandelt wird, zeigt, wie das menschliche Handeln im ständigen Zwiespalt zwischen dem Streben nach Eigennutz und dem nach Fairness steht. Mit Hilfe einer Großspende der USB entstehen in Zürich bald wieder neue Professuren. Quelle: dpa Picture-Alliance
5. ETH ZürichEs ist verwunderlich, dass eine Hochschule, die eigentlich Ingenieure und keine Ökonomen ausbildet, forschungsstarke Volkswirte anlockt. Doch der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich ist das gelungen: An keiner anderen Fakultät veröffentlicht ein Professor im Schnitt so viele Artikel wie hier. Und so haben die Züricher gleich zwei Vertreter unter den Top 5 des Einzelrankings. Zum einen Peter Egger, der zum Beispiel untersucht, wie multinationale Firmen sinnvoll besteuert werden können. Zum anderen der Theoretiker Hans Gersbach, der die Mechanismen der Demokratie modelliert und Ideen zur Bankenregulierung entwickelt. Quelle: dpa
6. Uni KölnDie traditionsreiche Kölner Volkswirtschaftslehre hat sich zuletzt komplett verjüngt. War die Fakultät früher bekannt für einen ordnungspolitischen, praxisbezogenen Ansatz, so geben heute die Grundlagenforscher den Ton an. International bekannt sind vor allem die Kölner Mikroökonomen. Doch auch in der Makroökonomie konnte die Fakultät zuletzt renommierte Forscher gewinnen. Am meisten publiziert derzeit der Vertragstheoretiker Patrick Schmitz, der unter anderem untersucht, wie Arbeitsanreize ausgestaltet sein müssen, damit Angestellte und Arbeitgeber wirklich an einem Strang ziehen. Quelle: dpa
7. Uni FrankfurtZurückgefallen im Ranking sind in diesem Jahr die Frankfurter Ökonomen: Nach Rang 4 im Jahr 2010 landeten sie nur noch auf Platz 7. Doch mit Roman Inderst - der unter anderem über Wettbewerbstheorie und Bankenregulierung forscht - hat die Fakultät den mit Abstand forschungsstärksten Ökonomen im deutschsprachigen Raum an Bord. Auch holten die Frankfurter im vergangenen Jahr mit Mirko Wiederholt einen jungen Makroökonomen aus den USA zurück, der die neokeynesianischen Modelle ganzer Volkswirtschaften weiterentwickelt. Quelle: dpa

WirtschaftsWoche Online: Herr Herrmann, die Zahl der Volkswirtschaftsstudenten in Deutschland ist in den vergangenen zehn Jahren gesunken. Wird die VWL zur Nischenwissenschaft?
Herr Peter Herrmann: Der Begriff Nische gefällt mir nicht. Richtig ist aber, dass die Entscheidung für ein VWL-Studium die Berufswahl verengt – und das ist womöglich den Studenten bewusster als früher. Mit der VWL ist es ein bisschen so wie mit Geschichte oder Germanistik – tolle Fächer, die Freude machen, aber nicht unbedingt als natürliches Sprungbrett taugen. Die Studienentscheidung fällt immer häufiger mit Blick auf die berufliche Perspektive und das Portemonnaie. Und wer primär nach Karrieregesichtspunkten studiert, was ich weder lobe noch verdamme, ist bei der Betriebswirtschaftslehre besser aufgehoben. Das muss man klar sagen.

Zur Person

Während der Finanz- und Wirtschaftskrise hat das Image der Ökonomenzunft arg gelitten. Schreckt auch das junge Menschen vom VWL-Studium ab?
Das kann man nicht völlig ausschließen. Wobei die Attacken auf die Ökonomen zum Teil unverhältnismäßig und politisch gesteuert waren – und sind. Ich erinnere mich zum Beispiel an Heiner Geißler, der gesagt hat, die Ökonomie sei die armseligste Wissenschaft überhaupt. Solch billige Polemik trägt nicht zu einer sachlichen Auseinandersetzung mit den Fehlern und Verdiensten der Wirtschaftswissenschaften bei. Mittlerweile hat sich das Bild wieder gewandelt. Die Ökonomen sind nicht mehr der Watschenmann für jedermann. Und das ist auch gut so.

Zehn hartnäckige Wirtschaftsmythen
Irrtum 1: Die Ära des Wachstums ist vorbeiDer Glaube an eine bessere Zukunft ist in Zeiten der Eurokrise geschwunden. Ökonomen wie der Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman und der französische Ökonom Thomas Piketty unken, das Wachstum sei vorbei. Nach Aussage von Buchautor Henrik Müller hat dieses Gefühl nach weltweiten Krisen Tradition: Doch egal ob es um die Kriege des 20. Jahrhunderts oder die große Depression der USA in den Dreißigerjahren geht: Nach jeder Wachstumsdelle folgte ein Aufschwung. Denn „die eigentliche Quelle aller Wohlstandszuwächse“ sei die Neugierde – und die sei weiterhin vorhanden. Müller rechnet mit einer „Explosion der Kreativität“. Der Grund: In wohlhabenden Gesellschaften, wo die Grundbedürfnisse abgedeckt und Bildung und Informationen für große Teile der Gesellschaft leicht zugänglich sind, steigt die Innovationsfähigkeit. Quelle: REUTERS
Irrrtum 2: Große Exportüberschüsse sind gutFakt ist: Bis 2008 war Deutschland fünf Jahre in Folge Exportweltmeister. Fakt ist auch: Kein anderes Land verdient so viel Geld im Welthandel wie Deutschland – nicht einmal China. Ob das so gut ist, wie immer suggeriert wird? Müller bezweifelt das. Ihm zufolge kosten die Exportüberschüsse Wohlstand – denn dafür sinkten erstens die Löhne in der Industrie. Zweitens mache Deutschland sich unnötig abhängig vom Rest der Welt – vor allem von den Schwellenländern, die einen Großteil der deutschen Industriewaren kaufen. Und drittens fehlt das Kapital, das exportiert wird, was die niedrigen Investitionsquoten belegten. Quelle: REUTERS
Irrtum 3: Uns steht das Ende der Arbeit bevorNoch vor zwei Jahrzehnten gab es kaum auf der Welt so viele Langzeitarbeitslose wie in Deutschland. Damals machte sich der „Beschäftigungspessimismus“ breit. Bis heute mache er die Deutschen anfällig für Prophezeiungen über das vermeintliche „Ende der Arbeit“. Belegen lässt sich diese These nicht, meint Müller. So arbeiten heute doppelt so viele Menschen wie noch 1950. Quelle: dpa
Irrtum 4: Die Hartz-Reformen sind die Ursache des BeschäftigungswundersDie Hartz-Reformen gelten hierzulande immer noch als das Musterbeispiel einer Arbeitsmarktreform. In der Tat: Ein Jahr nach dem Inkrafttreten der Reform ging die Arbeitslosigkeit zurück und die Zahl der Beschäftigten stieg an. Einen Kausalzusammenhang sieht Müller aber nicht. Stattdessen sieht er andere Ursachen: Seit dem Jahr 2000 stiegen beispielsweise die Löhne kaum noch. Zudem habe der Euro gegenüber dem Dollar abgewertet. All das trug zur höheren preislichen Wettbewerbsfähigkeit der Deutschen bei. Deutschland sei zudem der große Profiteur des Aufschwungs in China gewesen: Fabriken, Flughäfen, Autos – all das lieferte die deutsche Industrie. Quelle: dpa
Irrtum 5: Deutschland wird von Einwanderern überranntDie CSU und die AfD profilieren sich derzeit mit ihren Kampagnen gegen „Armutszuwanderung“. Auch Thilo Sarrazin lässt grüßen. In Müllers Augen ist das alles purer Populismus. Seit den Fünfzigerjahren kamen Zuwanderer immer in Wellen. Sobald es in ihrer Heimat wirtschaftlich wieder besser lief, kehrten sie zurück. Zudem kämen die Zuwanderer derzeit, um zu arbeiten. Sie zögen deshalb gezielt dahin, wo Arbeitskräfte dringend gesucht werden. Mehr noch: Der Anteil der Zuwanderer, die sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, ist Müller zufolge größer als der in Deutschland geborenen. Von den bulgarischen und rumänischen Zuwanderern habe außerdem ein Viertel einen Hochschulabschluss – der Anteil unter den Deutschen sei geringer. Quelle: dpa
Irrtum 6: China & Co. werden den Westen schon bald in den Schatten stellenBRIC war lange der Inbegriff für die Zukunft der industrialisierten Welt– Brasilien, Russland, Indien und China als Wachstumstreiber der Weltwirtschaft. Bis heute geht die Angst um, dass die westlichen Gesellschaften schon bald von den Schwellenländern überholt werden. Alibaba ist nur ein Beispiel für die expandierende chinesische Wirtschaft. Solche Trends werden oft überzogen dargestellt, findet Müller. Der Aufschwung der BRIC-Staaten sei durch die steigende Nachfrage nach Ressourcen weltweit geprägt. Russland konnte seine Gas- und Öl-Reichtümer zu Geld machen, Brasilien glänzte mit Kohle, Kupfer und Gold. Chinas neue Mittelschiecht erhöhte die Energienachfrage deutlich. Dazu trieben Spekulationen die Preise noch zusätzlich in die Höhe. Damit ist es mittlerweile vorbei – und das kommt auch bei den Schwellenländern an. Quelle: REUTERS
Irrtum 7: Die Industrie ist die Zukunft der WirtschaftNach all den Jahren, in denen der Übergang in die Dienstleistungsgesellschaft als Lösung aller wirtschaftlichen Probleme besungen wurde, gilt die Industrie wieder als Schlüssel zur wirtschaftlichen Stabilität. Das Paradebeispiel: Deutschland. Doch der Aufschwung der deutschen Industrie ging vor allem einher mit der steigenden Nachfrage der Schwellenländer. Sollte der Aufschwung nachlassen, bleibt offen, wen die deutsche Industrie künftig beliefern sollte. Quelle: dpa

Wo sehen Sie die deutschen Wirtschaftswissenschaften im internationalen Vergleich?
Wir haben nicht den gleichen Ruf wie etwa die Ingenieurwissenschaften. Das ist schade. Der Erfolg der deutschen Wirtschaft hängt nicht nur davon ab, dass wir tolle Techniker haben, die tolle Autos bauen. Sondern auch davon, dass es hervorragende und innovative Ökonomen gibt, die nicht zuletzt der Politik auf die Finger schauen. Die deutschen Hochschulen haben vielfach aber auch schlicht ein Marketingproblem.

Was meinen Sie damit?
Angelsächsische Hochschulen sind uns in Didaktik und Selbstvermarktung überlegen. Wir werden in der Ökonomie international unzureichend wahrgenommen, obwohl auch wir viele exzellente Wissenschaftler haben. Bei ausländischen Ökonomiestudenten ist Deutschland auch deswegen nicht die erste Wahl, die gehen lieber nach Großbritannien oder in die USA.

Und was ist mit den Inhalten? Kritiker monieren eine anhaltende Dominanz von neoklassischen Methoden und eine Überbetonung der Mathematik in den VWL-Lehrplänen.
Da bin ich gespalten. Natürlich hat die Frage der Realitätsnähe und praktischen Umsetzbarkeit ökonomischer Forschung enorm an Bedeutung gewonnen. Das muss sich in Forschung und Lehre widerspiegeln. Gerade die zentrale Frage, wie sich die Nationalökonomie vor dem Hintergrund von Globalisierung und Digitalisierung verändert, lässt sich nicht wie eine Rechenaufgabe beantworten. Anderseits ist es für Ökonomen extrem wichtig, das theoretische Rüstzeug zu besitzen. Man muss mit dem wissenschaftlichen Instrumentarium umgehen können. Und das ist nun mal anspruchsvoll, das kann man nicht schnell im Internet nachlesen.

Welche Chancen Betriebswirte wirklich haben
Betriebswirtschaftslehre (BWL) gehört zu den beliebtesten Studienfächern in Deutschland - dementsprechend überlaufen sind Hörsäle und Seminare. Allein im Wintersemester 2011/2012 haben sich rund 200.000 Erstsemester für BWL eingeschrieben. Tendenz steigend. An dem oft kolportierten Gerücht, BWL sei ein Studium für alle die, die nicht wissen, was sie studieren sollen, scheint allerdings nicht allzu viel dran zu sein. Jedenfalls ziehen die Meisten ihr BWL-Studium durch: Laut dem Hochschul-Informations-Systems (HIS) liegt die Abbruchquote bei 27 beziehungsweise elf Prozent an Fachhochschulen. Quelle: dpa/dpaweb
Immerhin: Wer nicht weiß, was er mit seinem BWL-Studium nachher anstellen soll, muss sich wenig Sorgen machen: Von der Chefposition bis zum Buchhalter ist alles möglich. Quelle: Fotolia
Wer es bis auf den Chefsessel bringen will, braucht allerdings mehr als nur ein gutes Zeugnis von der Universität: Business Englisch ist ein Muss, allgemein sind Sprachkenntnisse von Vorteil. Auch Auslandserfahrungen und Praktika helfen, sich von der Konkurrenz abzuheben. Viele Unternehmen haben ihre aktuellen Führungskräfte bereits in betriebseigenen Praktika und Trainees kennen gelernt. Quelle: Fotolia
Der Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte beklagt allerdings, dass viele junge Betriebswirte, die frisch von der Universität kommen, noch nicht richtig auf den Job vorbereitet sind. Oft mangelt es an den sogenannten Soft Skills wie Teamfähigkeit oder der Fähigkeit, selbstständig zu arbeiten. Quelle: dpa
Trotzdem gilt: Wer sich im Studium nicht allzu dumm angestellt hat, hat später gute Karrierechancen. Laut einer Untersuchung des HIS bekleiden 37 Prozent der Betriebswirte bereits nach fünf Berufsjahren eine Stelle im mittleren oder oberen Management. Quelle: dpa
Außerdem kommen die Wirtschaftswissenschaftler so gut wie überall unter: Vom mittelständischen Betrieb über das Kreiskrankenhaus bis hin zum Global Player. Im WirtschaftsWoche-Ranking der beliebtesten Arbeitgeber der Wirtschaftswissenschaftler landete allerdings Audi: 17,8 Prozent der Befragten wünschen sich den Autobauer als Arbeitgeber. Quelle: dpa
Dass die BWLer auch bei den Arbeitgebern gefragt sind, macht sich beim Gehalt bemerkbar: Laut der Erhebung des HIS verdienen Betriebswirte nach zehn Jahren im Beruf 60.000 Euro brutto im Jahr. Ein durchschnittlicher Arbeitnehmer verdient nur gut die Hälfte. Spitzenverdiener in der Branche schaffen es auch auf gut 80.000 Euro Brutto-Jahresgehalt. Quelle: dpa

Ist die klassische Unterteilung zwischen BWL und VWL dabei noch zeitgemäß? Die beiden Disziplinen greifen doch immer stärker ineinander über.
Das stimmt, es gibt Überschneidungen. Ich würde die Fächer trotzdem nicht zusammenpacken. Ich selber habe ein Mischstudium aus beiden Disziplinen absolviert und war damit nicht immer glücklich. Die Schwerpunkte und wissenschaftlichen Herangehensweisen sind so unterschiedlich, dass eine Trennung Sinn macht.

Wie hoch ist im Schnitt das Einstiegsgehalt von Wirtschaftswissenschaftlern, wenn sie frisch von der Uni kommen?
Das ist je nach Region und Branche unterschiedlich. Bei Betriebswirten sind es im Schnitt so um die 40.000 Euro. Bei Volkswirten lässt sich das nicht genau sagen, da ist ja auch der öffentliche Dienst mit im Boot.

Und wie sind generell die Berufsperspektiven für Wirtschaftswissenschaftler in Deutschland?
Es gibt nach wie vor eine hohe Nachfrage am Arbeitsmarkt. Allerdings ist bei den Absolventen, vorsichtig ausgedrückt, die qualitative Bandbreite größer als früher. Viele Hochschulabgänger bringen mittlerweile nicht mehr das theoretische Rüstzeug mit, das wir für anspruchsvollere Jobs voraussetzen. Das gilt für mein Unternehmen, ähnliche Kritik höre ich aber auch aus vielen anderen Betrieben.

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