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Harvard, ENA & Yale „Das war schon immer meine Traum-Uni“

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„Wertvolle Einblicke in die Unternehmen“

Das Studium an sich ist weniger theoretisch als an deutschen Unis. Wir arbeiten vor allem mit Fallstudien und sollen Methoden entwickeln, wie wir konkrete Probleme lösen statt Formeln auswendig zu lernen. Diese Praxisorientierung gefällt mir sehr gut. Im ersten Jahr mussten wir noch einige Pflichtkurse belegen: Volkswirtschaftslehre, Buchführung, um die Grundlagen zu schaffen. Mittlerweile darf ich mir meine Kurse frei aussuchen.

Pro Tag wende ich etwa acht Stunden fürs Studium auf. Außerdem engagiere ich mich noch ehrenamtlich: In meinem ersten Jahr habe ich gemeinsam mit Kommilitonen einen europäischen Club gegründet und habe politische Diskussionen, Abendessen und andere kulturelle Events organisiert. Vor allem habe ich mich um neue Studenten gekümmert, die gerade ihre Zulassung für Yale bekommen haben oder sich noch im Bewerbungsprozess befinden. Außerdem war ich bei einer studentischen Unternehmensberatung aktiv und bei einer Non-Profit-Organisation, die von Yale-Studenten gegründet wurde, um Obdachlosen und Arbeitslosen zu helfen.   

Die Kosten

Bei der Bewerbung muss man nachweisen, dass man über einen gewissen Betrag verfügt, sonst bekommt man kein Visum. Dieser Betrag liegt bei ungefähr 200.000 Dollar. Ich habe ein DAAD-Stipendium bekommen, das zwar recht hoch ist, aber letztlich nur etwa ein Viertel der Studiengebühren abdeckt. Die übrigen Kosten habe ich mit Ersparnissen finanziert.

Die Jobchancen

Die Unternehmen kommen aktiv auf die Yale-Studenten zu. Es gibt regelmäßige Abendessen mit Unternehmern und Alumni. Es ist wirklich wichtig, dass man zu diesen Events geht: Ich habe dort wichtige Kontakte geknüpft und wertvolle Einblicke in die Unternehmen erhalten. Für mich waren diese Events vor allem deshalb wichtig, weil ich vorher noch keine Erfahrungen mit Investment-Banking hatte, aber gerne in diesem Bereich arbeiten wollte. Bei diesen informellen Kontakten konnte ich verstehen, wie diese Branche funktioniert und wie die Menschen ticken.

Informelle Kontakte spielen bei der Jobsuche eine sehr große Rolle. Meinen Praktikumsplatz bei der Investment-Bank habe ich zum Beispiel dank des Hinweises eines Kommilitonen gefunden. Im Mai mache ich meinen Abschluss. Danach werde ich ins Investmentbanking einsteigen.

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