Hochschulen Wissenschaftsrat macht Uni-Rankings Konkurrenz

Hochschulrankings sind wachsender Kritik ausgesetzt. Jetzt präsentiert der Wissenschaftsrat ein umfassendes eigenes Modell, das den anderen Anbietern nicht gefallen dürfte.

Das sind die besten deutschen Unis
Rang 1: Universität von Oxford Quelle: Creative Commons/Bill Tyne
Platz zehn: Uni Bonn Quelle: Universität Bonn, Dr. Thomas Mauersberg
Platz neun: Universität in Tübingen Quelle: dpa
Platz acht: Technische Uni Berlin Quelle: dpa
Platz sieben: Freie Universität Berlin Quelle: dpa/dpaweb
Platz sechs: Universität Freiburg Quelle: dpa/dpaweb
Platz fünf: Rheinisch-Westfaelische Technische Hochschule (RWTH) Aachen Quelle: dpa

Immer wieder vor Semesterbeginn bevölkern sie die Medienlandschaft: Uni-Rankings. Die bunten Datenlisten, die vor allem Studienanfängern zeigen wollen, wo es sich am besten studiert, werden vor allem von Zeitschriften – wie auch der WirtschaftsWoche - herausgegeben. Sie listen Hochschulen nach verschiedenen Fächern und jedem nur denkbaren Kriterium auf. Adressaten sind nicht nur Studenten und Hochschullehrer, sondern auch die Personalabteilungen von Unternehmen und nicht zuletzt die Bildungspolitik, der sie als Erfolgsindikator dienen wollen.

Das ganze Konzept dieser Ranglisten ist mittlerweile einer wachsenden Grundsatzkritik ausgesetzt: Externe Beurteilung gefährde die Freiheit von Forschung und Lehre. Aber auch konkrete Vorwürfe werden immer lauter: An dem viel beachteten Ranking des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) wird zum Beispiel vor allem kritisiert, dass die Macher ihre Methoden zur Erhebung der Daten nicht darstellen. Mittlerweile beteiligen sich einige Universitäten nicht mehr daran. Sämtliche österreichischen Universitäten sind aus dem CHE-Ranking ausgestiegen.

Der Wissenschaftsrat, das wichtigste Beratungsgremium der deutschen Wissenschaftspolitik, will nun demonstrieren, wie es besser und seriöser geht – zumindest die Forschungsleistungen betreffend. Er hat ein „Forschungsrating“ – ausdrücklich kein „Ranking“ - entwickelt, das als „Modell Guter Praxis“ dienen soll, wie der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Wolfgang Marquardt, sagte.

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