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Hochschulranking Das sind die besten Unis im europäischen Ausland

Im Netz sind alle Unis gleich? Von wegen! Wer etwa an der an der ETH Zürich studiert hat, wo ein Prof gerade eine Onlinevorlesung hält, studiert, punktet bei Personalern. Quelle: dpa

Mit einem Lebenslauf ohne Auslandserfahrung haben Bewerber bei renommierten Konzernen kaum noch Chancen. Welche europäischen Universitäten bei deutschen Personalern besonders gefragt sind, verrät das Hochschulranking.

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Bei Markus Krahforst gehen pro Woche etwa 2000 Bewerbungen ein. Kein Wunder also, dass er diese Flut nach einigen einfachen Mustern vorsortiert. „Wenn jemand sich bemüht hat, ins Ausland zu gehen, ist das ein guter Indikator dafür, dass das jemand ist, der bereit ist, seine Komfortzone zu verlassen“, beschreibt Krahforst, wie er sich an die Sache herantastet.

Mit anderen Worten: Wenn auf dem Lebenslauf kein Auslandsaufenthalt steht, kommen die Kandidaten beim Konsumgüterhersteller Henkel, wo Krahforst das Recruitment leitet, nur selten in die nächste Runde. Und nicht nur dort.

Das zeigt das Hochschulranking der WirtschaftsWoche. Die Employer-Branding-Beratung Universum fragte etwa 500 Personalverantwortliche von Unternehmen mit zehn bis zu Tausenden Beschäftigten, wo sie ihre Mitarbeiter am liebsten rekrutieren – und worauf sie dabei achten. Mehr als jeder fünfte von ihnen verwies bei der Frage, welche Kriterien bei der Auswahlwahl eines Bewerbers neben dem Studienfach noch wichtig sei, auf Auslandserfahrungen.

Zürich rutscht im Ranking ab

Bereits zum zweiten Mal hat sich Universum bei Personalern auch erkundigt, an welchen europäischen Hochschulen sie bevorzugt Absolventen rekrutieren. Ganz vorn liegt die University of Oxford, gefolgt von der University of Cambridge – ganz genauso wie auch schon im vergangenen Jahr. Auf dem dritten Platz allerdings hat sich etwas getan: Dort landet in diesem Jahr die London School of Economics and Political Science – und verweist damit die ETH Zürich, die im vergangenen Jahr noch auf Rang drei stand, auf den vierten Platz.

Es gehe bei der Erfahrung im Ausland, so erzählt Krahforst, gar nicht unbedingt darum, dass ein Absolvent, den sich Henkel dann genauer anschaut, unbedingt später selbst in eines der fast 80 Länder gehe, in denen der Konzern vertreten ist. Allein am Standort Düsseldorf, wo der Konzern seine Firmenzentrale hat, arbeiten Menschen aus 70 verschiedenen Ländern. Ein Verständnis für andere Kulturen ist also nicht nur im Marketing oder in der Produktentwicklung wichtig – sondern sogar schon in der Kantine. Und weil Krahforst wie viele andere Personaler beobachtet, dass die echten Talente äußerst umworben sind, sucht er nach diesem multikulturellen Mindset nicht nur an deutschen Hochschulen, sondern auch im europäischen Ausland.

Für das Hochschulranking hat Universum die Unternehmen auch befragt, ob sie Kandidaten gezielt im Ausland rekrutieren. 22,4 Prozent haben dies bejaht, im vergangenen Jahr waren es nur 18,5 Prozent. 40,1 Prozent sagten, dass sie solch eine Anwerbung planen. Auch dies waren im vergangenen Jahr noch etwas weniger.

Mehr zum Thema: Die Absolventen dieser Unis haben bei deutschen Unternehmen die besten Chancen – die Ergebnisse des WirtschaftsWoche-Hochschulrankings 2021.

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