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„Imboden“-Kommission Wie geht es weiter mit der Exzellenzinitiative?

In Berlin stellt eine aus zehn Professoren bestehende Kommission ihre Bilanz der bisherigen Exzellenzinitiative vor.

Eine Studentin im Hörsaal. Quelle: dpa

Mit Spannung blicken Wissenschaftler und Forschungspolitiker am Vormittag nach Berlin: Dort präsentiert ein vom Wissenschaftsmanager Dieter Imboden geleitetes Expertengremium, die von Bund und Ländern gemeinsam berufene „Imboden“-Kommission, ein Gutachten zur Bilanz der bislang 4,6 Milliarden Euro teuren Exzellenzinitiative.

Das vor zehn Jahren gestartete Förderprogramm für Spitzenforschung läuft Ende 2017 aus, ein neues soll sich bis 2028 anschließen. Um die Schwerpunkte dürften Bund und Länder bis zu einer Entscheidung auf höchster Ebene im Sommer eifrig feilschen. Danach beginnt der Wettbewerb der Hochschulen um die besten Exzellenz-Konzepte und ihre künftige Förderung.

Die besten MBA-Programme der Welt
Platz 10: University of Cambridge – Judge Business SchoolEin MBA-Studiengang an einer der Top-Universitäten dieser Welt soll Berufstätigen den Weg in die Chefetage ebnen. Doch für den „Master of Business Administration“ ist vor allem eins notwendig: Viel Geld. Rund 75.000 Euro kostet es, wenn man an einer der zehn besten Wirtschaftshochschulen in Großbritannien, Europa oder den USA studieren möchte. Dafür hat man aber gute Aussichten auf ein höheres Gehalt, eine steile Karriere und vor allem Anerkennung. Die Jugde Business School der britischen Universität Cambridge ist eine der weltweit führenden Business Schools. Neben dem Vollzeit-MBA (ein Jahr) bietet die Schule ein berufsbegleitendes Programm an. Rund 60.000 Euro kostet das Studium, dafür bietet die Business School aber einen besonderen Service: Jeder einzelne Student wird während des Studiums vom Career Service begleitet – ein guter Start in die Berufswelt ist somit garantiert. Quelle: Financial Times Global MBA Ranking´, Das Ranking basiert auf einer Befragung von Absolventinnen und Absolventen zu deren Karriereentwicklung und ihrer Zufriedenheit mit dem Programm drei Jahre nach Studienabschluss. Quelle: Screenshot
Platz 9: MIT Sloan School of ManagementWas nicht viel kostet ist auch nicht viel wert – mit dieser Weisheit können die Anbieter von MBA-Programmen gut leben. Rund 60.500 Euro kostet der Vollzeit-MBA an der MIT Sloan School of Management. Das MBA-Programm der Schule in Massachusetts bietet vier spezielle akademische Vertiefungen. Und das lohnt sich: Zum Entrepreneurship-Netzwerk gehören 25.800 Firmen ehemaliger MBA-Studenten an, die zusammen jährlich über zwei Billionen Dollar erwirtschaften. Quelle: REUTERS
Platz 8: University of Chicago Booth School of BusinessMit ihrer Gründung 1898 ist Chicago Booth die zweitälteste Business School der USA. Von den mehr als 170 Professoren, die an der Hochschule unterrichten, sind sieben Nobelpreisträger. An den Standorten Chicago, London und Singapur können die Studenten Veranstaltungen in Finanzen, Strategie und Marketing besuchen. Die Studienkosten für ein zweijähriges MBA-Programm betragen rund 94.000 Euro. Quelle: REUTERS
Platz 7: Haas School of BusinessDer Schwerpunkt der Haas School of Business an der University of California Berkeley liegt darauf, innovative Persönlichkeiten auszubilden. Besuche führender Köpfe aus Unternehmen, die Studenten Einsichten in die Wirtschaft ermöglichen, gehören zum MBA-Programm. Die Kosten für ein dreijähriges Programm betragen knapp 67.000 Euro. 1898 gegründet, hat die Managerschule insgesamt mehr als 36.000 Alumni. Quelle: IMAGO
Platz 6: Columbia Business SchoolAls Teil der ältesten US-Universität hat die Columbia Business School einen hervorragenden Ruf. Bei den Bewerbern steht die in New York liegende Hochschule deshalb hoch im Kurs – und die sind bereit, knapp 174.000 Euro für ein MBA-Programm zu zahlen. Studenten haben die Möglichkeit, ihr Studium auf 16 anstatt der üblichen 20 Monate zu verkürzen. Quelle: imago
Platz 5: Stanford Graduate School of BusinessZusammen mit der Harvard University liefert sich die Stanford Graduate School of Business jedes Jahr ein Rennen um die Führung unter den US-Business Schools. Mitglieder der National Academy of Sciences, Nobelpreisträger oder Gewinner der „John Bates Clark Medal in Economics“ unterrichten hier (im Bild: Dozentin Amy Wilkinson beim Weltwirtschaftsforum in Davos). Das hat seinen Preis: rund 115.00 Euro. Quelle: REUTERS
Platz 4: Wharton University of PennsylvaniaIn Philadelphia ansässig, ist die Wharton University of Pennsylvania die älteste Business School der Welt. Mehr als 800 Studenten beginnen hier jährlich ihre Ausbildung – und die hat es in sich: Studenten können aus 18 Schwerpunkten wählen, von Klassikern wie Rechnungswesen und Unternehmensfinanzierung bis Marketing. Mit mehr als 250 Professoren und Dozenten hat Wharton die größte Fakultät aller Business Schools. Zu den prominentesten Professoren gehört der Finanzexperte Jeremy Siegel. Kosten für ein zweijähriges Programm: rund 125.000 Euro. Quelle: IMAGO

Die große Koalition plant für eine dritte Runde mindestens vier Milliarden Euro von 2018 bis 2028 ein sowie eine Milliarde für bessere Karrierewege jüngerer Wissenschaftler. An einer insgesamt positiven Beurteilung des Programms durch die Experten und an der Fortsetzung der Exzellenzinitiative in den nächsten Jahren bestehen keine grundsätzlichen Zweifel. Allerdings gibt es teilweise unterschiedliche Ansichten zwischen Union und SPD, wie die zur Verfügung stehenden Mittel auf in Frage kommende Universitäten und Einrichtungen verteilt werden sollen.

Die Präsidentin des für internationale Forscherkontakte zuständigen Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), Margret Wintermantel, hob die positiven Effekte des Förderprogramms hervor. Sie sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Im weltweiten Wettbewerb hat Deutschland als Wissenschaftsstandort durch die Exzellenzinitiative eindeutig gewonnen. Wir sehen dies ganz klar am gestiegenen Interesse internationaler Studierender sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.“ Nun gehe es darum, „Spitzen im Universitäts- und Wissenschaftsbereich weiterhin weltweit sichtbar zu machen und gleichzeitig die allgemeine Qualität zu steigern“.

In Arbeit
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Bundesforschungsministerin Johanna Wanka erhofft sich von einer Fortsetzung der Initiative nach 2017 „einen weiteren Energieschub für die Wissenschaftslandschaft“. Die CDU-Politikerin sagte der dpa: „Wir wollen insbesondere die Spitzenforschung stärken, damit die deutschen Hochschulen im internationalen Wettbewerb ganz vorn mitspielen.“ Eine zu breite Streuung der Mittel sieht sie skeptisch: „Ich bin für Leuchttürme in der Spitzenforschung. Es hat sich seit Beginn der Exzellenzinitiative bewährt, wirklich Exzellenz zu fördern.“

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