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Master of Business Administration Beflügeln Sie Ihre Karriere mit einem MBA

Zweiter Berufsweg für Profi-Sportler. Quelle: imago

Vom Hockeyfeld in den Hörsaal: Viele Sportler müssen nach der Profilaufbahn eine neue Berufung finden. Business Schools helfen beim Start in die zweite Karriere.

Die besten MBA-Programme der Welt
Platz 10: University of Cambridge – Judge Business SchoolEin MBA-Studiengang an einer der Top-Universitäten dieser Welt soll Berufstätigen den Weg in die Chefetage ebnen. Doch für den „Master of Business Administration“ ist vor allem eins notwendig: Viel Geld. Rund 75.000 Euro kostet es, wenn man an einer der zehn besten Wirtschaftshochschulen in Großbritannien, Europa oder den USA studieren möchte. Dafür hat man aber gute Aussichten auf ein höheres Gehalt, eine steile Karriere und vor allem Anerkennung. Die Jugde Business School der britischen Universität Cambridge ist eine der weltweit führenden Business Schools. Neben dem Vollzeit-MBA (ein Jahr) bietet die Schule ein berufsbegleitendes Programm an. Rund 60.000 Euro kostet das Studium, dafür bietet die Business School aber einen besonderen Service: Jeder einzelne Student wird während des Studiums vom Career Service begleitet – ein guter Start in die Berufswelt ist somit garantiert. Quelle: Financial Times Global MBA Ranking´, Das Ranking basiert auf einer Befragung von Absolventinnen und Absolventen zu deren Karriereentwicklung und ihrer Zufriedenheit mit dem Programm drei Jahre nach Studienabschluss. Quelle: Screenshot
Platz 9: MIT Sloan School of ManagementWas nicht viel kostet ist auch nicht viel wert – mit dieser Weisheit können die Anbieter von MBA-Programmen gut leben. Rund 60.500 Euro kostet der Vollzeit-MBA an der MIT Sloan School of Management. Das MBA-Programm der Schule in Massachusetts bietet vier spezielle akademische Vertiefungen. Und das lohnt sich: Zum Entrepreneurship-Netzwerk gehören 25.800 Firmen ehemaliger MBA-Studenten an, die zusammen jährlich über zwei Billionen Dollar erwirtschaften. Quelle: REUTERS
Platz 8: University of Chicago Booth School of BusinessMit ihrer Gründung 1898 ist Chicago Booth die zweitälteste Business School der USA. Von den mehr als 170 Professoren, die an der Hochschule unterrichten, sind sieben Nobelpreisträger. An den Standorten Chicago, London und Singapur können die Studenten Veranstaltungen in Finanzen, Strategie und Marketing besuchen. Die Studienkosten für ein zweijähriges MBA-Programm betragen rund 94.000 Euro. Quelle: REUTERS
Platz 7: Haas School of BusinessDer Schwerpunkt der Haas School of Business an der University of California Berkeley liegt darauf, innovative Persönlichkeiten auszubilden. Besuche führender Köpfe aus Unternehmen, die Studenten Einsichten in die Wirtschaft ermöglichen, gehören zum MBA-Programm. Die Kosten für ein dreijähriges Programm betragen knapp 67.000 Euro. 1898 gegründet, hat die Managerschule insgesamt mehr als 36.000 Alumni. Quelle: IMAGO
Platz 6: Columbia Business SchoolAls Teil der ältesten US-Universität hat die Columbia Business School einen hervorragenden Ruf. Bei den Bewerbern steht die in New York liegende Hochschule deshalb hoch im Kurs – und die sind bereit, knapp 174.000 Euro für ein MBA-Programm zu zahlen. Studenten haben die Möglichkeit, ihr Studium auf 16 anstatt der üblichen 20 Monate zu verkürzen. Quelle: imago
Platz 5: Stanford Graduate School of BusinessZusammen mit der Harvard University liefert sich die Stanford Graduate School of Business jedes Jahr ein Rennen um die Führung unter den US-Business Schools. Mitglieder der National Academy of Sciences, Nobelpreisträger oder Gewinner der „John Bates Clark Medal in Economics“ unterrichten hier (im Bild: Dozentin Amy Wilkinson beim Weltwirtschaftsforum in Davos). Das hat seinen Preis: rund 115.00 Euro. Quelle: REUTERS
Platz 4: Wharton University of PennsylvaniaIn Philadelphia ansässig, ist die Wharton University of Pennsylvania die älteste Business School der Welt. Mehr als 800 Studenten beginnen hier jährlich ihre Ausbildung – und die hat es in sich: Studenten können aus 18 Schwerpunkten wählen, von Klassikern wie Rechnungswesen und Unternehmensfinanzierung bis Marketing. Mit mehr als 250 Professoren und Dozenten hat Wharton die größte Fakultät aller Business Schools. Zu den prominentesten Professoren gehört der Finanzexperte Jeremy Siegel. Kosten für ein zweijähriges Programm: rund 125.000 Euro. Quelle: IMAGO

In kaum einer Branche sind die Gehälter so ungerecht verteilt wie im Spitzensport. Alle Topathleten gehören zu den besten ihrer Zunft, sie sind gesegnet mit Talent und ebenso fleißig wie ehrgeizig – doch nur die wenigsten streichen überdurchschnittlich hohe Gehälter ein.

Ein Ass, das nicht im Fußball, Golf oder Tennis reüssiert, sich nicht global vermarkten kann wie Serena Williams, Tiger Woods oder Lionel Messi, kann auch schon mal weniger als eine Krankenschwester verdienen.

Unter 2000 Euro monatlich für Spitzensportler

Laut einer Studie des Bundesinstituts für Sportwissenschaft kommen Spitzensportler im Schnitt auf ein Bruttoeinkommen von 1919 Euro im Monat. Viel zu wenig, um damit ein finanzielles Polster für die Zeit nach der Profikarriere aufzubauen. Also müssen sich die meisten etwas einfallen lassen. Manche werden Trainer. Andere Funktionäre. Wieder andere studieren noch einmal.

Wie zum Beispiel die Hockeyspielerin Eileen Hoffmann. Die 33-Jährige blickt auf eine eindrucksvolle Karriere im Sport zurück: Sie startete ihre Profilaufbahn mit 15 Jahren im Bundesligateam des Berliner Hockey Clubs, 2008 wurde sie bei den Olympischen Sommerspielen Vierte, aktuell spielt sie für den Uhlenhorster Hockey Club Hamburg (UHC).

Zweite Karriere mit dem Master of Business Administration

Doch nebenbei arbeitet Hoffmann schon fleißig an ihrem zweiten Berufsweg. Seit September absolviert sie am Düsseldorfer Zweitsitz der WHU – Otto Beisheim School of Management einen Master of Business Administration (MBA) in Teilzeit. Insgesamt 18 Monate lang muss Hoffmann dafür an zwei bis drei Wochenenden pro Monat in den Hörsaal.

Mehr wäre für sie auch kaum zu leisten. Denn neben dem Sport arbeitet Hoffmann noch bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft der KPMG – in Vollzeit. Die Dreifach-Belastung lässt sich nur dank eines flexiblen Curriculums stemmen. Versäumt Hoffmann wegen eines Bundesligaspiels mal eine Vorlesung, räumt die WHU ihr genügend Zeit ein, damit sie den Lernstoff nachholen kann.

Athleten sind eine interessante Zielgruppe

Natürlich ermöglicht die Universität das nicht aus reiner Nächstenliebe. Die Athleten stellen für sie eine interessante Zielgruppe dar. „Spitzensportler sind besonders leistungsbereit, diszipliniert und mental belastbar“, sagt Sascha Schmidt, Lehrstuhlinhaber des Center for Sports and Management an der WHU. Dort beschäftigt er sich unter anderem mit der Frage, warum Vereine zunehmend wie Unternehmen agieren oder welche Persönlichkeitsmerkmale Spitzensportler auszeichnen. Seit etwas mehr als drei Jahren kooperiert die Universität deshalb mit der gemeinnützigen Stiftung Deutsche Sporthilfe.

So viel kosten MBA-Programme an den Top-Business Schools

Davon profitieren beide Seiten. Die Stiftung kann ihr Karriere-Programm für Topathleten ausweiten. Dafür schlägt sie der WHU jedes Jahr zwei Profisportler vor, die ihrer Ansicht nach gut in das Programm passen. Diese erhalten dann ein Vollstipendium für die Studiengebühren in Höhe von rund 41.000 Euro – so wie Eileen Hoffmann.

Zwar setzen auch andere private Wirtschaftshochschulen auf ehemalige und aktuelle Spitzensportler. Die EBS Business School in Wiesbaden bietet zum Beispiel ebenfalls ein Stipendium an. Allerdings deckt dieses nur zehn Prozent der Gesamtkosten.

Die WHU will durch die ungewöhnliche Kooperation ihr Profil schärfen und an Attraktivität gewinnen. Je mehr Spitzensportler sie gewinnt, desto besser kann sie damit werben – auch unter Sportmuffeln. Die bekommen an der WHU die Gelegenheit, mit Topathleten wie Schwimmweltmeister Benjamin Starke, Fechtweltmeister Nicolas Limbach oder Ruderweltmeister Hagen Rothe in einem Seminar zu sitzen – und von deren Erfahrungen zu lernen.

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