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"München geht immer" Was die besten Unis besser machen

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Universität Mannheim - Studieninhalte auf dem Jobprüfstand

Dieter Truxius weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, die besten Mitarbeiter zu rekrutieren. Der Dekan der Fakultät für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim hat viele Jahre selbst an entscheidender Stelle in Unternehmen gesessen, zuletzt als Finanzchef beim Logistikunternehmen Dachser.

Deshalb ist ihm die Vorbereitung seiner Studenten auf die Anforderungen der Wirtschaft so wichtig. „Die meisten Leute gehen von hier nicht in die Forschung, sondern in die Praxis“, sagt Truxius.

Seine Bemühungen und die seiner Kollegen, die BWL-Studenten der Universität Mannheim so auszubilden, dass sie Firmen direkt nach dem Berufseinstieg weiterhelfen können, zeigen sich auch im Ranking der WirtschaftsWoche: Regelmäßig landet die Hochschule dort im Fach BWL auf den vorderen Rängen. Ein wichtiger Grund dafür ist die Bereitschaft der Verantwortlichen, die Studieninhalte regelmäßig auf den Praxisprüfstand zu stellen – und sie gegebenenfalls anzupassen.

Uni Mannheim Quelle: Universität Mannheim/Norbert Bach

Im BWL-Bachelor wie auch im Master in Management stehen deshalb in diesem Jahr Veränderungen an. Weiterhin sollen die Studenten dort die wichtigsten Grundlagen aus Buchhaltung, Marketing und Finanzierung lernen. Darüber hinaus will Truxius aber, dass seine Bachelorabsolventen in Zukunft wissen, wie man als Betriebswirt mit den Megatrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit umgeht.

Außerdem sollen sie tieferes Wissen in den rechtlichen Grundlagen des Wirtschaftens erarbeiten. „Aus der Praxis kommt der Ruf nach mehr Vorbildung in diesen Bereichen“, sagt Truxius. In Mannheim wurde ihr Ruf erhört.

Dank dieser fachlichen Umbauten werden die Mannheimer Absolventen ihr Profil noch stärker auf den direkten Berufseinstieg ausrichten können.

Da sie den Abschluss aber in der gleichen Zeit und mit gleichem Aufwand wie bisher erreichen können sollen, mussten die Verantwortlichen an einer Stelle streichen, die dem Ökonom Dieter Truxius in der Seele wehtut: „Wir werden die Pflichtanteile der Volkswirtschaftslehre im Bachelor- und Masterstudiengang kürzen müssen“, sagt der Dekan, „das Fach ist interessant und wichtig, aber wir werden uns auf die Vermittlung solider Grundkenntnisse beschränken, da diese für die betriebswirtschaftliche Praxis normalerweise ausreichen.“

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