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Netzwerke Was Studentenverbindungen für die Karriere bringen

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Rotary als Karrierenetzwerk überschätzt

Zehn Tipps zum Umgang mit Karriereportalen
Mann betrachtet Lebenslauf Quelle: gms
Mann denkt nach Quelle: Fotolia
Frau schaut in die Ferne Quelle: Fotolia
Viele Menschen im Kreis Quelle: Fotolia
Was sind meine kurzfristigen Ziele?Welche Ziele wollen Sie innerhalb der nächsten Monate erreichen? Hauptsache erst einmal nur Geld verdienen? Steht vielleicht ein Umzug an? Quelle: dpa/dpaweb
Und wie sieht meine langfristige Zukunft aus?Fragen Sie sich, was Sie wirklich im Leben erreichen wollen. Welchen Stellenwert darf Ihr Job in Ihrem Leben einnehmen? Wie sieht es zum Beispiel mit der Familienplanung aus? Quelle: dpa
Ziellinie Quelle: Fotolia

Besonders die Anfangszeit in einer Studentenverbindung entspricht nicht unbedingt dem Traum vom lockeren Studentenleben: Ein bis drei Semester lang muss ein Fuchs die Geschichte und Rituale seiner Verbindung lernen und sich beweisen, bevor er zum Burschen ernannt wird. Und das auch nur, wenn die Gemeinschaft seiner Ernennung zustimmt.
Trotz all dem Aufwand sind viele Studierende in Verbindungen organisiert: Sei es, weil sie auf den Zusammenhalt, die Tradition oder eben das Vitamin B Wert legen. Schätzungen zufolge sind zwei bis drei Prozent aller Studenten in den rund 1000 Verbindungen im deutschsprachigen Raum organisiert. Es sollte sich aber jeder zweimal überlegen, ob er nur wegen möglicher Kontakte einer Verbindung beitreten möchte.

Hohes Eintrittsalter bei Clubs

Auch die „Serviceclubs werden als Karrierenetzwerke überschätzt“, sagt der Soziologe Sebastian Gradinger, der ein Buch mit dem Titel „Service Clubs - zur Institutionalisierung von Solidarität und Sozialkapital“, sowie seine Doktorarbeit über die Clubs geschrieben hat. Vor allem gibt es in den Serviceclubs, anders als bei Verbindungen kein Lebensbundprinzip. Beispielsweise beim Round Table, der sich an Männer von 18 bis 40 Jahren richtet, sind Mitglieder nach Erreichen der Altersgrenze raus. Bei anderen Clubs ist das Eintrittsalter recht hoch. Dafür gibt es laut Gradinger eine einfache Erklärung: Man sei nicht in einem Club, um Karriere zu machen, sondern weil man Karriere gemacht habe. Einfluss, Erfahrung und Kontakte der Mitglieder nutzen dann natürlich allen.

Netzwerk dank Freundschaft

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So zitierte er in seiner Dissertation ein Mitglied der Rotarier, der sagte, dass er sich zuerst im eigenen Club umsehe, wenn er einen Fachmann benötige. "Da gehe ich doch vorzugsweise zu einem Rechtsanwalt aus meinem Club oder aus dem Nachbarclub, wo ich weiß, es ist ein Lions, er wird mich vielleicht etwas intensiver, besser beraten." Hinter den Service Clubs stehe aber in erster Linie der Freundschaftsgedanke, wie Gradinger in seiner Arbeit ausführt. Ein Service Club sei ein weltweiter Freundeskreis von Menschen aus unterschiedlichen Berufen, die aufgefordert seien, sich sozial zu engagieren. "Heute ist der Freundschaftsgedanke auf die internationale Ebene ausgeweitet worden. Man telefoniert mit dem rotarischen Freund in New York oder verbringt ein Wochenende bei einem Club-Freund am Zürich-See", schreibt er.

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