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Studentenschaft im Wandel Studienanfängern fehlen wichtige Kenntnisse

Sie schauen sich ahnungslos um, sind verloren, während sie durch die weitläufige Universität gehen: Erstsemester. Noch schwerer ist es für künftige Studierende, die als erste in ihrer Familie studieren.

Das sind die besten deutschen Unis
Rang 1: Universität von Oxford Quelle: Creative Commons/Bill Tyne
Platz zehn: Uni Bonn Quelle: Universität Bonn, Dr. Thomas Mauersberg
Platz neun: Universität in Tübingen Quelle: dpa
Platz acht: Technische Uni Berlin Quelle: dpa
Platz sieben: Freie Universität Berlin Quelle: dpa/dpaweb
Platz sechs: Universität Freiburg Quelle: dpa/dpaweb
Platz fünf: Rheinisch-Westfaelische Technische Hochschule (RWTH) Aachen Quelle: dpa

In wenigen Wochen beginnt das neue Semester: Die künftigen Studierenden werden nicht nur immer jünger, sondern auch immer ahnungsloser. Mittlerweile gibt es verschiedene Orientierungskurse an den Universitäten. An der Humbolduniversität in Berlin etwa soll ein Schülerkolleg vor allem Jugendlichen helfen, die als erste in ihrer Familie studieren. Denen soll nicht nur etwas zur Studienfinanzierung erklärt werden, sondern auch auch Leitfaden gegeben werden, warum sich das Studium lohnt. So sollen auch skeptische Eltern überzeugt werden, dass das Studium für das Kind wirklich hilfreich ist.

Andere Universitäten oder Insituten, wie etwa das Karlsruher Institut für Technologie, die Universität Stuttgart und die TU Illmenau, bieten spezielle Kurse an, in denen Anfänger schon vor dem - meist natur-oder ingenieurwissenschaftlichem - Studium die Grundlagen in ihrem jeweiligem Fach lernen. Das Wissen aus der Schule reicht nämlich häufig nicht aus.

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Die Orientierungs- und Ahnungslosigkeit liegt nicht zuletzt daran, dass sich die Studierenden verändert haben: Während früher vor allem Kinder aus Akademiker- bzw. bessergestellten Familien studierten, studieren mittlerweile immer mehr junge Erwachsene, die die ersten in ihrer Familie sind, die die akademische Laufbahn einschlagen, aber auch immer mehr Studierende ohne Abitur oder mit Migrationshintergrund - eine politisch gewollte Vielfalt. Die heterogene Studierendenschaft stellt die Universität zusehends vor Herausforderungen, in der sie sich als Dienstleister verstehen muss.

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Eine Herausforderung: Mittlerweile brechen 35 Prozent der Anfänger ihr Studium wieder ab - die Tendenz ist seit der Bologna-Reform, in deren Folge Bachelor- und Masterstudiengänge eingeführt wurden, gestiegen. Ein zweiter Faktor ist die Verkürzung von G9 auf G8, vor allem in Fächern wie Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, die sogennanten MINT-Fächer, reiche das Wissen nicht aus, um den Anforderungen an das Studium gerecht zu werden. Doch nicht nur das Wissen ist ein Problem, sondern auch die Motivation der Studierenden, die bei nur einer Prüfung pro Modul und keiner Anwesenheitspflicht, den Stoff gar nicht oder zu wenig wiederholen und erst am Ende den ganzen Stoff auf einmal lernen - fehlender Stoff kann so aber nicht ausreichend nachgearbeitet werden.

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