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Studienkredite Wie Bildung für alle bezahlbar wird

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Prinzip des Generationenvertrags

Die Auf- und Absteiger unter Deutschlands Unis
Studenten auf dem Campus der Uni Bamberg Quelle: gms
Zwei Studentinnen in der Universitätsbibliothek Tübingen Quelle: dpa
Die Teams der Fachhochschule Offenburg, der Hochschule Merseburg un der TU Chemnitz beim 22. Shell Eco-Marathon. Quelle: obs
Studenten auf einer Wiese des Campus Münster Quelle: Pressebild
Studenten der Universität Duisburg/Essen verfolgen im großen Saal des Essener Multiplex-Kinos eine Vorlesung Quelle: dpa
Forscher der Berliner TU arbeiten mit Kollegen aus Spanien und den Niederlanden an einem Projekt, das auch in Gebieten extremer Dürre fruchtbares Wachstum verspricht Quelle: dpa/dpaweb
Vor dem Schriftzug "Universitaet" befindet sich ein Denkmal für Alexander von Humboldt vor dem Eingang der nach ihm benannten Universität in Berlin Quelle: dpa/dpaweb

Festo arbeitet dabei mit der CareerConcept AG zusammen, dem Marktführer unter den deutschen Bildungsfonds. Das Angebot von Festo richtet sich allerdings ausschließlich an Studenten und Doktoranden sogenannter MINT-Studienfächer – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Der Bildungsfonds des Esslinger Automatisierungstechnikherstellers unterstützt mit bis zu 40.000 Euro. Die spätere Rückzahlung hängt rein vom Einkommen ab, ist auf einen Maximalbetrag begrenzt und flexibler als bei vielen Studienkrediten. 

Die populärsten Bildungsfonds und Studienkredite

Der Fonds funktioniert nach dem Prinzip eines Generationenvertrags. Ehemalige Studenten finanzieren über ihre Rückzahlungsbeiträge die neuen Kandidaten. Bei der Auswahl der Studenten zählt Talent und Persönlichkeit. Kriterien, die bei Großbanken nicht unbedingt zum Tragen kommen.

Peter Speck, Leiter des Festo Bildungsfonds: "Eine Bank will verständlicherweise finanzielle Sicherheiten. Der Banker fragt: 'Was sind Ihre Sicherheiten?' Der Doktorand sagt: 'Mein Potenzial'. Da antwortet der Banker natürlich: 'Tut mir leid, das kann ich als Sicherheit nicht einsetzen.' Bei Festo können wir den Wunsch des Kandidaten von seinem finanziellen Hintergrund wie z.B. Finanzkraft der Eltern oder Anspruch auf BAföG losgelöst betrachten. Es entscheidet das Potenzial des Kandidaten. Das empfinde ich als großen Vorteil." Für sein Konzept ist der Festo Bildungsfonds mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Mittelstandspreis Top Innovator 2012. Knapp 500 Verträge mit Studenten und Doktoranden wurden abgeschlossen, die Bewerberzahl lag bei mehr als 1600 – Tendenz steigend.

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    "Top-Talente brauchen ihre Freiheit"

    Derzeit sind 30 Hochschulen und 23 Unternehmen als Netzwerkpartner aktiv. Teilnehmende Betriebe stellen Geld für Qualifizierungen, wie etwa Präsentations- und Rhetoriktrainings, Bewerbercoaching zum optimalen Berufseinstieg oder Trainings zur Bewältigung von Lernblockaden zur Verfügung. Sie bieten aber auch zum Beispiel Plätze in ihren hausinternen Seminaren an, um Einblicke in ihre Branche und spezielle Bereiche zugeben. Die Idee hinter dem Netzwerk: "Unternehmen sollen Zugang zu Top-Talenten bekommen. Studenten können wertvolle Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern knüpfen. So entsteht eine Win-Win-Situation."

    Der Leiter des Bildungsfonds blickt auf zwanzig Jahre Erfahrung als Führungskraft im Personalwesen zurück. Seine Beobachtung: "Top-Talente wollen ihren Marktwert testen und ihre Freiheit haben. Modelle, bei denen der Student an ein Unternehmen gebunden wird, weil es sein Studium finanziert, funktionieren meiner Meinung nach daher grundsätzlich nicht." 

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