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Studienwahl ITler und Ingenieure haben die besten Jobchancen

An diesem Freitag beginnen auch in Bayern die Sommerferien. Mit den Ferien kommt auch für den letzten Abiturienten die Frage, wie es weitergehen soll. Künftige Studenten sollten genau überlegen.

Wer am meisten für IT-Experten zahlt
In einigen Branchen steigen die Gehälter. Quelle: Fotolia
Ein einfacher IT-Sachbearbeiter mit einer entsprechenden Berufsausbildung verdient laut Kienbaum durchschnittlich 46.000 Euro brutto im Jahr. Quelle: dpa
Spezialisten wie beispielsweise ein IT-Elektroniker dürfen sich laut Kienbaum dieses Jahr über 3,3 Prozent mehr Geld freuen. Quelle: Fotolia
Software-Architekten:
IT-Security Quelle: dpa
IT-Führungskräfte verdienen in diesem Jahr drei Prozent mehr - im Schnitt bekommen sie 111.000 Euro brutto. Quelle: Fotolia
Unabhängig von Region, Branche und Unternehmensgröße sind jedoch die Leiter IT und Leiter IT-Architektur die Spitzenverdiener unter den IT-Führungskräften. Quelle: dpa

Wer sich noch nicht für einen Studiengang für das nahende Wintersemester eingeschrieben hat, sollte sich beeilen. Bloß: Was studieren? BWL, weil man damit auf jeden Fall irgendwas anfangen kann? Medizin, weil es gut bezahlt ist? Jura - gestritten wird schließlich immer? Oder irgendwas Exotisches, woran man Spaß hat? Nachhaltiges Rasenmanagement zum Beispiel. Richtige Vorbilder haben die Studienanfänger auch nicht, wie eine Absolventa-Umfrage bei mehr als 2600 deutschen Uni-Absolventen zeigt. Wenn überhaupt, sind die Eltern ein berufliches Vorbild.

Aber selbst die wissen nicht mehr, was sie ihren Sprösslingen raten sollen. "Die Vielfalt der Möglichkeiten überfordert uns alle", sagt Britta Matthes im Interview mit WirtschaftsWoche Online. Matthes leitet in Nürnberg die Forschungsgruppe "Berufliche Arbeitsmärkte" im Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Vertraut man dem aktuellen Dekra-Arbeitsmarktreport - und "aktuell" ist das Problem, in die Zukunft schauen kann niemand - sollten junge Menschen vor allem Ingenieure und Entwickler werden. Diese Berufsgruppen haben zumindest gerade die besten Berufschancen. Für den Report haben die Experten im Frühjahr 13.869 Stellenanzeigen in elf deutschen Tageszeitungen, zwei Online-Jobbörsen und einem sozialen Netzwerk ausgewertet. Das Ergebnis: Jedes zehnte Job-Angebot richtet sich an IT-Fachkräfte. Besonders begehrt waren Software-Entwickler. Aber auch Ingenieure sind gefragt, insbesondere Elektro- und Maschinenbauingenieure, auf Platz drei folgen die Architekten und Bauingenieure.

Die begehrtesten Ingenieure 2016

Entsprechend heißt es in dem Report: "Ein Studium im Bereich IT oder Ingenieurwesen verspricht beste Jobchancen. Software-Entwickler oder Elektroingenieure zählen mittlerweile zu den „Dauergästen“ unter den zehn am häufigsten gesuchten Fachkräften."

Die IT-Experten können sich die Branche aussuchen. Aktuell locken nämlich nicht nur Arbeitgeber in der IT-Branche, sondern auch im Maschinen- und Fahrzeugbau oder in der Elektroindustrie mit interessanten Positionen. So will beispielsweise der Sportwagenbauer Porsche verstärkt digitalen Nachwuchs werben.

Die begehrtesten IT-Fachkräfte 2016

Die Zahl der Mitarbeiter im Bereich Digitalisierung werde bis 2019 von derzeit knapp 600 auf etwa 900 Mitarbeiter aufgestockt, sagte Personalvorstand Andreas Haffner am Dienstag in Stuttgart. Die Mitarbeiter würden nicht alle bei der Porsche AG, sondern auch bei Töchtern wie der neuen Digital GmbH eingestellt." Tatsächlich kann man hier von einem 'War for Talents' sprechen", sagte er. "Bei unserer Suche nach Experten stehen wir in unmittelbarem Wettbewerb mit anderen Automobilherstellern, Zuliefer- und IT-Firmen.

Die Mitarbeiter von Porsche gehören zu den Spitzenverdienern der Branche. Aber "mit Geld alleine lassen sich die Köpfe nicht locken", sagte Haffner. Der digitale Fachkräftenachwuchs erwarte packende Aufgaben, cooles Umfeld, viel Freiheit und attraktive Angebote zum Vereinbaren von Beruf und Familie. Porsche dürfe dabei nicht nur auf Hochschulabsolventen setzen, erklärte Betriebsratschef Uwe Hück. "Man muss nicht studiert haben, um dem digitalen Wandel gewachsen zu sein." Gefragt seien auch digitale Handwerker.

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