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Supermaster 2020 – Die Finalisten #4 Sind Energiespeicher gute Investitionsobjekte?

Wie wirtschaftlich sind Energiespeicher wie dieser der Stadtwerke Heidelberg? Quelle: dpa

Christine Dollen hat erforscht, wie Stromspeicher die Energiewende vorantreiben - und wann es sich lohnt, in sie zu investieren. Mit ihrer Masterarbeit könnte sie im Finale des Supermaster-Wettbewerbs 25.000 Euro gewinnen.

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Lange Zeit war der Stromkreislauf in Deutschland relativ simpel: Wenige große Erzeuger wie Kohle- oder Kernkraftwerke liefen Tag und Nacht, um Menschen und Unternehmen mit Energie zu versorgen. Was bei den Verbrauchern aus der Leitung kam, wurde sofort in Licht, Wärme oder Drehmoment umgewandelt.

Doch so einfach ist es nicht mehr: Im Zuge der Energiewende erzeugen immer häufiger Sonnen- und Windkraftwerke Strom, der aber nicht zu jeder Zeit gleichmäßig fließt. Energiespeicher werden deshalb unverzichtbare Elemente der Infrastruktur - und damit auch ein spannender Untersuchungsgegenstand für Masterabsolventen wie Christine Dollen. Mit ihrer Abschlussarbeit an der FOM Hochschule für Management und Ökonomie hat sie sich für das Finale im Supermaster-Wettbewerb qualifiziert.

Für diesen Wettbewerb sucht die WirtschaftsWoche in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte (bdvb) die beste Masterarbeit mit Wirtschaftsbezug. Aus den mehr als 200 Einreichungen hatte eine Vorjury die besten zehn ausgewählt. Nun werden die Finalisten ihre Ideen vor einer Jury präsentieren, die unter anderem mit der BASF-Vorständin Saori Dubourg und dem Investor Frank Thelen prominent besetzt ist. Die beste Arbeit gewinnt schließlich 25.000 Euro.

Christine Dollen hat erforscht, wie Stromspeicher die Energiewende vorantreiben. Quelle: Privat

Christine Dollens Interesse für Energiespeicher entspringt ihrem Job. Sie arbeitet als Analystin für Energie- und Versorgungsunternehmen bei der Bank IKB. Den Masterstudiengang absolvierte sie neben dem Beruf, ihre Untersuchungen waren deshalb auch unmittelbar nützlich für sie. „Der Ausbau von Energiespeichern impliziert hohe Investitionen für die Energiewirtschaft, was zukünftig ein erhöhtes Aufkommen von Finanzierungsanfragen zur Folge hat“, so Dollen. Um diese zu beantworten, brauche sie viel Fachwissen, um zu prüfen, ob sich die Projekte rechnen oder nicht. 

Bemerkenswert hilfsbereite Experten

Deshalb entschied sich Dollen, Fachleute aus der Energiebranche systematisch zu befragen. Die Interviews analysierte sie schließlich qualitativ. „Die Hilfsbereitschaft der Experten war für mich bemerkenswert“, sagt Dollen. Dass diese Menschen ihr so bereitwillig halfen, ihr Wissen und ihre eigenen Erfahrungen einbrachten, empfand die Masterandin als willkommenen Motivationsschub - auch weil sie die Forschung immer erst nach Feierabend oder am Wochenende bearbeiten musste. 

Die geistige Arbeit hat sich für Christine Dollen bereits gelohnt: „Die Forschungserkenntnisse zeigen, dass es beim Einsatz von Energiespeichern noch großes Potenzial gibt, und belegen, dass Energiespeicher dabei helfen können Kohlenstoffdioxid-Emissionen zu reduzieren“, sagt die Analystin. Dass die Speicher heute dennoch erst sehr wenig genutzt werden, liege vor allem an den gesetzlichen Rahmenbedingungen. Diese machen Speicher „unwirtschaftlich und schränken deren Einsatz ein“, schreibt Dollen. Damit Energiespeicher die Energiewende wirklich voranbringen könnten, müsste ihre zentrale Rolle auch im gesetzlichen Kontext gewürdigt werden, so die Supermaster-Finalistin.


Sie wollen wissen, ob Christine Dollen sich gegen die anderen neun Finalisten durchsetzt – und den Supermaster-Wettbewerb 2020 gewinnt? Der entscheidende Pitch läuft am 27. Oktober ab 18 Uhr im Livestream auf wiwo.de. Hier geht’s zur Anmeldung.

Eine Übersicht aller Supermaster-Finalisten finden Sie hier.

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