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Uni-Ranking 2009 Karriere cum laude

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Informatik-Hörsaal der TU München Quelle: Laif/Tania Reinicke

Schmachtenberg weiß, dass an der Aachener Uni längst nicht alles perfekt ist. Die hohen Abbrecherquoten stören ihn besonders. Rund jeder vierte Ingenieurstudent an einer Universität bricht das Studium ab, hat das Hochschul-Informations-System herausgefunden. Im Maschinenbau und in der Elektrotechnik liegt die Quote sogar bei 53 Prozent.

Vielleicht sollte der Aachener Rektor sich einmal mit Hans Jürgen Prömel unterhalten. Der Präsident der TU Darmstadt kann sich ebenfalls über die Ergebnisse des Hochschulrankings freuen: In der Gesamtwertung liegt die Uni nach Punkten gleichauf mit Aachen, auch wenn die Hessen weniger Spitzenplätze ergattern. Um die Abbrecherquoten zu senken, hat die Uni vor einigen Jahren Bewerbungsgespräche eingeführt. Im Fach Maschinenbau muss ein Bewerber von den Professoren ein positives Feedback erhalten, sonst darf er sich nicht einschreiben.

Der Erfolg gibt Prömel recht: Nur sechs Prozent der Studierenden geben das Fach derzeit nach dem dritten Semester auf. 2003 waren es noch 20 Prozent.

Unis profitieren von Autonomie

Die TU Darmstadt profitiert vor allem von einem Gesetz des Bundeslandes Hessen: Seit 2005 ist sie probeweise die erste autonome Uni des Landes. Die TU kann nun Prüfungsordnungen und Gehälter selbst festlegen – normalerweise Sache der Landesregierung. Auch die Berufung von Professoren geht seitdem schneller, nach Aussage von Prömel um bis zu 30 Prozent. Jetzt besetzt er Lehrstühle schon mal innerhalb von drei Monaten neu: „Das wäre früher undenkbar gewesen.“

Ein weiterer Vorteil der Eigenständigkeit: Die Uni kann ihre Studenten selbst auswählen. Im aktuellen Hochschulranking schlägt sich das positiv nieder – Darmstadt landet in fünf Fächern auf dem Siegertreppchen.

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