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Uni-Ranking 2010 Deutschlands beste Unis aus Personalchef-Sicht

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Was Personalchefs als K.-o.-Kriterium empfinden

Die Uni legte den Fokus der Lehre nicht mehr bloß darauf, was die Professoren den Studenten beibringen wollen – sondern was die Absolventen in Zukunft können müssen. Die Änderungen kommen gut an: Die Abbrecherquote in den ingenieurwissenschaftlichen Fächern in Darmstadt ist inzwischen auf etwa zehn Prozent gesunken.

Auch ein Auslandsaufenthalt wurde fest ins Studium integriert. Damit steuert TU-Präsident Prömel einem Trend entgegen – denn Auslandsaufenthalte werden für die Akademiker von morgen aus Zeitgründen immer schwieriger.

Schon heute verzichten drei Viertel aller Studierenden auf den Gang in fremde Länder, fanden die HIS-Forscher in der Studie „Internationale Mobilität“ heraus. Dabei ist Auslandserfahrung so wichtig – jeder dritte Personaler gab im Uni-Ranking an, darauf Wert zu legen (siehe Grafik). Am ehesten raten die Verantwortlichen zu einem Auslandsaufenthalt in den USA oder Asien. Noch immer können Bewerber sich durch den Gang ins Ausland von der Masse absetzen – zumal die Konkurrenz wächst.

43 Prozent eines Geburtsjahrgangs besuchen heute bereits eine Hochschule. Durch den Wegfall des 13. Schuljahres werden die Hochschulen demnächst von Bewerbern überrannt. Die Kultusministerkonferenz rechnet durch die Schulreform in den kommenden zehn Jahren mit über 1,1 Millionen zusätzlichen Studienberechtigten.

Bachelor bleibt unbeliebt

Abschlüsse

Schon heute ist die Zahl der Erstsemester auf Rekordniveau: 603.309 saßen im vergangenen Oktober erstmals in Vorlesungen und Seminaren. Zum Vergleich: 2007 waren es 492.000.

75 Prozent aller Erstsemester immatrikulieren sich mittlerweile für ein Bachelor-Studium, ergab eine Erhebung der Hochschulrektorenkonferenz. Die Personaler halten von den neuen Abschlüssen offenbar immer noch nicht allzu viel. Einzig in VWL und Wirtschaftsinformatik bevorzugen sie einen Master. Wer sich bereits mit einem Bachelor auf Jobsuche begibt, dürfte es hingegen schwer haben.

Worauf Personalchefs bei Bewerbern achten

Die Unternehmen können derzeit aus einer Fülle von Bewerbern die besten herauspicken. Entsprechend düster sind die Perspektiven: 49,4 Prozent der Personalchefs bewerten die aktuellen Jobaussichten als mittelmäßig. 2007 fanden sie noch 80,7 Prozent sehr gut oder eher gut. 2008 waren es sogar 93,6 Prozent.

Einzig Ingenieure brauchen sich kaum Sorgen zu machen. Im Februar gab es 26.000 mehr offene Stellen als arbeitslose Ingenieure. Hinzu kommt: In jedem fünften Unternehmen werden bis zum Jahr 2015 Ingenieure in Rente gehen, fand der Verein Deutscher Ingenieure kürzlich in einer Umfrage heraus.

Da ist es nur ein kleiner Trost, dass Personalern weiterhin die Persönlichkeit des Bewerbers mit 87 Prozent am wichtigsten ist, weit abgeschlagen vor Praxiserfahrung und sehr guten Englischkenntnissen. Größtes K.-o.-Kriterium für die Einstellung sind allerdings fehlende Soft Skills mit 57,4 Prozent.

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