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Intrigen Von falschen Porno-Skandalen und intriganten Ministern

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Die Bordell-Affäre um Irland Verteidigungsminister

Auch im Skandal um Willie O’Dea schienen die Rollen zwischen gut und böse anfangs klar verteilt: Im Wahlkampf um die Macht im nationalen Parlament vor gut einem Jahr hatte der damalige irische Verteidigungsminister in einem Gespräch mit Pressevertretern einem Konkurrenten der Oppositionspartei Sinn Fein beschuldigt, Miteigentümer eines Bordells zu sein. Er habe die Informationen über den Konkurrenten von einem Polizeibeamten unter der Hand erhalten.

Nachdem die Anschuldigungen publik geworden waren, distanzierte sich O’Dea erst von den Presseberichten. Und stritt schließlich sogar in einer eidesstattlichen Erklärung ab, diese Aussage über einen politischen Konkurrenten je geäußert zu haben. Nachdem er ein deswegen im Parlament anberaumtes Misstrauensvotum überstanden hatte, schien die Sache ausgestanden.

Doch als daraufhin ein Journalist eine Tonbandaufnahme veröffentlichte, die belegten, dass O’Dea die üblen Gerüchte tatsächlich in die Welt gesetzt hatte, wendete sich die Heimtücke gegen den Intriganten: „Ich sage in der Hitze des Gefechts manchmal Dinge, die ich nicht so meine“, versuchte sich der Kriegsminister in der Kunst der Selbstverteidigung.

Doch es half nichts mehr: Der Oppositionspolitiker erhielt eine finanzielle Entschädigung. Und O’Dea blieb nichts als der Rücktritt vom Ministeramt.

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