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Absolventen So gut sind Ihre Chancen am Arbeitsmarkt

Welche Studienabschlüsse sind aktuell gefragt? Und womit lässt sich am meisten verdienen? Antworten liefert eine exklusive Studie.

Absolventen. Quelle: dpa

Theoretisch sollte der Bachelor Studenten schneller für den Arbeitsmarkt qualifizieren, praktisch hat sich gerade mal die Hälfte der Arbeitgeber mit dem Abschluss angefreundet – 14 Jahre nach dessen Einführung.

Das belegt die Studie Jobtrends 2017 der Beratung Kienbaum und des Staufenbiel Instituts, die der WirtschaftsWoche exklusiv vorliegt. Darin gaben 49 Prozent der knapp 300 befragten Unternehmen an, weiterhin den Master-Abschluss als Ergänzung zum Bachelor wichtig oder sehr wichtig zu finden. Besonders in der Pharma- und Chemiebranche geht ohne ihn wenig – 88 Prozent der Personaler sehen den Master dort als essentiell an.

Weitaus wichtiger als der Abschluss ist den Arbeitgebern allerdings die Note – 58 Prozent halten diese für wichtig oder sehr wichtig. Von geringerer Bedeutung für die Personalauswahl ist, ob der Bewerber die Regelstudienzeit eingehalten hat und wie gut der Ruf seiner Hochschule ist. Das interessiert nicht mal ein Drittel der Unternehmen.

Englisch ist Trumpf

Mit Blick auf die Zusatzqualifikationen sind besonders Englischkenntnisse (77 Prozent) gefragt – kein Wunder in Zeiten von internationalem Handel und weitverzweigten Auslandsdependancen. Da erstaunt es schon fast, dass Auslandserfahrung selbst (38 Prozent) und weitere Fremdsprachen (24 Prozent) nur eine untergeordnete Rolle spielen. Viel wichtiger ist die Praxiserfahrung der Absolventen: Praktika (73 Prozent) und erste Berufserfahrung (55 Prozent) sprechen deutlich mehr Personaler an.

Was Absolventen im ersten Job erwartet

Insgesamt können Studenten ihrem Start ins Berufsleben gelassen entgegenblicken: 58 Prozent der befragten Arbeitgeber gaben an, in den nächsten fünf Jahren mehr Absolventen einzustellen. Besonders Informatiker erfreuen sich zukünftig großer Beliebtheit. Aktuell suchen die meisten Unternehmen Wirtschaftswissenschaftler. 79 Prozent der Befragten halten Ausschau nach Betriebs- oder Volkswirten.

Auch Informatiker (66 Prozent) und Ingenieure (56 Prozent) werden umworben. Naturwissenschaftler (31 Prozent), Geistes- und Sozialwissenschaftler (28 Prozent) sowie Juristen 27 Prozent) haben es im Branchendurchschnitt eher schwer.

Weniger Gehalt für Trainees

Auf der anderen Seite können Juristen mit überdurchschnittlichen Einstiegsgehältern rechnen. Zehn Prozent der Arbeitgeber zahlen ihnen schon beim Einstieg mehr als 60 000 Euro. Nur die Naturwissenschaftler können da mithalten. In den meisten Unternehmen sind für Hochschulabsolventen 40.000 bis 50.000 Euro pro anno üblich.

Der perfekte Bewerber aus Sicht von Deutschlands Personalern

Trainees erhalten dabei zum Teil deutlich weniger als ihre Kollegen, die den sogenannten Direkteinstieg wählen.

Ebenfalls deutliche Unterschiede in der Bezahlung gibt es zwischen Bachelor- und Masterabsolventen. 17 Prozent der Unternehmen zahlen einem Master bis zu 20 Prozent mehr Gehalt, 40 Prozent der Arbeitgeber legen immerhin noch bis zu zehn Prozent drauf.

Doch aufgepasst: Wer in die Bewerbung Rechtschreibfehler einbaut, geht leer aus – für 60 Prozent der Personaler ist das nämlich ein Ausschlusskriterium.

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