Fachkräftemangel Mehr Nachwuchs in Technik und Naturwissenschaft

Deutsche Unternehmen können sich über mehr Absolventen aus den naturwissenschaftlichen Fächern freuen. Die Zahl der MINT-Fachkräfte ist gestiegen. Ein Grund zum Aufatmen ist das aber noch lange nicht.

Unternehmen können sich wieder über mehr Naturwissenschaftler freuen. Quelle: dpa

Die Fachkräfte-Lücke bei Mathematikern, Informatikern, Naturwissenschaftlern und Technikern ist kleiner geworden. Gut ausgebildete Fachleute sind aber weiterhin gesucht. Im Oktober konnten rund 121.000 offene Stellen in diesem Bereich nicht besetzt werden. Ein Jahr zuvor waren es noch 200.000 gewesen. Das geht aus dem am Montag in Berlin vorgestellten Report des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zu diesen Fachbereichen hervor: Sie werden nach ihren Anfangsbuchstaben unter dem Kürzel MINT zusammengefasst.

Diese Branchen suchen Mitarbeiter
Mechatronikechatroniker-Lehrlinge arbeiten an einem Versuchsaufbau Quelle: dpa
Ein Monteur arbeitet am Drehgestell eines Eisenbahndrehkrans Quelle: dpa
Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) Quelle: dpa
In einem Altenpflegeheim verteilt ein Pfleger Medikamente Quelle: dpa
Der amerikanische Architekt Daniel Libeskind steht im Juedischen Museum in Berlin vor seinem Modell fuer die Neubebauung von Ground Zero Quelle: AP
eine Mitarbeiterin des Unterhaltungselektronik-Spezialisten Harman International Inc. prüft am Donnerstag (10.05.2012) in Produktion in Karlsbad-Ittersbach (Landkreis Karlsruhe) Platinen. Quelle: dpa
General view of the dining room in the Platium Hotel where the National team of Sweden will stay during the Euro 2012 in Kozyn village Quelle: dpa
Ein Computer Code Quelle: dpa
Maler Uwe Lerche klebt am 8. Juli 2008 in Dresden Rauhfasertapeten an die Decke Quelle: AP
Rechts- und Steuerberatung, WirtschaftsprüfungWer anderen gerne mal in die Karten schaut, hat Glück: Wirtschaftsprüfer und Steuerberater suchen händeringend Verstärkung. 57 Prozent brauchen binnen der nächsten 12 Monate neue Mitarbeiter und wissen nicht, wo sie die hernehmen sollen. Quelle: Fotolia
Eine Betreuerin hilft einer Grundschülerin bei den Hausaufgaben Quelle: dpa
Ein Mann läuft am Montag (06.03.2006) an dem Firmenschild der Zeitarbeitsfirma DIS in Düsseldorf vorbei. Quelle: dpa/dpaweb

IW-Direktor Michael Hüther erwartet, dass die MINT-Lücke bei Akademikern ohne Gegensteuern bis 2020 um 41.000 auf gut 100.000 unbesetzte Stellen zunehmen wird. Im Bereich der nicht-akademischen Fachkräfte dürften Ende des Jahrzehnts 1,4 Millionen Spezialisten fehlen. Damit drohe eine "Wachstumsbremse". Die Entwicklung könne durch späteren Renteneintritt, weitere Zuwanderung und vermehrte Erwerbstätigkeit von Frauen abgemildert werden. Dazu sei eine verbesserte Ganztagskinderbetreuung nötig.

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Die Beschäftigten in den MINT-Berufen sind nach Hüthers Worten internationaler, älter und weiblicher geworden. Bei den Akademikern liege der Anteil der Zugewanderten inzwischen bei 15,2 (2005: 12,8) Prozent, bei den Fachkräften mit Berufsabschluss bei 12,3 (10,8) Prozent. Diese Zahlen liegen deutlich über dem Durchschnitt.

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