Finanz- und Rechnungswesen Diese Bewerber haben 2014 gute Job-Chancen

Neues Jahr, neuer Job? Für Fachkräfte im Finanz- und Rechnungswesen stehen die Chancen für Jobwechsel im ersten Halbjahr 2014 ausgezeichnet. Branchenübergreifend soll die Arbeitslosigkeit aber kaum zurückgehen.

Die Städte mit den besten und schlechtesten Job-Aussichten
Betriebsratsmitglied des Bochumer Opelwerks trägt bei einer Belegschaftsversammlung der Mitarbeiter von Opel ein T-Shirt mit dem Slogan "Wir bleiben Bochum". Quelle: dapd
Ein leerer Schaukasten mit der Aufschrift "Stellenausschreibungen" Quelle: dpa
Platz 8: BerlinBerlin steht für Kreativität und pulsierendes Großstadtflair. Viele Start-Ups – gerade im IT-Bereich – haben sich hier angesiedelt. Doch so hoch die Dichte an gut ausgebildeten Bewerbern auch ist, interessante Job-Angebote sind eher rar gesät. Auch wenn die Berliner Hipster-Szene ziemlich innovativ erscheint, hat Stuttgart der Hauptstadt einiges voraus. Von 80 analysierten Städten platziert sich Berlin auf Rang 52 in Sachen Job-Perspektiven. Quelle: dpa
Eine Ampel zeigt Rot vor einem Firmenschild der Ford Werke in Koeln Quelle: AP
Hamburg gilt als Tor zur Welt - durch den Hafen sollen in den kommenden zehn Jahren 14 000 neue Arbeitsplätze entstehen. Quelle: Blumenbüro Holland/dpa/gms
Mann telefoniert - Zentrale der Deutschen Telekom in Bonn Quelle: dpa
Zwei Mitarbeiter der Audi AG montieren im Werk Neckarsulm die Vorderreifen an einem Wagen des Typs Audi A8 Quelle: dapd

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer rechnet in diesem Jahr trotz steigender Beschäftigung nicht mit einem deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit. "Das Wirtschaftswachstum wird zunehmen. Die Arbeitslosigkeit wird aber wohl nur leicht zurückgehen, weil die Arbeitslosen mit ihrer oft geringen Qualifikation nicht zu den neuen Stellen passen", sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) der "Welt". Ein ganz anderes Bild zeichnet dagegen die Arbeitsmarktstudie der Personalberatung Robert Half. Die garantiert zumindest den Bewerbern im Finanz- und Rechnungswesen glänzende Aussichten auf eine Anstellung.

Das ist jedenfalls das Ergebnis einer Befragung unter 200 Unternehmen in Deutschland. 87 Prozent der Betriebe aus dem Finanzwesen wollen neue Kräfte einstellen: 46 Prozent, weil sie ihre Mitarbeiterzahl konstant halten und deshalb freigewordene Stellen neu besetzen wollen, 41 Prozent wollen allgemein aufstocken. Nur zehn Prozent der befragten Chefs wollen Vakanzen nicht neu besetzen, vier Prozent der Unternehmen bauen gezielt Stellen ab.

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Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine besonders erfreuliche Entwicklung: 2013 wollten nur 23 Prozent der Finanzvorstände personell aufstocken beziehungsweise die Mitarbeiterzahl konstant halten. 21 Prozent konnten sich dagegen nicht vorstellen, freiwerdende Stellen neu zu besetzen. "Die erhobenen Daten sprechen eine eindeutige Sprache. Fachkräfte aus dem Finanz- und Rechnungswesen, die eine berufliche Veränderung anstreben, finden dieses Jahr über alle Branchen und Unternehmensgrößen hinweg so gute Arbeitsmarktbedingungen vor, wie schon lange nicht mehr", urteilt Sven Hennige, Managing Director Central Europe & Germany von Robert Half International mit Sitz in Frankfurt.

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Die Sache habe allerdings auch einen Haken: "So angenehm die steigenden Jobmöglichkeiten für Bewerber sind, die rekrutierenden Unternehmen stehen vor neuen Herausforderungen", so Hennige. Der Fachkräftemangel habe nun nämlich auch die Finanzbranche erreicht. Es fehlt an Controllern, Buchhaltern, Zahlenjongleuren. "Gleichzeitig steigt der Bedarf an geeigneten Mitarbeitern und die ohnehin heute schon schwierige Personalsuche wird noch herausfordernder. Arbeitgeber werden daher immer häufiger auf die professionelle Unterstützung von spezialisierten Personaldienstleistern zurückgreifen – sei es für die kurzfristige Überbrückung mit Zeitarbeitskräften oder die Direktvermittlung in eine Festanstellung", ist Hennige überzeugt.

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