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Jobbewerber Traum-Unternehmen gesucht

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Facebook, Kununu & Co.

Die Gewinner im Arbeitgeberranking
BMW-Mitarbeiter unterschreiben auf einem neuen BMW Quelle: dpa
Die Präsentation eines neuen Audi Quelle: dpa
Ein Porsche Quelle: AP
Eine Maschine der Lufthansa Quelle: AP
Siemens-Mitarbeiter Quelle: AP
Ein Raum im Hauptsitz von Google Frankreich Quelle: Reuters
Das Bosch-Schild am Eingang eines Firmensitzes. Quelle: Reuters

Auch abseits der finanziellen Situation gibt es viel Interessantes über ein Unternehmen zu entdecken. Wie präsentiert sich die Firma in Social Media-Kanälen, Blogs oder Foren? Nicht selten posten Unternehmen auf Facebook aufschlussreiche interne Hintergrundinformationen, Bilder und Videos aus dem Büroalltag und Infos zu aktuellen Projekten. Svenja Hofert gibt jedoch im Hinblick auf die Authentizität der Social Media-Präsenz zu bedenken: „Nicht immer postet zwingend ein firmeneigener Mitarbeiter. Immer mehr Unternehmen lassen ihre Social Media-Kanäle von externen Agenturen betreuen.“

Eine weitere Anlaufstelle und aktuell im Trend sind Plattformen wie Kununu, das größte Arbeitgeberbewertungsportal und Ableger des Karrierenetzwerks Xing oder Jobvoting. Hier sollen Bewerber authentische Mitarbeiterbewertungen der Unternehmen finden. Laut einer Bitkom-Umfrage lassen sich tatsächlich rund 70 Prozent der Jobsuchenden von Unternehmensbewertungen in ihrer Entscheidung beeinflussen. Bewertet werden verschiedenste Kriterien. Stimmt die Work-Life-Balance? Wie ist die Atmosphäre im Büro? Wie sind die Aufstiegschancen? Der Knackpunkt: Gerade kleine Unternehmen verfügen nur über sehr wenige bis keine Einträge. Unsicherheit entsteht auch bei zu viel Lobhudelei oder extrem schlechten Bewertungen.

„Natürlich gibt es auch Fakes. Wenn ein Unternehmen jedoch über Dutzende detaillierte Bewertungen verfügt, die inhaltlich allesamt in die gleiche Richtung gehen, dann sind die Berichte durchaus ein Anhaltspunkt, wie es wirklich in einem Unternehmen aussehen könnte“, erklärt Svenja Hofert. Dennoch sollte eine Bewerbung bei einem Unternehmen nicht allein von überdurchschnittlich positiven Bewertungen abhängen.

In Arbeit
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Unternehmensinformationen aus erster Hand von aktuellen oder ehemaligen Mitarbeitern sind besonders aufschlussreich. Eine erste Anlaufstelle ist das eigene Netzwerk. Vielleicht ist ein Kontakt dabei, der im Wunschunternehmen beschäftigt ist oder war und eine Empfehlung aussprechen kann. Ein nächster Schritt sind Karrierenetzwerke wie Xing oder LinkedIn. Hier können sich Bewerber zum Beispiel in speziellen Gruppen mit potenziellen Kollegen vernetzen und sich über das Wunschunternehmen austauschen. Karrierecoach Svenja Hofert rät: „Bewerber sollten dabei vor allem auf die Dauer der Betriebszugehörigkeit achten. Interessant ist auch: Wie hoch ist der Anteil von ehemaligen im Vergleich zu aktuell zugehörigen Mitarbeitern.“

Der direkte Kontakt zum Unternehmen ist auch über Karrieremessen möglich. Der Vorteil: Bewerber kommen mit Vertretern der Unternehmen ins Gespräch und können sowohl einen ersten Eindruck gewinnen als auch beim Unternehmen hinterlassen. Für einen authentischen, detaillierten Einblick ins Unternehmen eigenen sich Jobmessen jedoch nur bedingt, erklärt Hofert. „Jobmessen sind für Unternehmen oftmals reine Marketing-Veranstaltungen, die Firmen rücken sich ins beste Licht und die tatsächlichen Entscheider sind in der Regel nicht vor Ort“.

Bleiben dennoch Fragen offen, ist der Griff zum Telefon die einfachste Lösung. Personalabteilungen erhalten jedoch oft extrem viele Anrufe. Wer beim Personalverantwortlichen positiv im Gedächtnis bleiben möchte, ruft nur bei wirklich wichtigen und sinnvollen Fragen an.

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