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Jobchancen Roter Teppich für Bewerber

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An der Karriereschraube drehen

Wer vorhat, sein Gehalt aufzubessern, sollte sich beeilen: Gerade das erste Halbjahr 2012 bietet sich für die Forderung nach mehr Geld an - anschließend könnte wieder eine längere Durststrecke folgen. Quelle: Fotolia

"Vielen Arbeitnehmern wird erst jetzt richtig bewusst, dass sie in ihrem Job auch etwas fordern dürfen", sagt Kraft. Vor allem bei den Manager-Gehältern gibt es Luft nach oben: Die Vergütungen von Führungskräften können im kommenden Jahr im Schnitt um 7,6 Prozent steigen, ergab eine Prognose des Mannheimer Makroökonomie-Professors Tom Krebs im Auftrag der Hamburger Vergütungsberatung Personalmarkt.

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"Um weiterhin krisenfest zu bleiben, greifen viele Unternehmen aber auf Einmalzahlungen zurück, während das Grundgehalt nur mäßig steigt", sagt Personalmarkt-Geschäftsführer Tim Böger.

Wer von den Möglichkeiten, sein Gehalt aufzubessern, profitieren will, sollte sich allerdings beeilen. Deutliche Steigerungen seien vor allem im ersten Halbjahr 2012 erreichbar. "Gegen Ende des nächsten Jahres wird es mit den Gehaltszuwächsen vorbei sein", sagt Böger.

"Ob dann, wie schon in den vergangenen Jahren, eine längere Durststrecke folgt, wird durch die Dauer der Krise bestimmt."

Welche Strategie sich am besten eignet, um auf der Karriereleiter weiter voranzukommen, hängt stark vom persönlichen Typ ab: "Die größten Sprünge in Sachen Gehalt und Verantwortung lassen sich prinzipiell bei einem Jobwechsel erzielen", sagt Bernd Kraft.

"Allerdings ist eine solche Veränderung auch immer mit Risiken verbunden. Niemand kann mit 100-prozentiger Sicherheit sagen, ob er sich in einem neuen Unternehmen genauso gut zurechtfinden wird wie im alten."

Bedürfnisse der Mitarbeiter haben Gewicht

Traditionell scheuen deutsche Arbeitnehmer das sogenannte Job-Hopping. Laut GfK-Studie hat ein Drittel der Befragten lediglich ein bis zwei Mal den Arbeitgeber gewechselt. Über ein Fünftel ist sogar noch beim ersten Arbeitgeber beschäftigt.

Um die Treue der Beschäftigten zu erhalten, gehen die Unternehmen auch stärker auf deren Bedürfnisse ein.

Airbus will vor allem für Frauen attraktiver werden. Neben einer Frauenquote im Management von 30 Prozent, die das Unternehmen bis 2015 erreichen will, und einem starken Ausbau der Kita-Plätze sollen auch veränderte Arbeitsabläufe dazu beitragen.

"Wir arbeiten etwa daran, unsere Meetingkultur mit den zeitlichen Anforderungen einer jungen Mutter in Einklang zu bringen", sagt Personalchef Sauer. "Es ist nicht nötig, bei jeder Besprechung immer persönlich anwesend zu sein."

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