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Jobchancen Roter Teppich für Bewerber

Nicht nur mehr Verantwortung, sondern auch mehr Geld: Akademiker haben derzeit gute Jobchancen, Naturwissenschaftler und Techniker werden von Personalchefs regelrecht hofiert.

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Roter Teppich für Bewerber - Momentan suchen viele Branchen händeringend nach neuen Mitarbeitern, es gibt deutlich mehr offene Stellen als Jobsuchende. Quelle: AP

Joachim Sauer hat sich einiges vorgenommen. Der Arbeitsdirektor des Flugzeugbauers Airbus plant, die Beschäftigtenzahl nächstes Jahr kräftig aufzustocken. 4.000 Mitarbeiter will Airbus zusätzlich einstellen – rund 60 Prozent davon Akademiker.

"Die Nachfrage nach unseren Flugzeugen ist enorm", sagt Sauer, der auch Präsident des Bundesverbands der Personalmanager ist. "Um die Produktpalette weiterzuentwickeln, benötigen wir eine Vielzahl hochspezialisierter Ingenieure."

Nicht nur bei Airbus sorgt die gute Geschäftsentwicklung für hervorragende Jobaussichten. Die Auftragsbücher vieler Unternehmen sind trotz der europäischen Schuldenkrise gut gefüllt.

Mehr offene Stellen als Jobsuchende

Um den Andrang zu bewältigen, suchen sie händeringend nach neuen Mitarbeitern. "In vielen Branchen gibt es deutlich mehr offene Stellen als Jobsuchende", sagt Bernd Kraft, Deutschland-Chef des Stellenportals Monster.

"Vor allem im Bereich von hochqualifizierten Fach- und Führungskräften erwarten wir im kommenden Jahr deshalb einen ganz klaren Bewerbermarkt."

Besonders gefragt sind Akademiker mit naturwissenschaftlich-technischem Hintergrund. Hier ist die Nachfrage mit knapp 240.000 offenen Stellen derzeit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren, ergab eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Gute Einkommensperspektiven

Dadurch ergeben sich "exzellente Einkommensperspektiven", sagt IW-Direktor Michael Hüther. Auch die Karrieremöglichkeiten sind überdurchschnittlich gut: Über 40 Prozent der Naturwissenschaftler und Techniker mit Hochschulabschluss arbeiten der Untersuchung zufolge in leitender Position.

Das kommende Jahr biete Berufserfahrenen sehr gute Chancen, weiter an der Karriereschraube zu drehen, sagt Monster-Geschäftsführer Kraft: "Der eklatante Mangel an Fach- und Führungskräften stärkt die Ausgangsposition, wenn es darum geht, höhere Gehälter oder mehr Verantwortung durchzusetzen." Neben rein technischen Berufen gelte das auch für den Vertrieb, den Einkauf, das Marketing und die Logistik.

Von ihrer gestiegenen Verhandlungsmacht Gebrauch machen will jedoch nur eine Minderheit der Beschäftigten. Eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ergab Ende November, dass sich lediglich 40 Prozent vorgenommen haben, ihre Karriere im Jahr 2012 gezielt voranzutreiben.

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