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Jobeinstieg So gelingen die ersten Schritte im neuen Job

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Vorsicht vor falschen Freunden

Die größten Fehler in den ersten 100 Tagen
Mann Quelle: Hannes Eichinger
Mann Quelle: Janina Dierks - Fotolia
Frau an einem Laptop Quelle: Tatjana Balzer - Fotolia
Leute Quelle: Nyul/Fotolia.com
Mann mit Aktentasche macht einen Luftsprung Quelle: Tom Wang
Mann mit Megafon Quelle: Edyta Pawlowska - Fotolia
Mann Quelle: Warren Goldswain - Fotolia

Auf keinen Fall sollte sich ein Neuling sofort nach Ankunft an seinen Platz setzen und mit der Arbeit beginnen ohne jemanden anzuschauen, warnt Hofert.  Ebenso unangebracht ist ein großer Auftritt mit Essen und Getränken.

Jeder Jobeinsteiger muss sich darüber im Klaren sein, dass sich durch sein Kommen – ob in Führungsverantwortung oder nicht – das soziale System des Kollegiums ändert, also etwas gruppenpsychologisch Neues entsteht. Und sein Ziel in den ersten Tagen muss sein, dass dieses Neue für die anderen und ihn selbst etwas Positives ist. Das Ziel eines Mitarbeiters in den ersten Tagen muss erst sein, sich mit den Verhältnissen vor Ort bekannt zu machen.

12 Empfehlungen, um sein Ansehen zu verbessern von Dale Carnegie Training.

Beraterin Carin Lüdemann warnt in Ihrem Hörbuch „Neu im Job“ vor den „falschen Freunden“, die sich neuen Kollegen allzu aufgeschlossen als Gesprächspartner anbieten. Oft seien sie die notorischen Nörgler und Bremser in Unternehmen. Sie suchen die Nähe neuer Mitarbeiter, weil sie keine anderen Gefährten im Unternehmen mehr haben und Verbündete suchen. Doch für den Neuankömmling ist es ein ganz schlechter Start, im Kollegium gleich als Vertrauter des bekannten Nörglers zu gelten. Von der demotivierenden Wirkung des Nörgeln ganz abgesehen.

„Wenn es überhaupt jemanden geben kann, der in die persönlichen Verhältnisse unter den Mitarbeitern einführt, dann sollte das nur der nächste Vorgesetzte sein“, rät Hofert. „Auf keinen Fall sollte man einen der Mitarbeiter befragen. Das wäre total unprofessionell.“ Auch Göthert rät, sich nicht schon vorher nach persönlichen Merkmalen der künftigen Mitarbeiter zu erkundigen. „Wenn die Personen, mit denen ich die Vorgespräche führe, zu einigen meiner neuen Mitarbeiter kein gutes Verhältnis haben, komme ich mit einer eingefärbten Meinung rein. Ich sollte lieber danach fragen, wie die Stimmung im Team ist, wie die Kollegen auf mein Kommen vorbereitet und eingestellt sind.“

Am besten, da sind sich die Berater einig, ist es für Neuankömmlinge, sich zurückhaltend einen Überblick über die Arbeitsabläufe, die Kollegen und ihre Beziehungen untereinander zu verschaffen. Wie gehen die Kollegen miteinander um? Welche ungeschriebenen Regeln, welche Rituale gibt es? Sind die Grenzen zwischen den Hierarchien stark ausgeprägt? „Wir bei Dale Carnegie raten vor allem, ein guter Zuhörer zu sein, eher die anderen reden zu lassen, als selber im Mittelpunkt zu stehen“, sagt Göthert.

„Auch als neuer Vorgesetzter sollte man“, rät Hofert, „erst einmal beobachten und keinesfalls schon in den ersten Tagen sagen: Es muss alles anders werden.“ Lüdemann ist ähnlicher Ansicht. Sie empfiehlt: „Zeigen Sie Respekt vor den Leistungen der Vergangenheit.“ Den kann man zum Beispiel auch dadurch zeigen, dass man die neuen Kollegen um ihren Rat fragt.

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Und erst recht rät sie von allzu schnellen Personalentscheidungen ab. Viele Chefs mit Personalverantwortung bemühen sich schon kurz nach dem Einstieg darum, eigene Vertraute aus dem alten Unternehmen oder von anderswo in ihrem neuen Team zu installieren – und Vertrauensleute des Vorgängers loszuwerden.  „Das würde ich mir gut überlegen, weil man dadurch den Rest der Belegschaft sehr leicht gegen sich aufbringen kann.“

Veränderungen, so rät Göthert, sollte man als neuer Chef erst einleiten, wenn man sich ein glaubhaftes, sicheres Bild von der Lage machen konnte. Und wenn man weiß, auf welche Mitarbeiter man sein Vertrauen setzen kann.

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