Jobsuche Per Initiativbewerbung zum Traumjob

Wer auf Jobsuche ist, sollte nicht nur nach Stellenausschreibungen Ausschau halten: zwei Drittel der offenen Stellen werden gar nicht erst ausgeschrieben. Grund genug, Initiativbewerbungen zu verschicken. So geht's.

Diese Fehler brechen Bewerbern das Genick
Ein Mann mit Fragezeichen über dem Kopf Quelle: Fotolia
Eine Kündigung liegt in einem Büro auf einem Kalender Quelle: dpa
Ein Mann hält einen Lebenslauf in der Hand Quelle: Blumenbüro Holland/dpa/gms
Ein unbefristeter Arbeitsvertrag Quelle: dpa
Frau zählt Geldscheine, die sie in der Hand hält Quelle: Fotolia
brennender 20 Euro-Schein Quelle: Fotolia
Frau macht ein nachdenkliches Gesicht Quelle: Fotolia
Familienfoto Quelle: Fotolia
Ein Titel allein macht nicht glücklich Quelle: Fotolia
Überforderter Angestellter

Wer derzeit auf Jobsuche ist, sollte nicht auf die passende Stellenausschreibung des Traumarbeitgebers warten. Denn zwei Drittel der offenen Stellen werden gar nicht erst ausgeschrieben. Deshalb kann sich eine Initiativbewerbung lohnen. Doch gerade Berufsanfänger neigen dazu, diese Möglichkeit gar nicht in Betracht zu ziehen. Dabei kann sie der Schlüssel zum Traumjob sein.

Wer sich initiativ bewirbt, fokussiert sich nicht zu sehr auf eine Stellenausschreibung, sondern konzentriert sich auf seine Stärken und darauf, warum er oder sie eine Bereicherung für das Unternehmen ist. Entsprechend steht das Interesse an einem Unternehmen noch stärker im Mittelpunkt als bei der Bewerbung auf eine Stellenanzeige - und das überzeugt häufig.

Außerdem schadet es nicht, schon bei der Bewerbung Eigeninitiative in Bezug auf die Karriere zu zeigen.

Im besten Fall bekommt man auf diese Art eine Stelle, ohne sich gegen hunderte anderer Bewerber durchsetzen zu müssen.

Olaf Kempin ist Gründer und Mitinhaber des Personaldienstleisters univativ. Quelle: Privat

Das bedeutet aber auch, dass Bewerber genau wissen - und aus ausdrücken müssen - was sie können und wollen. Die Analyse der eigenen Fähigkeiten und die Analyse eines potenziellen Arbeitgebers sollte jedoch zu jeder Jobsuche gehören. In diesem Fall sollten Bewerber jedoch ganz genau begründen können, warum sie ausgerechnet zu diesem einem Unternehmen möchten. Ist es die tolle Unternehmenskultur oder das Interesse an Produkten und Leistungen des Unternehmens?

Wer sich nicht ganz sicher ist, ob das Wunschunternehmen wirklich zu einem passt, schaut am besten zunächst bei Arbeitgeberbewerbungsportalen, Netzwerken wie Xing, bei fachspezifische Foren und auf den Karriereseiten des Unternehmens nach. Auch der Social Media-Auftritt verrät Einiges. Ein Anruf beim Unternehmen der Wahl kann eine Option sein, aber Vorsicht: So ein Anruf will gut vorbereitet sein.

Initiativbewerbungen sind zeitaufwendig

Wenn das Traumunternehmen feststeht, sollten sich Bewerber zwei Kernfragen stellen: Wo könnten ihre Fähigkeiten gebraucht werden und welche konkrete Stelle könnten sie im Unternehmen besetzen? Hier ist es essenziell, sich genau über das jeweilige Unternehmen zu informieren. Nur so kann man seine Chancen auch realistisch einschätzen. Und wer verhindern möchte, dass die Bewerbung im Müll landet, weil sie falsch adressiert war, muss ebenfalls gründlich recherchieren: In welche Abteilung passt das eigene Profil, wer ist dort Abteilungs- oder Teamleiter?

So sieht ein gutes Anschreiben aus

Anschließend gilt es, bei dem Unternehmen einen Bedarf zu wecken. Wird eine Stelle ausgeschrieben, ist der Personalbedarf bekannt. Bei einer Initiativbewerbung muss der Empfänger davon überzeugt werden, dass er jemanden braucht, es nur bis dato nicht wusste. Wer dabei fachlich überzeugt, bekommt häufig eine Chance, auch wenn die eigentliche Wunschstelle nicht verfügbar ist.

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