WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

MINT-Studie Deutschland fehlen 115.000 Mathematiker

Während viele Uniabsolventen sich um Stellen prügeln müssen, reißen sich Unternehmen um Physiker, Mathematiker und Ingenieure. Viele brechen ihr Studium vorzeitig ab und auch aus dem Ausland kommen nicht genug Fachkräfte.

Diese Branchen suchen Mitarbeiter
Mechatronikechatroniker-Lehrlinge arbeiten an einem Versuchsaufbau Quelle: dpa
Ein Monteur arbeitet am Drehgestell eines Eisenbahndrehkrans Quelle: dpa
Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) Quelle: dpa
In einem Altenpflegeheim verteilt ein Pfleger Medikamente Quelle: dpa
Der amerikanische Architekt Daniel Libeskind steht im Juedischen Museum in Berlin vor seinem Modell fuer die Neubebauung von Ground Zero Quelle: AP
eine Mitarbeiterin des Unterhaltungselektronik-Spezialisten Harman International Inc. prüft am Donnerstag (10.05.2012) in Produktion in Karlsbad-Ittersbach (Landkreis Karlsruhe) Platinen. Quelle: dpa
General view of the dining room in the Platium Hotel where the National team of Sweden will stay during the Euro 2012 in Kozyn village Quelle: dpa

Die Fachkräfte-Lücke bei Naturwissenschaftlern und Ingenieuren klafft trotz aller Bemühungen von Politik und Wirtschaft weiter. Im Oktober standen 75.000 Arbeitslosen über 190.000 offene Stellen gegenüber, wie Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände am Mittwoch in Berlin mitteilten. Zwar sei sowohl die Erwerbstätigkeit älterer Fachkräfte als auch die Zahl der Studienanfänger deutlich gestiegen. Dem gegenüber stehe aber eine Studien-Abbruchquote von bis zu über 50 Prozent.

Mangel an Frauen, Maschinen- und Fahrzeugtechnikern

Zudem hätten die Versuche, mehr Frauen für die sogenannten Mint-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) zu gewinnen, bislang keinen Erfolg. So sei etwa nicht einmal jeder zehnte Absolvent der Elektrotechnik weiblich, sagte Thomas Sattelberger, Vorstandschef der Initiative "Mint - Zukunft schaffen", hinter der der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) sowie die Arbeitgeberverbände Gesamtmetall stehen.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Während bei Chemikern und Biologen kein Mangel herrsche, klaffe die Lücke bei Maschinen- und Fahrzeugtechniker besonders groß. Zudem sei der Zuzug von ausländischen Fachkräften bislang enttäuschend, sagte Sattelberger. Von 100 ausländischen Studienanfängern brächen fast die Hälfte die Ausbildung ab. Weitere 40 verließen nach Abschluss Deutschland wieder, zögen aber häufig nicht in die Heimat zurück, sondern in andere Staaten wie die USA, Kanada oder Australien, wo sie sich willkommener fühlten. Nur 14 von den 100 nähmen schließlich eine Stelle in Deutschland an.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%